Frage im Expertenforum Frauenarzt / Frauenärztin an Dr. med. Helmut Mallmann:

richtige Pille

Frage: richtige Pille

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Hallo Herr Mallmann, ich bin ein wenig über den huetigen Frauenarzt Besuch schockiert.(war eigentlich bisher mit der Betreuung von ihr sehr zufrieden) Nach der Geburt meiner Tochter im August 04 habe ich nach dem Abstillen mit der Valette begonnen. Diese Pille habe ich vor der SS gut vertragen. Nach ca. 3 Monaten der Valette Einnahme bekam ich immer stärkere KOpfschmerzen, leichte Depressionen und keine Lust mehr auf Sex. Da diese Probleme erst mit der Pilleneinnahme begannen, bin ich davon ausgegangen, dass es an der Pille liegen muß und nicht an der Geburt. Nachdem ich meine Ärztin aufgesucht habe und ihr die Problematik geschildert habe, bekam ich die Petibelle verschrieben. Aus den Kopschmerzen wurde Migräne, zum Sex muß ich mich überwinden und meine Familie leidet unter meiner schlechten Laune. Für den heutigen Termin habe ich mich in diesem Forum ein wenig informiert und festgestellt, dass dieser Problematik bei der Petibelle nicht ungewöhnlich ist und Sie zu einer Pille mit Levonorgestel (wie z.B. Leios) raten. Nachdem ich 1,5 Stunden heute gewartet habe bis ich dran kam, sagte meine Ärztin zu meinen Problemen folgendes: - Kopfschmerzen kann man sich oft einbilden - Keine Lust auf Sex wird wohl mehr was mit dem Kind zu tun haben als mit der Pille, schließlich ist man nicht mehr so entspannt und mehr gestreßt (also meine Tochter bereitet mir eigentlich nur Freude und nicht Streß) - und das mit der schlechten Laune...ach das ist doch meistens nur rein psychologisch, weil man die Pille nicht mehr nehmen möchte und man würde es sich immer einreden, und den Stress mit dem Kind sollte man auch nicht außer Acht lassen. Diese Antworten haben mich zimlich sprachlos gemacht. Dann Schlug sie mir das Implanon eine Minipille oder Kupferspirale vor (ich möchte in ca. 1,5 Jahren wieder SS werden.) Ich wollte es nochmal mit der Pille versuchen und habe diesen Levonogestrell angesprochen, und da meinte sie, dass würde kaum ein Unterschied machen und hat mir die Cerazette verschrieben, die ich auch direkt geholt habe. Nachdem ich aber die Zusammensetzung und die Packungsbeilage gelesen habe, will ich diese Pille nicht nehmen, da diese die gleichen Nebenwirkungen als "häufig" in dem Beickpackzettel angibt, und bei vielen Frauen auch nicht vertragen wird. Jetzt weiß ich auch nicht mehr, was ich machen soll. Die Kupfersirale wollte ich nicht haben, wg. der starken Blutungen, außerdem kenne ich 2 Frauen, die ein Baby trotz der Spirale bekommen haben. Würden Sie mir raten erstmal mit der Cerazette anzufangen und nochmal probieren, ob es besser wird oder würden Sie mir eher dazu raten einen neuen Arzt aufzusuchen und vielleicht doch schauen ob eine Pille mit Levonogestrel besser ist. Alternative wäre ja vielleicht doch noch die Temperatur Methode, wobei die mir sehr umständlich erscheint... Vielen Dank Gruß Denise


Dr. med. Helmut Mallmann

Dr. med. Helmut Mallmann

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Sorry, ich kann Ihnen heute nur in Kurzform antworten. Es ist tatsächlich so, dass Ihre Probleme durch die Pille, die Sie eingenommen haben verursacht wurden. Das ist zumindest wahrscheinlicher als psychische Ursachen, die aber auch nicht auszuschließen sind. Reine Gestagene wie das Implantat und die östrogenfreie Pille verursachen Stimmungsschwankungen und Libidoverlust häufiger als die Mikropille. Somit empfehlen Hormonexperten in Ihrer Situation eher eine niedrig dosierte Mikropille mit 20 µg Ethinylestradiol und z.B. 100 µg Levonorgestrel (oder Norethisteron). Da Hormontherapie aber nicht immer logischen Regeln folgt, können Sie ruhig die östrogenfreie Pille versuchen. Die können Sie ja bei Unverträglichkeit recht kurzfristig absetzen. Die Kupferspirale ist völlig neutral, also auch OK. Wenn Sie wirklich mit der Temperaturmethode verhüten wollen, sollten Sie sich noch einmal an mich wenden. Hier ist eine hohe Sicherheit nur durch den Rat eines erfahrenen Beraters wirklich zu erreichen. Gruß Dr. Mallmann


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