Frage im Expertenforum Frauenarzt / Frauenärztin an Dr. med. Helmut Mallmann:

Kupferspirale bzw. alternative Verhütungsmethoden

Frage: Kupferspirale bzw. alternative Verhütungsmethoden

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Sehr geehrter Dr. Mallmann, ich suche die für mich möglichst optimale Verhütungsmethode, bin aber bisher nicht so recht erfolgreich. Wir haben drei Kinder, die Familienplanung ist abgeschlossen, mein Mann würde sich eigentlich gerne sterilisieren lassen, aber ich bin nicht dafür, da ich gerade erst 30 Jahre alt bin und mir diese Endgültigkeit im Moment noch zuviel ist. Verhütung mittels Hormone möchte ich nicht, zwischen Kind 2 und Kind 3 habe ich eine Kupferspirale gehabt, die – eigentlich – für mich ideal wäre, da ich nicht groß irgendetwas dabei beachten muss, nicht pünktlich an irgendetwas denken, was ich eh nicht schaffen würde (so gut kenne ich mich), allerdings habe ich mit der Kupferspirale Probleme gehabt, mein Zyklus wurde immer unregelmäßiger, ich hatte immer öfter Schmierblutungen, zum Schluss hatte ich dann eine Woche Menstruation, eine Woche Ruhe, eine halbe Woche Schmierblutungen, eine Woche Ruhe – und dann das Ganze wieder von vorne. Ich habe mir dann eine Woche vor Fälligkeit der Menstruation die Spirale ziehen lassen – und 10 Tage später einen positiven Schwangerschaftstest in Händen, ohne zwischendrin noch Verkehr gehabt zu haben o.ä. Jetzt nach dem dritten Kind (mittlerweile 8 Monate, seit rd. 1 Monat abgestillt) suche ich also wieder eine für mich geeignete Verhütungsmethode, im Moment verhüten wir mit Kondomen, was aber langfristig auch keine Alternative ist (Kind Nr. 2 verdanken wir schon einem abgerutschten Kondom). Fällt Ihnen auf Anhieb eine Empfehlung ein? Oder könnte es sein, dass ich eine Kupferspirale jetzt ohne die Probleme vertragen würde, die ich nach Kind 2 hatte – oder ist das eher unwahrscheinlich? Vielen Dank!


Dr. med. Helmut Mallmann

Dr. med. Helmut Mallmann

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Jetzt ist ja wieder eine völlig neue Situation gegeben. Sie können es schon noch einmal mit der Spirale versuchen. Ansonsten wird es eng, da Sie ja Hormone ablehnen. Allenfalls aber doch etwas unsicherer bleibt noch die strenge Temperaturmethode. Die Sicherheit der Temperaturmethode ist davon abhängig, wie konsequent die Methode durchgeführt wird. Die wichtigsten Punkte: Die Temperatur muss vor dem Aufstehen gemessen werden. Zuvor sollte die Nachtruhe von 6 Stunden und mehr dauern. Die Temperatur muss im Enddarm gemessen werden. Ab dem 6. Zyklustag (vom ersten Tag der Blutung gezählt) muss verhütet werden. Jeder Tag länger ohne Verhütung verschlechtert die Sicherheit der Methode stark. Wenn die Temperatur 4 Tage erhöht ist, kann auf Verhütung verzichtet werden. Wenn in der kritischer Zeit ein Kondom zerreißt oder abrutscht, bzw. keine Verhütung erfolgt, sollte die „Pille danach“ genommen werden. Die „Pille danach“ sollten Sie sich möglichst sofort kaufen und nicht auf den Notfall warten. (Rezept stellt Ihnen Ihre Frauenarztpraxis aus) Lassen Sie sich die Methode vor der Anwendung anhand Ihrer Temperaturkurve noch einmal erklären. Denn individuelle Abweichungen sind häufig. Bei strenger Einhaltung der Regeln können Sie so einen Pearl-Index von 0,6 bis 1 erreichen. Von 1000 Frauen, die diese Verhütungsmethode ein Jahr lang anwenden, werden also bei optimalen Verhältnissen also 6 Frauen schwanger. Gruß Dr. Mallmann


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