semiramis
Sehr geehrter Herr Dr. Oswald, nach dem Absetzen der Pille Valette im Herbst 2010 habe ich einen sehr unregelmäßigen bis gar keinen Zyklus (7 Monate bis >50 Tage). Zusätzlich habe ich eine Schilddrüsenunterfunktion inkl. Hashimoto. Ich nehme 100-125er L-Thyroxin + 100er Selen. Bei meinen Ergebnissen des Hormonstatus (von 9/11) ist u.a. von einer hyperandrogenämisch bedingten ovariellen Follikelreifungsstörung die Rede - was genau bedeudet das und was können die Ursachen sein? FSH 7,9, LH 21,2, Testosteron 0,59, restl. Hormone im Referenzbereich. AMH-Wert liegt aktuell bei 1,52, TSH bei 3,13. Ich bin 31 Jahre alt. Welcher TSH-Wert ist ihrer Meinung nach bei Kinderwunsch ideal? Was könnte ich tun, um den Zyklus "anzuschubsen"? Zwei Zyklen lang habe ich Clomifen eingenommen, worunter ein Eisprung ohne Probleme stattfand - würde es aber gerne erstmal mit "natürlichen" Methoden versuchen. Vielen Dank. semiramis
Hallo, die leicht erhöhten männlichen Hormone (Hyperandrogenämie) und das Nicht- bzw. verspätete Eintreten des Eisprungs (Follikelreifungsstörung) können durch ein PCO-Syndrom verursacht sein, welches wiederum auf Veranlagung, Bewegungsmangel und Übergewicht zurückzuführen ist. Bei KiWu sollte ein TSH zwischen 0,6 und 2,5 angestrebt werden (insbesondere bei Hashimoto). "Natürlichere" Methoden als Clomifen wären pflanzliche oder homöopathische Mittel, bei denen jedoch aus schulmedizinischer Sicht keine signifikante Wirksamkeit nachgewiesen ist. Alles Gute, O. Schmidt
semiramis
Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich dachte, bei PCO wäre ein hoher AMH-Wert zu erwarten? Dieser liegt bei mir bei 1,52. Übergewicht liegt nicht vor (BMI 22,4) und ich treibe regelmäßig Sport. Kann durch eine gute Einstellung des TSH der Zyklus wieder normalisiert werden? MfG semiramis
Gerne. Ein hohes AMH ist bei PCO häufig, aber nicht zwangsläufig vorhanden. Die gute TSH-Einstellung ist Voraussetzung für einen günstigen Zyklusablauf mit normaler Eizellreifung. Wenn kein Übergewicht/Bewegungsmangel besteht, sollte lediglich die Follikelreifungsstörung durch Hormonstimulation, z.B. Clonifen oder FSH, behandelt werden. Gruß, O. Schmidt
Achtung Schreibfehler: Clomifen (nicht Clonifen). O. Schmidt
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