Frage im Expertenforum Entwicklung des Babys in der Schwangerschaft an Dr. med. Helmut Mallmann:

Cytomegalie

Frage: Cytomegalie

MamaMia

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Lieber Herr Dr Mallmann! Auf Ihr Anraten habe ich in der 30. Ssw einen test auf CMV machen lassen (da ich zuvor nichts von der Krankheit wusste und ein 5 jähriges kind zu Hause habe - sie geht seit 3 jahren in den Kiga). Sie hatten mir dann aufgrund des  Ergebnisses (CMV IGG Antikörper 85,5 IGM Antikörper 0,49) zur Rückfrage beim labor geraten ob weitere Untersuchungen empfohlen werden. Sie empfahlen die Auswertung der Avidität. Ergebnis: 0,479 Igg Avidität (über 0,25 geringes Risiko einer infektion vor mehr als 3 Monaten und einer Übertragung in utero). Damit ist die Ungewissheit für mich noch größer geworden, da ja gerade eine Ansteckung in den ersten 3 Monaten gefährlich wäre und hierüber der test - wenn ich das richtig verstehe - keine Auskunft gibt. Der Hausarzt konnte mit dem Ergebnis leider gar nichts anfangen, der Frauenarzt auch nicht wirklich. Er hat abgewiegelt und gemeint, dass er in den letzten 20 Jahren nur 3 Kinder mit CMV erlebt hat und ich mich nicht verrückt machen soll. Eine erhöhte Fruchtwassermenge oder Anzeichen für eine früh Geburt sehe er nicht und das wäre ein Anzeichen für eine CMV infektion.  Würden Sie mir zu weiteren Untersuchungen (Feinultraschall oder so) raten und wenn ja welche? Oder Wäre das übertrieben bzw eine Behandlung sowieso verspätet? Ich will mich jetzt auch nicht unnötig verrückt machen. Bisher waren alle Ultraschall Untersuchungen (hatte schon ca 10, davon 1x Organscreening in Der 23. Ssw - Österreich)  unauffällig.  Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung des ungeborenen in der kritischen Phase anhand meiner Schilderung ein? Danke vorab für Ihren immer raschen und kompetenten Rat?  Deine Schwangerschaftswoche: 32


Dr. med. Helmut Mallmann

Dr. med. Helmut Mallmann

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Das ist das Problem der späten Analyse. Man kann annehmen, dass die CMV-Infektion länger zurückliegt, und es ist tatsächlich so, dass CMV-Infektionen in der Schwangerschaft doch relativ selten sind und die meisten infizierten Mütter gesunde Kinder zur Welt bringen. Ihr Frauenarzt könnte im Ultraschall auf die Herz- und Ventrikelgröße sowie Wasseransammlungen beim Kind achten. Wenn Sie verunsichert sind, bitten Sie Ihren Frauenarzt um eine Überweisung in eine Praxis oder Klinik für Pränatalmedizin. Da ist durchaus angemessen. Sonst kommen Sie nie zur Ruhe.   Alles Gute !!   Gruß Dr. Mallmann


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