Mitglied inaktiv
Lieber Experte Herr Dr. Busse, ich habe eine Frage und benötige Ihre Hilfe. Unser Sohn krabbelt, seit dem er 7 Monate alt ist. Inzwischen ist er 7,5 Monate alt. Gestern ist er beim Krabbeln von der obersten Treppenstufe auf die dritte Stufe von oben gefallen oder gerutscht, da mein Mann vergessen hat, das Treppengitter zu schließen. Es hat niemand den Sturz gesehen, mein Mann fand ihn gleich danach auf dem Bauch liegend auf der dritten Stufe. Wir wissen nicht, ob er auf dem Kopf aufgekommen ist oder wie er gefallen bzw. gerutscht ist. Er hat geweint, nicht extrem fest oder schrill, und hat sich schnell von mir beruhigen lassen. Bei unserem Kinderarzt wurde er noch nachmittags untersucht. Der KiA meinte, daß diese Höhe für schwere Schädelverletzungen (innerlich/Hirnblutung) zum Glück nicht "ausreicht", wir hatten einen Schutzengel und außer einem großen Schrecken sei nichts passiert (Kontrolle Ohren, Mund, Augen). Ich bin mir unsicher, ob bei der Untersuchung der Schädel abgetastet wurde und habe auch vergessen, zu fragen, ob eine Schädelfraktur ausgeschlossen werden kann. Können Sie mir dies beantworten? Wäre ein Schädelbruch bei der "Routine-Kontrolle" nach einem Sturz bemerkt worden? Ich achte natürlich, wie allgemein empfohlen, auf die Warnsignale nach einem Sturz (Erbrechen, wenn er apathisch wird usw.). Ich bedanke ich schon jetzt für Ihre Hilfe. Emmi
Liebe E., warum können Sie ihrem Kinderarzt denn nicht vertrauen, dass er das richtig macht mit einer Untersuchung nach einer Schädelprellung? Eine Schädelfraktur kann man letztendlich nur mit Hilfe einer Röntgenuntersuchung ausschließen, die man aber aufgrund der Strahlenbelastung nur macht, wenn ein klarer Verdacht besteht. Entscheidend wäre eine Blutung im Schädelinneren, die man aber genauso wenig einfach sehen kann. Deshalb gilt als Regel nach einem solchen Unfall, ein Kind 48 Stunden zu beobachten und bei jeder Aufälligkeit umgehend dem Kinderarzt oder in der Klinik vorzustellen. Alles Gute!
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