Tabitha2309
Sehr geehrte Frau Dr. Dotzauer, meine Tochter ist 16 Wochen alt. Sie schläft tagsüber gut ein und bis zu 3 Stunden am Stück (morgens im Beistellbett, mittags und nachmittags im Kinderwagen, den wir nach kurzem Fahren auf der Terrasse stehen haben). Das Einschlafen am Tag klappt also gut und meine Tochter findet augenscheinlich gut in die Schlafphasen. Unsere Herausforderung sind das Zubettbringen und die Nacht. Wir bringen unsere Tochter ca. 19 Uhr ins Bett und haben davor immer die gleiche Routine und etwa 1,5 Stunden Wachzeit nach dem letzten Schlaf. Ich stille die Kleine vor dem Windeln und sie schläft dann abwechselnd bei mir oder meinen Partner im Arm (leicht wippend) ein. Das Ablegen funktioniert meist sofort problemlos. Doch nach 30 Minuten wacht sie wieder auf. Ich habe schon versucht, sie im noch halbwachen Zustand abzulegen (das funktioniert vormittags gut) und sie ist auch nach etwas Hin und Her so eingeschlafen. Trotzdem war sie nach 30 Minuten wach. Ich habe sie auch schon 30 Minuten im Arm gehalten und somit die Situation des Einschlafens die ganze Zeit über beibehalten. Sie ist trotzdem nach 30 Minuten aufgewacht. Sobald sie wach ist, braucht sie meist lang, bis sie wieder einschläft und dann hält die Unruhe den ganzen Abend und die Nacht über an: alle 1 bis 2 Stunden wach - hier hilft meist nur die Brust zum Beruhigen. Was können wir verbessern? Haben sich ev. Schlafassoziationen gebildet? Dann wären sie ja aber beim Einschlafen und nachts unterschiedlich und tagsüber weg - kann das sein? Danke und VG Tabitha
Guten Abend, Sie haben schon viel erreicht. Das Erwachen nach 30 min ist nichts unnormales. Babys müssen das "Schlafphasen verbinden" erst lernen. Optimaler Weise erleben sie dass sie bei Mama oder Papa ganz ruhig und schlafbereit werden. Dann registrieren sie, dass sie ins Bett kommen und dann kommt der Schlaf ganz schnell. Wenn sie nach 30 min wach werden, sind Sie bereits am Bett und drehen sie von einer Seitenlage in die andere Seitenlage (bitte wenden) und versuchen die Schlafatmosphäre aufrecht zu erhalten. Sie liefern Co-Regiulation. Vielleicht geht es dann beim Mittagsschläfchen im Kinderwagen leichter oder in der Trage, da gibt es die Weiterschlafhilfe (Bewegung) freihaus... Dennoch ist es wertvoll das Weiterschlafen zB am ersten Tagschlaf zu üben, denn das brauchen Sie auch abends. Da sind wir noch nicht bei kohärenten Bedingungen. Denn sie schläft auf dem wippendem Arm des Elternteils ein und wacht im ruhigen Bett ohne Etltenteil auf. Jeder will so aufwachen, wie er eingeschlafen ist. Es ist völlig normal dass sie sich da rückversichert und Sie das Weiterschlafen ermöglichen müssen. Ich würde die letzte Wachzeit länger haben wollen. Statt 1,5 lieber 2,5 Wachstunden. Vielleicht hilft ihnen dazu meine "Tragezeit", (sinnlos das Kind ohne Anforderungssituation einfach tragen, um Zeit zu gewinnen) siehe mein Instagram-Account @dr.danieladotzauer unter dem Video: Tragezeit Dann sollte sie aber auch im Dunkeln wirklich am Schlafen bleiben. Auch wenn sie wach ist, nicht mehr aus dem Zimmer gehen oder Licht anmachen, es soll ja Nacht sein. Ich würde sehr genau auf Kalorien tagsüber achten, und den Hauptteil der Kalorien auf den Tag verlegen und nachts möglichst einen 3-Std- Rhythmus anstreben. Wenn Sie aus Weiterschlaferfordernissen viel in der Nacht trinkt, wird sie tagsüber weniger trinken. Möglichst gegensteuern. Das it die Arbeit die in diesem Alter ansteht. Die kommenden Monate sind nachts immer anstrengend Ich wünsche ihnen alles Gute dabei. Herzliche Grüße Daniela Dotzauer
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