Frage im Expertenforum Impfen an Prof. Dr. med. Ulrich Heininger:

1x Impfstoff gegen Hirnhautentzündung

Prof. Dr. med. Ulrich Heininger

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Leitender Arzt Infektiologie / Vakzinologie
Stellvertretender Chefarzt

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Frage: 1x Impfstoff gegen Hirnhautentzündung

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Ich möchte meine Tochter 5 Jahre gegen Zecken impfen lassen. Mein Artz sagte jetzt die 1. nach ca. 6Wochen die 2. und nächstes Jahr die 3. Impfung und dann glaube ich alle 3 Jahre eine Impfung. Meine Freundin hat Ihren Sohn gegen Hirnhautentzündung mit einem Langzeit-impfstoff wo ein ganzes Leben hält impfen lassen - mußte die Kosten allerdings selbst bezahlen. Welche Art von Impfung würden Sie mir empfehlen, und warum hat mir mein Arzt diese 1x Impfung nicht vorgeschlagen ist doch besser da man nur 1 x gespritzt wird und nicht alle 3 Jahre wiederholen muß. Vielen Dank für Ihre Antwort. Gruß Elke


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Guten Abend, ich glaube, hier liegt ein Missverständnis vor. Die Sog. "Zeckenimpfung" schützt nicht vor Zecken, sondern vor der Krankheit namens FSME (Frühsommermeningoenzephalitis). Sie ist eine durch Zeckenstich übertragene Infektionskrankheit, der Auslöser ein Virus. Die Ihnen genannten Impfdosen und -abstände sind absolut richtig! Die Form der (eitrigen!) Hirnhautentzündung, bei der (ab dem 1. Geburtstag) 1 Impfung Langzeitschutz verleiht, richtet sich gegen die sog. Meningokokken der Gruppe C. Ich persönlich halte sowohl die Impfung gegen FSME (wenn man sich in einem Risikogebiet aufhält) als auch die gegen Meningokokken für sinnvoll, auch wenn sie bislang nicht allgemein in Deutschland empfohlen ist. Ich halte die Meningokokkenimpfung deshalb für sinnvoll, weil sie eine sehr gefährliche (d.h. invasive) Infektionskrankheit (eitrige Hirnhautentzündung, Sepsis=Blutvergifting u.a.) verhindern kann. Die Impfung (sog. "Konjugatimpfstoff") schützt vor Infektionen durch Gruppe C Meningokokken . Diese sind in Deutschland für etwa 30% der invasiven Meningokokkeninfektionen verantwortlich. Aber: das relativ höchste Erkrankungsrisiko besteht im Säuglings- und Kleinkindesalter (gefolgt von den Jugendlichen) mit etwa 5 (Säuglinge) bzw. 2 (Kleinkinder) Gruppe C-Infektionen pro 100 000 Personen pro Jahr - also nicht gerade sehr häufig, aber wen es trifft, weiss man vorher eben nicht. Alles Gute!


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