Mitglied inaktiv
Ich habe eine generalisierte Angststörung und konnte die Schwangerschaft über relativ gut damit leben. Doch seit Beginn meines Mutterschutzes artet alles total aus. Meine Hauptangstthemen waren und sind Toxoplasmose und Cytomegalie. Ich kann mittlerweile kaum noch etwas essen, aus Angst, mir noch eine Infektion zuzuziehen. Ich esse fast nur noch Dinge, die ich auch verschlossenen Behältern essen kann. Außerdem habe ich zusätzlich noch einen Waschzwang entwickelt, der immer extremer wird. Ich habe eigentlich mittlerweile Angst vor allem und stehe nur noch unter Spannung. Mein Mann ist auch völlig überfordert. Aufgrund eines Missverhältnisses sollte es auch dieses Mal wie beim ersten Kind wieder ein Kaiserschnitt werden (der Kopfumfang des Kindes lag letzte Woche schon bei ca. 36cm und das Gewicht bei ca. 3600g). Meine Ärztin war da sehr deutlich. Als ich ihr vor wenigen Tagen meine Situation geschildert habe, sagte sie, dass es so nicht mehr weiterginge und das Kind so früh wie möglich geholt werden solle. Sie hat sich mit der Oberärztin der entbindenen Klinik in Verbindung gesetzt und sie waren sich darin einig, dass nicht bis 39+0 gewartet wird. Anvisiert ist jetzt eigentlich 38+0. Der errechnete Geburtstermin variiert allerdings um 4 Tage. Beim Screening in der 12. SSW hat der Arzt den Geburtstermin 4 Tage früher festgelegt als der, der laut erstem Tag der letzten Periode ausgerechnet wurde und auch im Mutterpass steht. Von diesem spätesten Termin geht laut Unterlagen meine Gynäkologin aber aus. Der Kaiserschnitttermin, der mir jetzt von der Klinik gesagt wurde, wäre 38+0, wenn er sich nach dem frühesten Termin richtet, aber erst 37+3, wenn er sich nach dem spätesten Termin richtet. Wie gesagt: 38+0 war eigentlich der Richtwert. Meine Gynäkologin sagte mir am Telefon, dass es darauf jetzt nicht mehr ankäme, sondern dass es wichtig wäre, dass es mir wieder besser ginge und dass das dem Kind auch nicht schade. Außerdem sei das Kind ja sehr groß und somit auch reif. Die Oberärztin in der Klinik hatte wohl auch zu meiner Gynäkologin gesagt, wenn es gar nicht mehr ginge, könne ich auch früher kommen, also scheint auch sie zu denken, dass ein paar Tage weniger dem Kind nicht schaden. Ich mache mir jetzt allerdings große Gedanken, weil ich Angst habe, dass das Kind zu früh geholt wird. Ich bin natürlich einerseits froh, wenn ich nicht mehr so lange aushalten muss, kann es aber auch schwer akzeptieren, dass das Kind schon so früh geholt wird, weil ich es nicht schaffe, noch eine Woche länger auszuhalten. Mein Mann, meine Mutter und Schwester und meine Therapeutin meinen aber alle, dass es so wirklich nicht mehr weitergeht. Wäre auch 37+3 für das Kind ok, falls wirklich das späteste Datum gültig ist? Oder kann das dem Kind schaden? Die Größe allein sagt ja nichts über die Reife des Kindes, oder? Meine Hebamme sagt, im Prinzip wäre das Schlimmste, dass das Kind Anpassungsschwierigkeiten hat oder schlechter trinkt, aber bleibende Schäden gäbe es dann wohl keine mehr. Ich habe so ein furchtbar schlechtes Gewissen und natürlich auch Angst, weil der Kaiserschnitt nur aufgrund meiner schlechten psychischen Verfassung so früh gemacht werden soll und eigentlich jeder Tag im Bauch der Mutter dem Kind gut tut. Ich möchte dem Kind natürlich auf keinen Fall schaden. Was denken Sie?
Hallo zurück, in jedem Einzelfall muss man die Situation abwägen, daher kann man nie pauschal einen Geburtstermin festlegen. Natürlich wäre ein geplanter Kaiserschnitt bei 39+0 am besten, aber nur, wenn keine anderen Probleme vorliegen. Das ist bei Ihnen aber nicht der Fall und vollkommen anders. 37+3 ist in Ihrem Fall absolut ok, denn die Gesundheit der Mutter ist fürs Kind wichtiger, als noch 1 Woche hinten anzuhängen. Also, keine Angst und unbedingt den vorgeschlagenen Termin nehmen. Alles erdenklich Gute
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