Gustavina
Sehr geehrter Herr Hellmeyer, Ich hatte nun bereits zwei primäre Sectios aus gesundheitlichen Gründen (Herzrhythmusstörung) und beide waren „auffällig“. Beim ersten Kaiserschnitt wurde mir (nach zwei Rippenbrüchen in der Schwangerschaft) „versprochen“, dass niemand meine Rippen berühren würde - letztendlich lagen drei Personen auf meinem Brustkorb, um das Kind herauszudrücken. Beim zweiten Kind wunderte man sich bereits zu Beginn über meine breite Narbe, schnitt aber zunächst „normal“ - später wurde dieser Schnitt wohl in die Muskeln erweitert, da es erneut Probleme gab, das Kind herauszuholen. Schlussendlich kam eine Saugglocke zum Einsatz. Ich frage mich nun: Wie häufig ist es, dass Kinder trotz Sectio nur so schwer herauszuholen sind und wäre es unter diesen Umständen wahrscheinlich gewesen, dass sie auch vaginal nur schwer bis gar nicht zu gebären gewesen wären oder besteht hier kein Zusammenhang? Die Köpfe lagen weder besonders tief, noch waren die Kinder besonders groß (55cm + 3700g, 50cm + 3500g. Kopfumfänge bei 35 und 37cm, meine ich. Ich selbst bin 1,9m groß). Und falls noch eine kurze Zweitfragegestattet ist: In der Aufklärung wurde mir zuvor gesagt, man würde heute als Wartezeit nach einer Sectio mindestens 4 Jahre bis zur zweiten empfehlen: Sehen sie das auch so? Mich hat die Zahl doch sehr überrascht - man wird ja nicht jünger. :) Vielen Dank im Voraus und viele Grüße
Hallo Gustavina, die Wartezeit nach Kaiserschnitt ist wissenschaftlich nicht belegt, es heißt generell 1 Jahr ohne Beweis. Viele werden vorher schwanger und dann ist das häufig auch ok. das 3. Kind sollte besser gehen. Die Frage, warum die Entwicklung schwierig war, wird Ihnen nur der Operateur beantworten können. Aber das herausdrücken bei Sectio ist vollkommen anders zu werten als die Saughglocke. Nächstes Mal müsste es besser gehen. LG
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