Frage im Expertenforum Entwicklung des Babys in der Schwangerschaft an Dr. med. Helmut Mallmann:

Corona Infektion Auswirkungen

Frage: Corona Infektion Auswirkungen

decembermom

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Sehr geehrter Herr Dr. Mallmann,  leider endete unsere Schwangerschaft unerwartet in der 35+2 SSW auf Grund eines intermittierenden Nullfluss in der A. Umbilicalis, dieser Nullfluss wurde im regionalen Klinikum erstmals gesehen, einen Tag zuvor in der nächsten Uni Klinik nicht. Es erfolgte eine Kontrolle zwei Tage später. Da sich der Nullfluss auch dort  internittierend zeigte, wurde zur Beendigung der schwangerschaft geraten. Wir stimmten aus Sorge um unsere Tochter ein. Unserem Kind geht es zum Glück gut, sie liegt noch auf der kinderintensiv, darf aber demnächst nach Hause. In der Schwangerschaft zeigte ab der 16. SSW ein SGA Befund (symmetrisch, 5. Perzentile). Ab der 32. SSW dann ein  FGR mit Abfall auf die 1. Perzentile.  Ich habe zuvor 5 Kinder gesund am Termin geboren. Ich rauche nicht, bin schlank, habe keine Vorerkrankungen und wir haben einen hohen sozioökonomischen Status. Eine praeklampsie bestand auch nicht. Der sFit Quotient  war unauffällig. Die Plazenta wog bei Geburt 400 g und sah makroskopisch unauffällig aus. Sie wurde mit Nabelschnur in die Pathologie gegeben zur feingeweblichen Untersuchung. Wir haben noch keinen Befund. In der 12. SSW hatte ich nachweislich eine Corona Infektion, ich bin zweimal geimpft zuletzt jedoch 2021. kann diese Infektion eine FGR auslösen? welche Gründe gibt es sonst noch für eine Wachstumsrestriktion?  Die gesamte Schwangerschaft war durch den SGA Befund und später die IUGR Diagnose belastet. Die Geburt ist ebenfalls fehlgeschlagen und endete im Not Kaiserschnitt, nachdem sich das Kind im Rahmen der versuchten Einleitung in eine Querlage gedreht hatte und die Nabelschnur schon im Zervixkanal lag.  Nun liegt das Kind auf der intensiv.  Ein entspanntes kennenlernen  und ruhiges Wochenbett kann so auch nicht stattfinden. Ich versuche, unser Kind 3-4 mal pro Tag zu stillen, das klappt auch sehr gut. Nur nachts fahre ich heim zu meinen größeren Kindern und meinem Ehemann.  Wir können uns das alles nicht erklären. Nachdem in den vorherigen Schwangerschaften immer alles gut verlaufen ist, haben wir nicht mit solch einer schwierigen Schwangerschaft gerechnet. Ich mache mir ständig vorwürfe, etwas falsch gemacht zu haben. Das einzige, was mir einfällt, wäre die COVID Infektion. Wir verstehen auch nicht, warum in der Uni Klinik einen Tag zuvor die Doppler noch im (Hoch) normalen Bereich lagen und man uns sagte, dass eine Einleitung erst bei 37+0 SSW stattfinden würde. Aber einen Tag später im Rahmen der Sprechstunde zur Geburtsplanung ein intermittierender Nullfluss aufgefallen. Uns wurde immer gesagt, eine Kontrolle der Doppler einmal wöchentlich wäre ausreichend. Nach unserem jetzigen Erlebnis zweifeln wir stark an dieser Aussage.  Über einen Rat bzw. Ihre fachliche Einschätzung würde ich mich sehr freuen.  Deine Schwangerschaftswoche: 36


Dr. med. Helmut Mallmann

Dr. med. Helmut Mallmann

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Doppleruntersuchungen haben tatsächlich eine längere Aussage über den Zustand des Kindes bzw. der Schwangerschaft als andere Untersuchungen, aber das schließt nicht aus, das schnelle Verschlechterungen eintreten. Aber es ist halt selten und nach so kurzer Zeit auch eher sehr selten. Aber in Abwägung mit einer zu frühen Einleitung der Geburt muss man sich auf die Ergebnisse verlassen. Wir wissen, dass COVID besonders die Plazenta angreifen kann, aber auch das ist ein seltenes Ereignis. Aber es ist durchaus möglich. Meist wird man aber nicht die Ursache für einen solchen Verlauf herausfinden. Nur einer Sache können Sie sich sicher sein, Sie können nichts falsch gemacht haben, wenn Sie nicht extreme Medikamente oder Stoffe zu sich genommen haben. Stecken Sie alle Energie in die Entwicklung ihres Kindes. Alles Gute für die kleine Tochter und Euch allen !! Gruß Dr. Mallmann


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