Nauty85
Guten Tag, wir haben vor 13 Tagen unseren Sohn geboren und sind sehr glücklich darüber. Die ersten 4 Tage nach der Entbindung konnte meine Frau normal stillen und dem Säugling somit auch das Kolostrum übergeben bevor dann der Milcheinschuss begann. Leider hat meine Frau 6 Tage nach der Geburt eine Mastitis/Brustdrüsenentzündung entwickelt mit hohem Fieber und Schüttelfrost. So passierte es dann, dass wir von Dienstag letzter Woche bis vergangenen Samstag in der Klinik waren und meine Frau seitdem Antibiotika für 10 Tage nehmen muss (zunächst intravenös, nun per Tablette bis einschließlich morgen). Bei dem Antibiotika handelt es sich um Cefazolin 2g. Da die Ärzte im Krankenhaus uns stark angeraten haben trotz der Antibiose weiterhin zu stillen und nicht während der Therapie voll auf Pre Milch zu gehen, haben wir jetzt Angst dass das Kolostrum, was unser Sohn in den ersten Tagen nach seiner Geburt von meiner Frau erhalten hat, wieder unwiederbringlich zerstört wurde, da das Antibiotikum ja auch in geringer Dosierung über das Stillen in den Darm des Kindes übergeht. Wir machen uns hier sehr große Sorgen um das Kind. Können Sie uns netterweise hier aufklären ob die starken Sorgen um das Kolostrum des Kindes gerechtfertigt sind oder ob trotz der Antibiotikagabe wir uns hier keine Sorgen machen müssen? Vielen Dank vorab. Grüße Nils
Lieber N., entscheidend war die korrekte Behandlung der schweren Entzündung bei Ihrer Frau. Und das gewählte Antibiotikum hatte ein relativ schmales Spektrum, sodass es auch in der geringen Menge, die in die Muttermilch überging, keinen wesentlichen Einfluss auf die Darmflora Ihres Neugeborenen gehabt haben sollte. Der Rat der Kollegen vor Ort, weiter zu stillen, war also genau richtig. Und es gibt keinen Grund für nachträgliche Sorgen. Freuen Sie sich doch bitte gemeinsam mit Ihrer Frau über Ihr sicher gesundes Baby und auch in Zukunft keine solchen Sorgen. Alles Gute!
Nauty85
Sehr geehrter Herr Dr. Busse, lieben Dank für Ihre Einschätzung! Beste Grüße Nils
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