Mitglied inaktiv
Hallo Ich habe eine Frage zu Verhütungscomputern. Wie gut sind die und vor allem wie sinnvoll? Kann man auch genauso sicher, besser, oder ehr schlechter Verhüten mit der Temperaturmethode und Beobachtung des Schleims auch ohne einen Verhütungscomputer? Ich überlege nach 6 Jahren im Sommer die Pille abzusetzen. Wir wollen dann aber noch ca. 2-3 Jahre verhüten bevor wir Kinder wollen. Aus irgend einem Grund kann ich mir nicht mehr vorstellen, diese Zeit die Pille noch weiter zu nehmen. Ach ja und die letzte Frage: Kann ich wirklich nicht mehr schwanger werden, wenn die Temperatur gestiegen ist? Danke Johanna
Liebe Johanna, die Temperaturmethode ist bestimmten Umständen eine recht sichere Methode. Eine Befruchtung 4 Tage nach dem Temperaturanstieg ist unwahrscheinlich aber nicht auszuschließen. Die Sicherheit der Temperaturmethode ist davon abhängig, wie konsequent die Methode durchgeführt wird. Die wichtigsten Punkte: Die Temperatur muss vor dem Aufstehen gemessen werden. Zuvor sollte die Nachtruhe von 6 Stunden und mehr dauern. Die Temperatur muss im Enddarm gemessen werden. Ab dem 6. Zyklustag (vom ersten Tag der Blutung gezählt) muss verhütet werden. Jeder Tag länger ohne Verhütung verschlechtert die Sicherheit der Methode stark. Wenn die Temperatur 4 Tage erhöht ist, kann auf Verhütung verzichtet werden. Wenn in der kritischer Zeit ein Kondom zerreißt oder abrutscht, bzw. keine Verhütung erfolgt, sollte die „Pille danach“ genommen werden. Die „Pille danach“ sollten Sie sich möglichst sofort kaufen und nicht auf den Notfall warten. (Rezept stellt Ihnen Ihre Frauenarztpraxis aus) Lassen Sie sich die Methode vor der Anwendung anhand Ihrer Temperaturkurve noch einmal erklären. Denn individuelle Abweichungen sind häufig. Bei strenger Einhaltung der Regeln können Sie so einen Pearl-Index von 0,6 bis 1 erreichen. Von 1000 Frauen, die diese Verhütungsmethode ein Jahr lang anwenden, werden also bei optimalen Verhältnissen also 6 Frauen schwanger. Gruß Dr. Mallmann
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