lieblingsblume
Hallo, mein Sohn (4 J.) hat heute von der Kinderärztin ein Antibiotika verschrieben bekommen, da der rote Ausschlag am Po mit einem Schnelltest positiv auf Streptokokken getestet wurde. Erst Ende Juni hatte er ein Penicillin wegen einer Mandelentzündung erhalten. Und Anfang des Jahres zwei verschiedene Antibiotikas auch wegen Mandelentzündung sowie auch anschließend Streptokokken am After. Innerhalb 8 Monaten hat musste er nun schon 4 Antibiotikas nehmen (davon 1 Penicillin, aber das zählt ja dazuoder). Frage 1) Sind so viele Antibiotikas innerhalb 8 Monaten schädlich bzw. gibt es ein Maximum, was ein Kind einnehmen sollte ? Gibt es Alternativen ? Frage 2) mein Sohn hat außerdem eine entzündete Verkrustung an der Nase - dafür bekam er heute Bepanthen für die Nase aufgeschrieben. Hat das evtl. auch mit den Streptokokken zu tun ?? Ärztin erwähnte da keinen Zusammenhang. Frage 3) mein Sohn jammert (erst nach dem Arztbesuch) heute auch über seinen Penis, dass er schmerzen würde. Hat das evtl. auch mit den Streptokokken zu tun? Da sollte dann ja auch das AB anschlagen, oder? Leider haben wir das heute nicht gezeigt, da er dort noch nichts wegen dem Penis sagte, leider erst danach. Bitte um eine Erläuterung zu meinem Fragen und inwieweit das alles in Zusammenhang stehen kann. Und außerdem hoffe ich, dass Sie mich beruhigen können, dass die häufige AB-Gabe nicht falsch ist. Mein Mann und Bekannte meinen, dass Sie früher auch ohne Antibiotika groß geworden sind und häufig keine Resistenzen mehr gebildet werden können, weil es zu oft und zu häufig verschrieben würde. Danke für eine Rückinfo. MfG
Liebe L., bei jeder Verordnung, seien es nun Antibiotika oder andere Medikamente wird der Arzt immer abwägen, ob der Nutzen der Behandlung die möglichen Risiken überwiegt. Bei Antibiotika ist das immer der Fall, wenn es sich um eine ernsthafte bakterielle Infektion handelt, die bei Nichtbehandlung z.B. zur Ausbreitung im Körper oder zum Übergang auf andere Organe führen könnte. Diese Frage muss man bei jeder einzelnen Infektion aufs neue stellen und es ist unerheblich wie oft der Patient vorher schon behandelt wurde. Aus Sicht der gesamten Bevölkerung sollten natürlich Antibiotika so selten und so gezielt wie möglich verordnet werden. Denn je häufiger in einer Bevölkerung - nicht beim einzelnen Patienten - Antibiotika angewandt werden, desto eher haben Bakterien die Chance, Resistenzen dagegen zu entwickeln. Auch an der Nase kann eine Infektion mit Streptokokken vorhanden sein und die würde natürlich dann auch auf die antibiotische Behandlung besser werden und man verhindert damit ein Aufsteigen der Bakterien über die Blutgefäße ins nahe Gehirn. Was Ihr Sohn an seinem Penis hat, kann ich leider aus der Ferne nicht beurteilen. Alles Gute!
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