Krina77
Liebe Frau Sonntag, nach einer Fehlgeburt (10. SSW) und einer Totgeburt (20.SSW) möchten wir es doch wieder versuchen, ein Kind zu bekommen. Mein Mann (40) und ich (37) sowie unser zweites Kind, ein Mädchen, sind untersucht worden. Bei meiner Tochter konnte man nichts feststellen, außer das sie einen Hydrops fetalis zeigte. Bei mir wurde ein heterozygoter Status bezüglich des Androgenitalen Syndroms festgestellt. Mein Mann ist gar nicht davon betroffen. Meine Frage lautet, inwiefern ich jetzt auf was Acht geben sollte und ob eine erneute Schwangerschaft gefährdet sein könnte. Soweit ich weiß, muss AGS nicht zum Tode führen. Mein Bruder (35) konnte nur mit einer ICSI erfolgreich Vater werden. Ich bin in Behandlung und nehme nun Dexamethason. Mein Endokrinologe kennt sich laut eigener Aussage nicht sehr gut damit aus. Ich war bei ihm in Behandlung wegen einer Schilddrüsenunterfunktion nach einer OP mit Entfernung von Knoten und Zysten, die Hälfte ist ... weiter in folgender Antwort ..
Da Ihr Mann kein Mutationsträger für AGS ist, halte ich dieses Heterozygotenstatus nicht für ausschlaggebend für die Fehlgeburten. Vielmehr sollten alle anderen möglichen Ursachen gut untersucht sein: die Schilddrüse muss optimal eingestellt sein, mögliche Gerinnungsstörungen aber auch eine Fehlform der Gebärmutter mittels Gebärmutterspiegelung sollten abgeklärt sein. Üblicherweise bieten Kinderwunschzentren auch eine Sprechstunde für gehäufte Fehlgeburten an, diese findet man sonst auch an Universitätskliniken regulär, z.B. unterstützend zu Ihren Ärzten. Alles Gute! B. Sonntag
Krina77
... noch da. Das ich auf AGS untersucht wurde, liegt daran, dass ich aufgrund von Problemen eine Hormonuntersuchung machen wollte. Hier ist wahrscheinlich aber nur danach geschaut worden. Ich habe einen unregelmässigen Zyklus (Schwankungen zwischen 29 - 35 Tagen), starke Periode bis zu sieben Tagen mit kleiner Pause, starke Akne in Gesicht und am ganzen Rücken, auffälliger Hiruitismus (Gesicht, Brust, Bauch, Beine) und leider unter starker Migräne, einhergehend mit der Periode und um die Zeit des Eisprungs. Bei Blutuntersuchungen hat man keinen besonderen Anstieg männlicher Hormone festgestellt, soweit ich das verstanden habe. Es wurde aber nur am vierten Tag der Periode einmal getestet. Was sollte beim Eintreten einer neuen Schwangerschaft bei mir passieren? Welche Ärzte sind sinnvoll für eine gute Betreuung? Ich freue mich über eine baldige und informative Antwort. Herzlichen Dank und viele Grüße!
Krina77
Vielen Dank für Ihre Antwort. Beantworten Sie mir bitte noch zwei Fragen: Die Schilddrüse war gut eingestellt bei beiden Kindern. Eine Fehlbildung der Gebärmutter liegt nicht vor. Was sind Gerinnungsstörungen? Eigentlich sind wir besonders ich auf alles untersucht worden, dass es gibt (Humangenetische Beratungsstelle, Frauenärzte, Pränataldiagnostiker, Endokrinologen, sogar ein Kinderwunschzentrum, obwohl ich ohne Probleme schwanger werden kann...). Habe ich sie richtig verstanden, dass wir bei einer neuen Schwangerschaft von einem Kinderwunschzentrum begleitet werden sollten? Was ist mit Endokrinologen? Müssen das gynäkologische Endo. sein? Mir ist das sehr wichtig, zu wissen, an wen ich mich beim dritten Mal wenden sollte. Ich hoffe auf Antwort und danke Ihnen!
Wenn die Abklärung vollständig ist (davon gehe ich bei einem Kinderwunschzentrum aus) und die Kollegen eine entsprechende Empfehlung hinsichtlich des Vorgehens in der Schwangerschaft ausgesprochen haben, können Sie auch "ganz normal" von Ihrem Frauenarzt betreut werden. Alles Gute, B. Sonntag
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