Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Professor Michelmann, wir haben eine gesunde zweijährige Tochter. Im letzten Jahr hatte ich zwei missed abortions. Die Infektionsserologie nach dem zweiten Abort war o.B. Ebenso die Untersuchungen auf Thrombophilie (Protein C, Protein S, APC-Resistenz, Faktor V Genotyp, Prothrombin (G20210 A). Alles o.B. Auch die Chromosomendiagnostik zeigte einen normalen weiblichen Karyotyp. Mein Frauenarzt hält eine Hormonstörung für sehr unwahrscheinlich, da ich einen stabilen Zyklus habe und immer sehr schnell schwanger geworden bin. Sehen sie das auch so? Können Frühaborte auch durch eine "schlechte" Spermienqualität ausgelöst werden? Welche weitere Diagnostik würden Sie empfehlen? Vielen Dank für Ihren Rat! Freundliche Grüße Karin
Hallo Karin, ich nehme an, dass von ihnen eine Chromosomenanalyse gemacht wurde und nicht vom Abortmaterial. Chromosomenstörungen sind eine der Hauptursachen für solche Aborte. Dagegen kann man leider gar nichts machen. Wir wissen, dass bei allen Frauen, besonders aber bei älteren Frauen, ein sehr hoher Anteil an chromosomal veränderter Eizellen auftritt. Wird so eine Eizelle befruchtet, dann teilt und entwickelt sie sich um letztendlich dann doch vom Körper abgestoßen zu werden. Sie können nur hoffen, dass bei einer erneuten Schwangerschaft solch eine Aberration nicht auftritt.
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