Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, meine Tochter (20 Monate) entwickelt seit ein paar Wochen einen sehr starken Willen... :-). Fast immer liegen ihre Wünsche meinen genau entgegengesetzt. Sei es beim Spazierengehen (ständiges Umdrehen, irgendwo hinlaufen, weglaufen) oder bei sonst einer Tätigkeit: in 90 % aller Fälle sagt sie:"Nein, Moni selbst." oder wehrt sich gegen mich. Ich lasse sie meistens allein ihre Versuche starten und greife nur ein, wenn ein zwingender Grund vorliegt. Das geht mir nun etwas auf die Nerven; wie weit sollte der Freiraum sein, den man einem Kind diesen Alters gewährt??? Wann enge ich zu sehr ein oder wann bin ich zu nachsichtig? Wie gesagt: Sie beschäftigt sich auch gern allein und fällt eigentlich mehr unter die Kategorie "einfaches Kind" (so es das denn gibt). Viele Grüsse Ferris
Hallo, leider oder soll ich sagen gottseidank gibt es hierfür keine Richtlinien. Wie weit ein Kind gehen kann mit seinen Verneinungen und Widerständen und ab wann man als Eltern einmal einschränkend eingreift, das liegt ganz in der Hand jedes Einzelnen. Wahrscheinlich macht man als Eltern auch Fehler dabei, greift also das eine Mal zu früh ein, weil man genervt ist und das andere mal zu spät, weil man die Auseinandersetzungg im Moment scheut. Geschieht das nicht zu oft, kann ein Kind gut damit umgehen, denn es spürt ja mit der Zeit, wie die Stimmungslage bei seinen Eltern ist. In dieser Hinsicht sollte man dann auch offen sein, damit das Kind die persönlichen Empfindungen seiner Eltern einschätzen lernt. Wichtig ist nur, daß man in diesem Zusammenhang keine Schuldzuweisungen ausspricht. Also das Ganze ist ein sehr dynamisches Gefüge, das erst mit der Zeit in ruhigere Bahnen gelangt. Insgesamt sollte man aber möglichst beständig und durchschaubar sein, damit das Kind eine innere Richtschnur entwickeln kann. Viele Grüße
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