Regen100
Hallo, mein Kind, 5 Jahre alt, besuchte neulich eine Kreativwoche, wo Eltern beobachtend dabei sein durften. Die Kinder wurden in 3 Gruppen zu jeweils 7 Kindern unterteilt. Bei jeder Gruppe war eine Betreuerin und es gab ein Wechselmodell der Gruppen. Es wurden immer wieder Anweisungen an die Gruppe gestellt. Wie etwa, alle kommen mit ins Gartenatellier oder jeder holt sich einen Pinsel. Jetzt dürft ihr zu Iris gehen, geht jetzt in die Wiese. Mir ist aufgefallen, dass mein Kind diese Anweisungen nicht ausführte. Es beobachtete, schaute umher und war fast überfordert was es tun sollte. Manchmal blieb es alleine stehen und ich musste ihn zum jeweiligen Ort schicken. Mein Kind hört laut Hörtest super gut. Nun weiß ich nicht, ob es aus Schüchternheit nicht mitging, oder weil er die Anweisung nicht verstanden hat. Im Kindergarten ist es laut Erzieherinnen oft verloren. Meine Frage an Sie: Wie soll ich mein Kind zuhause trainieren, dass es in solchen Situationen besser und aktiver reagiert? Danke
Hallo, befragen Sie das Erzieherteam, ob ihr Kind in der Kita mit all den Umgebungsgeräuschen und Ablenkungsfaktoren Anweisungen an die Gruppe versteht oder das "verloren wirken" dadurch entstehen könnte, dass er das Gesagte nicht wahrgenommen hat/abgelenkt von anderen Kindern war/ Gesagtes inhaltlich nicht verstanden hat. Dort müsste der "zu schüchtern, um mit zu gehen" Aspekt ja entfallen, wenn er nicht grad neu in der Kita ist. Wenn Ihnen zu Hause ähnliches nicht auffällt und er da inhaltlich alle Anweisungen gut erfasst und umsetzt (es also auch nicht am sprachlichen Verständnis liegt), liegt es womöglich an der Umgebungslautstärke oder Ablenkung durch seine Umgebung, die in Kita und Kreativwoche ja vergleichbar war und sich vom ruhigen zu Hause unterscheidet. Beobachten Sie, ob auf vollen Spielplätzen mitten in Kindern, bei einem Stadtbesuch, auf Feiern/Festen/Kindergeburtstagen etc. ähnliche Situationen zu beobachten sind. Der Standard-Hörtest an sich wird ja in einem stillen Umfeld getestet ohne Umgebungsgeräusche, das Herausfiltern aus mehreren Geräuschen wird erst beim Pädaudiologen im Schulalter getestet (ich meine mind. Ende 1.Klasse, um Anweisungen verstehen und befolgen zu können), sollte das gleiche Probl.dann also immer noch bestehen, wäre dort eine Abklärung sinnvoll. Sollte es an der Ablenkung durch die ganzen Reize drumrum liegen, dass Anweisungen nicht verarbeitet/verstanden werden, wäre es sinnvoll die Konzentration und Ablenkbarkeit bei einer auf Kinder spezialisierten Ergotherapiepraxis abklären zu lassen und ggf.im Gruppensetting zu beüben (Konz.trainings in Gruppenform), wenn sich am beschriebenen Verhalten nichts verändert und auch die Kita ähnliche Situationen im Gruppenalltag berichten sollte. Da wäre allerdings nichts zu Hause "trainierbar". Alles Gute, Kristin Windisch
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