Mami100
Hallo Frau Dr. Radke, Meine Tochter, 5 Jahre alt, hat seit ihrem 3. Lebensmonat Ekzeme. Leider hatte ich damals Amoxicillin genommen und sie weiterhin gestillt. Ich denke, dass könnte der Auslöser gewesen sein, der alles ins Rollen gebracht hat. Die Exkzeme waren damals schwer in Griff zu bekommen, heute mit 5 Jahren zum Glück nur selten. Jetzt kommen aber mehr Allergien. Eine Birkenpollen-Allergie hatte sie von März bis Mai ca., Anfangs stärker dann weniger. Starkes kuscheln mit Hunden führt derzeit auch zu juckenden Augen und laufender Nase. Banane und Wassermelone kratzen im Hals. Ich selber hatte als Kind Milbenallergie und Belastungsasthma. Gibt es Behandlungsmöglichkeiten für ihre Allergien, oder kann es sich von alleine mit der Zeit "verwachsen"? Die Allergien sind nicht sehr stark ausgeprägt, daher weiß ich nicht, ob derzeit Handlungsbedarf besteht. Bisher haben Nasen- und Augentropfen und das Vermeiden der Auslöser, wenn es ging, ausgereicht. Herzliche Grüße Annette
Liebe Forumnutzerin! Zunächst möchte ich Sie darin bestärken, sich selbst keine Schuldgefühle wegen des atopischen Ekzems bei Ihrer Tochter zu machen. Wir suchen zwar immer nach Erklärungen, die liegen hier in den Genen (bekannte Milbenallergie bei Ihnen), die wir unseren Kindern mitgeben und der Beginn mit dem 3. Lebensmonat ist recht typisch für den Verlauf ( mit und ohne Amoxicillin). Bleiben wir bei den Genen, die neben dem atopischen Ekzems auch die Anlage zur allergischen Rhinitis, zum allergischen Asthma und manchmal auch eine Form der Migräne verschlüsseln können. Was, wann und in welcher Ausprägung diese Anlagen in Erscheinung treten, können wir leider nicht vorhersagen. Vieles hängt von unserer sogenannten "biologischen Uhr" und auch von hormonellen Faktoren ab. Die Birkenpollen sind ein recht dominantes Allergen und es wäre bestimmt ratsam, wenn Sie Ihre Tochter bei einem Kinderallergologen vorstellen und eine gezielte Therapie angedacht wird, um einen eventuellen "Etagenwechsel" von den oberen Atemwegen (Nase) auf die Bronchien zu vermeiden. Dabei ist die Hyposensibilisierung als Therapieoption eine sichere Strategie, die als orale Variante auch bei den Kinder gut zu praktizieren ist. Sprechen Sie gezielt Ihren betreuenden Kinderarzt an.