Mitglied inaktiv
Hallo, ich bin alleinerziehende Mutter von 3 Kindern. Jason 8, Lea 6 und Leonie 3 Wochen. Wie Sie sich sicher vorstellen können steht im Moment alles Kopf, ob das der Haushalt ist oder das alles drum herum. Nun meine Frage, die kleine Leonie ist echt ne süße Maus aber in letzter Zeit ist sie immer am quengeln. Wobei sie keine einzige Träne verliert. Egal ob sie im Arm ist oder nicht. Sie ist auch total zappelig auf dem Arm, wenn sie am quengeln ist. So als könnte man meinen Sie will Dinge tun wo sie überhaupt nicht kann. Sie mag zB. auch nicht liegen wenn sie wach ist. Ist das normal? Ich lasse sie auch ab und zu quengeln das dann zum schreien überläuft. Ich weiss nicht was ich tun soll, ich kann sie doch nicht den ganzen Tag herum tragen, ich habe doch auch noch andere pflichten. Ist das wirklich schon gezicke? Will sie auf keinen Fall verwöhnen. Darf ich sie überhaupt schreien lassen wenn es mir zu viel wird?
Liebe Cindy, zum einen: Sie befinden sich im Wochenbett!!! Sie haben soeben Ihr Baby bekommen; auch wenn es sich vielleicht nicht mehr so anfühlt, aber-Sie sind frischgebackene Mutter! Herzlichen Glückwunsch! Das Wochenbett ist unter anderem eine Karenzzeit des Alltags für die Mama und eine Ankommensphase für das Neugeborene. Heisst: eigentlich sollten Sie beiden Zeiten haben, wo Sie sich genießen, anschauen und verliebt sein dürfen. Sie haben Erfahrungen als Mutter mit schon zwei Kindern; sie kennen sich quasi aus. Ihr Baby jedoch kommt ahnungslos in Ihre Familie und muss erst einmal ankommen. Es ist ganz typisch, dass die kleinsten in der dritten, vierten Woche geerdet sind und dann langsam aufwachen. Ihr kleine Leonie macht sich bemerkbar, wie toll!, und ruft nach Ihnen und Ihre Zuwendung in Form von Mußezeiten. Sie verwöhnen Ihren Schatz absolut nicht!!!, wenn Sie ihm das geben, was er braucht. Im Gegenteil, Sie bewirken, dass Sie das Urvertrauen des Babys so stärken, dass Ihre Tochter lernt; auf Mama ist Verlass. Je mehr Ihre Tochter Ihren Rückhalt merkt, desto besser. Was also tun? - haben Sie eine Hebamme, als Ansprechpartnerin für daheim für offene Fragen? ( über Gyn, Klinik, Gesundheitsamt etc. können Sie Adressen erhalten). - spannen Sie Ihren persönlichen Freundeskreis, Familie etc. ein. Die großen können durchaus auch mal von anderen belustigt werden, während Sie sich ausruhen oder sich der kleinen widmen - besorgen Sie sich eine Tragehilfe!!! Egal ob ein Ergo Carier, ein Tuch ( ggf. mit Hebamme besprechen und Binden üben); Ihr Baby ist dann immerzu bei Ihnen und erhält ganz automatisch Ihre Nähe und Sie können Ihren Pflichten nachkommen - wie schauts aus mit dem Vater? Falls Kontake das sind, könnte auch er sich seiner kleinen widmen und sich Ihr zuwenden. Ansprache, Streicheln etc. ist so wichtig! Er kann genausogut auch den Großeinkauf erledigen, die älteren Kinder betreuen etc. - in vielen Städten gibt es sog. Leihgroßeltern, oft über Bildungsstätten, die in die Familie kommen und sich um die Kinder kümmern. Ist sehr kostengünstig oder sogar unentgeltlich. - versuchen Sie eine Haushaltshilfe zu organisieren. Sprechen Sie mit Ihrem Gyn und beantragen Sie diese über die Krankenkasse. - vielleicht hilft ein mobiler Menübringdienst Zeitressourcen zu schaffen, so entfällt das langwierige Kochen. Fazit: Ihr Kind quengelt zu Recht und möchte Sie- seine MAMA!!! Weiter: versuchen Sie sich Entlastung zu schaffen, wo es nur geht. Ich denke, dass eine Hebamme Ihr Baby einfach auch noch mal anschauen sollte, ob es keine körperlichen Beeinträchtigungen hat. Manchmal liegen, noch so minimale, geburtsbedinge Stauchungen o.ä. vor, die dem Kind Beschwerden machen, aber schnell zu lindern sind. Ich wünsche Ihnen alles, alles Gute! Bis bald, viele Grüße von Katrin