LKru
Sehr geehrter Herr Dr. Mallmann, ich leide seit der Geburt meines zweiten Kindes vor 4 Jahren unter einem Progesteronmangel mit starker PMS und verkürzten Zyklen. Nachdem ich (40 J.) verschiedene „sanfte Möglichkeiten“ wie Uterogest und Mönchspfeffer ausprobiert hatte, die nicht die erwünschte Wirkung erzielte, habe ich ca. 6 Monate lang die Drovelis ausprobiert, die ich nicht vertrug und nehme nun seit ca. 11 Monaten die Slinda. Mit dem Wechsel sind mir leider massiv die Haare ausgefallen und ich habe verstärkt mit unreiner Haut zu kämpfen. Zwar stagniert der Haarausfall mittlerweile, leider wachsen jedoch keine Haare nach, sodass die Haare - insbesondere am Schläfenbereich - sehr stark ausgedünnt sind. Ich überlege nun die Slinda abzusetzen, weil ich sehr unter meiner schlechten Haut und den wenigen Haaren leide, habe aber große Angst, dass der Haarausfall wieder beginnt könnten. Wie schätzen Sie dieses Risiko ein? Meine FA hatte mir außerdem vorgeschlagen die Kelzy auszuprobieren, allerdings habe ich aufgrund meines Alters und dem Thromboserisiko Bedenken und ich müsste auch eigentlich nicht verhüten, da mein Mann eine Vasektomie hatte. Was würden Sie mir empfehlen? Ich bedanken mich herzlich im Voraus für Ihre Rückmeldung.
Ich würde auf jeden Fall zunächst einen Hautarzt kontaktieren, um andere Ursachen für die Problem mit Haut und Haar auszuschließen. Es ist richtig, dass mit dem 40 LJ das Thromboserisiko einer Kombinationspille recht hoch ist. Es bliebe ggf. noch Dienogest ohne Östrogen einzunehmen, auch wenn diese Tabletten dafür keine Indikation hat. Ein Versuch wäre es wert. Gruß Dr. Mallmann
LKru
Sehr geehrter Herr Dr. Mallmann, vielen, lieben Dank für Ihre schnelle Rückmeldung. Den Ausschluss anderer Ursachen habe ich bereits hinter mir. Ich war beim Hautarzt, Hausarzt und bei der Nuklearmedizin. Selbst mein Vitamin D-Haushalt ist ausgeglichen. Ich wiege 48 Kilo bei 1,69 m Köpergrösse, rauche nicht und mache regelmäßig Sport und ernähre mich Vollwertig und nicht vegan. Ich habe das Gefühl am Ende meiner diagnostischen Möglichkeiten zu sein. Liegt es im Bereich des Möglichen, dass der Haarausfall mit dem Absetzen der Slinda wieder schlimmer wird, oder hat das Drospirenon keinen Effekt auf Haut und Haare, weil das Östrogen fehlt? Vielen, herzlichen Dank für Ihre Antwort.
Drospirenon hat schon einen ganz guten Effekt auf Haut und Haar. Er ist nicht so hoch, wie in Kombinationen mit Ethinylestradiol, aber er ist gegeben. Gruß Dr. Mallmann
LKru
Vielen Dank für Ihre Antwort. Das hilft mir sehr bei meiner Entscheidungsfindung. Mit freundlichem Gruß
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