Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Mallmann, für meine Frage muss ich leider etwas ausholen. Ich war in meiner Jugend durch eine Essstörung stark untergewichtig, habe dann nach Klinikaufenthalt und durch eigenes Wollen auf 50kg zugenommen und das Jahre lang gehalten. Die Jahre davor hatte ich eine sehr regelmäßige Periode, die ausblieb ab ca. 50-52 kg. Erst nach einem Rückfall im Alter von 20 Jahren und dem Kennenlernen meines Mannes habe ich den Absprung geschafft. Ich habe bis vor der ersten Schwangerschaft auf Anraten meiner Frauenärztin die Pille genommen, da sich die Periode nicht alleine wieder eingestellt hat, um Osteoporose vorzubeugen. Tatsächlich habe ich es nach dem Absetzen mit Glück schnell geschafft schwanger zu werden, in dem wir einen der wenigen Eisprünge erwischt haben. Jetzt nach der zweiten Schwangerschaft (bei der wir wieder so großes Glück hatten) beginnt es wieder unregelmäßig zu werden mit der Periode. Die Abstände werden wie auch nach der ersten Schwangerschaft immer länger, sind aktuell bei 2,5 Monaten. Die Pille scheine ich aber nicht mehr zu vertragen und habe sie abgesetzt (Verhütung per Kondom). Nun meine Frage: ist mein Osteoporoserisiko dadurch erhöht? Mein Gewicht ist gut (54kg/1,68, vor der letzten Schwangerschaft 56kg) Es besteht kein Kinderwunsch mehr, welche Möglichkeit hätte ich noch zu verhüten? Ich habe trotz allem noch große Angst vor Gewichtszunahmen und stehe daher einer hormonellen Verhütung immer skeptisch gegenüber. Falls das noch von Bedeutung ist, bei einem Schilddrüsencheck wurden bei mir kürzlich Antikörper und damit Verdacht auf Hashimoto festgestellt. Hat das Einfluss auf den Zyklus? Entschuldigen Sie den langen Text, ich hoffe, es war nicht zu durcheinander. Herzlichen Dank bereits im Voraus für Ihre Antwort?
Die Schilddrüse hat auch Einfluss auf die Sexual-Hormone. Eine Unterfunktion der Schilddrüse sollte bei Zyklusstörungen auf jeden Fall behandelt werden. Bezüglich der Osteoporose sollte eine Knochendichtemessung und ggf. eine Hormonanalyse erfolgen. Danach sollte in Abstimmung mit einem Endokrinologen ein Behandlungskonzept erstellt werden. Gruß Dr. Mallmann
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