Frage im Expertenforum Kinderarzt an Miriam Althoff:

Zu viel Antibiotika?

Frage: Zu viel Antibiotika?

Antonia97

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Liebe Frau Althoff,  Ich habe leider eine chronische sinusitis und deswegen bei jedem Infekt eine bakterielle Entzündung. Ich musste in dem letzten zwei Monaten bereits zwei mal Amoxicilin nehmen und hatte letzte Woche eine mykoplasmen Infektion, weshalb ich drei Tage Azithromycin bekommen hab. Nun hat sich zu allem Übel eine Influenza auf alles drauf gesetzt und ich merke wie mein Auge wieder zuckt und der Schleim wieder gelb - grünlich wird (bis jetzt immer ein Hinweis, dass wieder Bakterien im spiel sind).  Ich stille meinen Sohn (15 Monate) aktuell noch nachts nach Bedarf und mach mir langsam Sorgen, ob das einfach nicht mehr gesund ist, so viel Antibiotika zu nehmen. Ich hab eine Nasen OP allerdings erst in ein paar Monaten. Außerdem muss ich auch Nasenspray, cortison Spray, sinupret usw nehmen und hab einfach Angst, dass es zu viele Medikamente sind.  Vielen Dank für Ihre Einschätzung. 


Miriam Althoff

Miriam Althoff

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Hallo Antonia, Amoxicillin ist ein recht gut verträgliches Antibiotikum, das auch in der Kinderheilkunde regelmäßig eingesetzt wird. Azithromycin war ja nur der Mykoplasmen-Infektion geschuldet und bleibt ja sicherlich die Ausnahme. Anbei die Info von Embryotox:  Die meisten unter Amoxicillin/Azithromycin gestillten Kinder haben keine Symptome. Die mögliche therapeutische Anwendung von Penicillinen beim Säugling spricht ebenfalls für eine gute Stillverträglichkeit. Gelegentlich hat eine Antibiotika-Therapie der Mutter beim gestillten Säugling Auswirkungen auf die kindliche Darmflora und kann zum Beispiel zu vorübergehendem Durchfall oder Soor führen. Amoxicillin gehört zu den Antibiotika der Wahl in der Stillzeit. Azithromycin kann in der Stillzeit indikationsgerecht eingesetzt werden. Nasensprays etc. wirken ja fast nur lokal und sollten kaum in die Muttermilch übergehen. Zudem stillen Sie ja nur noch nachts. Manchmal lassen sich Medikamente nicht vermeiden und dann wählt man eben nach Möglichkeit die am besten stillverträglichen aus. Ich sehe keinen Grund zur Sorge.  Gute Besserung und viele Grüße!


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