Lieber Dr. Busse, gestern war mein Mann mit unseren beiden Kindern zu Hause. Als ich gerade zu einem Termin losgefahren war, hat er mich angerufen, dass unsere 14-Monate alte Tochter gestürzt ist und ich heimkommen soll. Es hat ein wenig gedauert, bis wir herausfinden konnten, was genau passiert war: Mein Mann war kurz in der Küche und die kleine ist in das Zimmer der Großen (4,5 Jahre) gelaufen. Diese hat eine große Federkernmatratze auf einem Lattenrost im Zimmer, darauf hat sie nach eigener Aussage wild gehüpft. Die kleine ist auch drauf gewesen und wollte mit hüpfen. Weil es zu wild wurde, ist sie gefallen, laut der Schwester noch auf der Matratze erst auf den Po und dann von dort auf den Boden mit Schwung auf den Kopf. Es hat wohl sehr laut gerumpst, sodass mein Mann sofort hin ist. Sie hat geweint und als sie auf seinem Arm war, ein paar Sekunden lang gekrampft. Wir sind in die Notaufnahme gefahren und man hat uns nach der Untersuchung wieder entlassen. Ein Affektkrampf war es höchst wahrscheinlich. Wir sollen sie beobachten. Sie ist seit dem Krampf absolut normal, isst, trinkt, schläft, scheidet aus, spielt. Kein Erbrechen, nichts. Der Arzt hat uns gesagt, mit jeder Stunde wird es unwahrscheinlicher, dass noch etwas passiert. Wenn in den nächsten 2 Tagen nun alles so bleibt wie jetzt, können wir dann davon ausgehen, dass alles in Ordnung ist? Oder kann auch noch viel später im Kopf etwas bluten oder platzen oder was auch immer so passieren kann nach einem Sturz? Ich habe bereits ein Baby beerdigt, mich holen die Ängste um meine lebenden Kinder leider oft viel zu schnell ein in solchen Situationen. Danke für Ihre Antwort! Freundliche Grüße CB
Liebe C., ich kann Ihre Ängste wegen der Vergangenheit gut verstehen. Aber der Kollege in der Kinderklinik hat Sie absolut kompetent beraten, und Sie dürfen seiner Aussage vertrauen, dass nicht mehr erforderlich ist als sicherheitshalber eine 48 stündige Beobachtung. Und wenn sich in dieser Zeit keine Auffälligkeit zeigt, dann dürfen Sie mit größter Sicherheit davon ausgehen, dass nichts passiert ist. Alles Gute!
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