Hallo, begonnen hat alles vor etwa 12 Wochen mit einer Blasenentzündung, die mit einem Antibiotikum behandelt wurde. Im Anschluss entwickelte sich eine Pilzinfektion, die ich mit Canesten Extra behandelte. Danach schienen die Beschwerden zunächst abgeklungen zu sein. An einem sehr warmen Tag bin ich dann 21 km gelaufen. Im Anschluss begann das Brennen im Vaginalbereich erneut. Da ich zunächst davon ausging, dass die Pilzinfektion zurückgekehrt sei, begann ich am Wochenende eigenständig eine Behandlung mit KadeFungin Vaginaltabletten. Während dieser Behandlung nahm das Brennen jedoch weiter zu, sodass ich meine Frauenärztin aufsuchte. Sie untersuchte mich und stellte eine deutliche Reizung fest. Ihre Empfehlung war zunächst, gar nichts mehr anzuwenden und der Schleimhaut Zeit zur Beruhigung zu geben. Für den Fall eines erneuten Pilzverdachts gab sie mir allerdings zwei Rezepte mit. In den darauffolgenden Tagen wurde es langsam besser. Das Brennen war schließlich nur noch unterschwellig vorhanden, sodass ich wieder mit Sport begann – einmal 7 km Laufen und einmal HIIT. Danach verschlechterten sich die Beschwerden erneut deutlich. Meine Frauenärztin vermutete daraufhin einen möglicherweise resistenten Pilz und empfahl mir eines der zuvor verschriebenen Pilzmittel mit einem anderen Wirkstoff, ebenfalls in Form von Vaginalkapseln. Unter dieser Behandlung wurde das Brennen allerdings noch stärker. Daraufhin erhielt ich zusätzlich ein orales Antipilzmittel. Nach Abschluss dieser Behandlungen besserte sich der Zustand erneut etwas, sodass ich mich an einem Montag wieder an einen 10-km-Lauf herantraute. Leider wurde es danach wieder deutlich schlimmer. Eine Woche später suchte ich die Urlaubsvertretung meiner Frauenärztin auf. Dort wurde erstmals ein Abstrich gemacht. Zusätzlich erhielt ich ein Kombinationspräparat mit Kortison, einem Antipilzmittel und einem Antibiotikum. Außerdem wurden mir Schwarzteebäder empfohlen. Leider trat auch darunter keine Besserung ein – im Gegenteil, die Beschwerden wurden zunehmend stärker. Schließlich setzte ich sowohl das Medikament als auch die Schwarzteebäder eigenständig ab. Am darauffolgenden Montag lag das Ergebnis des Abstrichs vor: Es konnten weder Pilze noch entsprechende bakterielle Erreger nachgewiesen werden. Mir wurden daraufhin Amifen sowie erneut Schwarzteebäder empfohlen. Amifen verschlechterte das Brennen ebenfalls deutlich, weshalb ich es wieder absetzte. Danach trat tatsächlich eine gewisse Linderung ein. Am folgenden Freitag musste ich berufsbedingt den ganzen Tag eine Unterhose tragen, die leider stark gescheuert hat. Danach waren die Beschwerden wieder kaum auszuhalten. Aus Sorge, die Reizung nicht anders in den Griff zu bekommen, begann ich am Samstag erneut mit Schwarzteebädern, da ich zu diesem Zeitpunkt davon ausging, dass diese zumindest nicht schaden würden. Darunter besserte sich der Zustand zunächst erstaunlich deutlich. Bis zum vergangenen Dienstag war das Brennen am Abend nahezu vollständig verschwunden – zum ersten Mal seit Wochen hatte ich das Gefühl, dass es endlich abheilt. Bereits am Mittwoch verschlechterte sich der Zustand jedoch wieder langsam. Bei meiner eigenen Ursachenforschung bin ich darauf gestoßen, dass Schwarztee bei längerer Anwendung möglicherweise auch stark austrocknend wirken kann. Deshalb habe ich die Bäder am vergangenen Donnerstag vollständig beendet. Den sehr warmen Freitag mit etwa 33 °C habe ich hauptsächlich durch regelmäßiges Kühlen überstanden. Seitdem hatte ich den Eindruck, dass es in sehr kleinen Schritten wieder besser wird. Bis heute Morgen war die Entwicklung vorsichtig positiv. Heute hatte ich jedoch einen längeren Termin bei der Bank, bei dem ich viel sitzen musste. Danach ist das Brennen erneut deutlich aufgeflammt, sodass ich momentan wieder viel kühlen muss. Was mir inzwischen besonders auffällt: Wärme, längeres Sitzen, Reibung und Sport scheinen die Beschwerden stark zu verstärken. Kühlen hingegen bringt meist eine deutliche Linderung. Gleichzeitig scheint nahezu jede lokale Behandlung die Schleimhaut zusätzlich zu reizen. Nun habe ich es ausprobiert 1 Woche gar nicht zu machen - und es blieb gleichschlimm bis ich am Donnerstag gearbeitet habe (Fotograf keine schwere Tätigkeit) und da wurde es wieder etwas schlimmer. Nun habe ich seid gestern wieder mit Arifem angefangen um auszuprobieren ob diese Creme evtl. doch hilft uns es der Schwarztee gewesen war der getriggert hat. Ich möchte nun erneut meine Frauenärztin kontaktieren und mit ihr besprechen, ob eventuell ein Östrogenmangel beziehungsweise eine hormonell bedingte Schleimhautproblematik eine Rolle spielen könnte. Ergänzend vielleicht noch wichtig: Ich nehme seit längerer Zeit die Slinda durchgängig.  Haben Sie ein solches Beschwerdebild schon einmal in Ihrer Praxis erlebt?