Mitglied inaktiv
Guten Morgen Dr. Posth, mein Großer (2,5 J.) erhebt seinem kleinen Bruder gegenüber (6 Mon.)totalen Besitzanspruch, was seine Spielsachen anbelangt. Das bedeutet, er lässt den Kleinen mit keiner einzigen seiner Spielsachen spielen. Ansonsten kommt er gut mit seinem kleinen Bruder aus und mag ihn offensichtlich auch. Nur bei "seinen" Spielsachen gibt es dieses Theater. Muss, soll und kann man diese Entwicklung von Anfang an irgendwie umpolen (um später nicht sogenannte Erbsenzähler vor sich zu haben, die wegen jeder Nudel mehr auf dem anderen Teller einen Riesenaufstand machen??) ODer ist dieses Verhalten vollkommen normal? Gerne lese ich Ihre Antwort hierzu und sende freundliche Grüße Jacky
Liebe Jacky, bis zu einem gewissen Grade ist ein solches Verhalten älterer Geschwister, wenn ein Nachfolger zur Welt gekommen ist, normal. Im Alter von 2 bis etwa 4 Jahren gewinnen Kinder auch über Gegenstände, die sie zu ihrem "Besitz" zählen, also Spielsachen, Kleidungsstücke, etc. positive Attributionen. D.h. sie werten sich damit auf. Aufwertung ist aber in der Phase der Konstitution des Selbst von entscheidender Bedeutung. Daher sind alle Kinder dieses Alters so versessen auf Geschenke oder Komplimente. Negative Attributionen zum Ausgleich ergeben sich natürlicherweise. Man muß sie als Eltern erzieherisch nicht speziell einsetzen. Erbsenzähler werden die Menschen dadurch ganz und gar nicht, eher großzügige Wesen. Viele Grüße
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