Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

Was mache ich falsch?

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Frage: Was mache ich falsch?

Mitglied inaktiv

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Hallo Unser Sohn ist jetzt fast 7 Monate als und da er Nachts mindestens 6 mal wach ist und entweder an die Brust will (am häufigsten) oder den Schnuller und ein paar "Eiei" braucht haben wir vom KiA den Rat bekommen ihn wach hinzulegen damit er nachts nicht aufwacht und uns vermisst... bisher ist er immer an der Brust eingeschlafen. Kurzzeitig auch mit Händchenhalten aber der KiA meinte das sei das gleiche in Grün...wir wären weg wenn er wieder in der leichten Schlafphase ist und dann würde ers merken und aufwachen und nach uns verlangen... Für uns klang das logisch. Seit 2 Wochen legen wir ihn wach hin, machen die Spieluhr an, geben ihm ein Küsschen und sagen das wir jetzt gehen und er schlafen muss damit er für morgen wieder ausgeruht ist. Brüllt er (was er fast immer tut) kommen wir nach 2 Min wieder rein, solange bis er schläft. Wir hatten es schon so weit das wir manchmal garnicht mehr rein mussten. Seit 2 Tagen allerdings brüllt er sowas von heftig und das mit einer Ausdauer die der Wahnsinn ist. Nach Ewigkeiten schläft er dann zwar ein aber lt Arzt sollte es mit jedem mal besser statt schlimmer werden. wir sollten "am Ball" bleiben und auf keinen Fall aufgeben denn dann würde der Kleine merken wie er uns dazubekommt und es würde nur schlimmer... Heute Nachm. war er SO MÜDE und wir haben es wieder genau so gemacht. Naja... nach 30 Min hab ich abgebrochen weil ichs nicht mehr ausgehalten hab. Er hat so erbärmlich gebrüllt... Dann nach 15 Min wurde er selbst auf dem Arm so nölig und hat sich die Augen gerieben, da hab ich ihn wieder hingelegt. Das gleiche. Nach 30 Min hab ich wieder abgebrochen. Er hat auf dem Arm weiter gebrüllt bis ich die Schn**** voll hatte und ihn in den Schlaf gestillt habe... Was machen wir denn nur falsch das es nicht besser wird sondern schlimmer? Und Nachts ist er bisher noch genausooft wach wie sonst auch... seit 4 Tagen ist er in den ersten 3 Stunden sogar noch öfter wach und will den Schnuller wieder haben oder kurz gestreichelt werden. Der Kia meinte dazu auch nur wir sollten weiter machen...bei manchen würd es halt länger dauern. Langsam aber sicher geh ich auf dem Zahnfleisch.... Und da ich bald abstillen werde (bin schon dabei langsam die Stillmahlzeiten durch die Flasche zu ersetzen, haben schon Abends und sind seit gestern bei Vormittags...) kann ich ihn dann nicht mehr in den Schlaf stillen.... wollen tu ich das auch nicht mehr... Hast du einen Rat für mich? Liebe Grüße Novemberkind00


Katrin Simon

Katrin Simon

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Liebe Novemberkind, erst eimal "Danke" an alle Mütter, die sich beteiligt und ihre Erfahrungen berichtet haben! Denn- sie sprechen mir aus dem Herzen! Auch ich habe Eltern genau all das geraten, was die Ferber Methode empfiehlt. Bis genau an Tag X als ich selbst Mutter wurde und ein Horrorszenario eines schreienden Wutbolzen beim Einschlafen erleben durfte. Und auch ich wollte Hilfe. Merkte genau meine Reserven halte nicht mehr lange, ich heulte, das Kind noch viel stärker.... Was also tun? Habe alle Ratgeber gelesen- kognitiv total nachvollziehbar- emotional und tatsächlich totale Utopie, was ich da las! An dieser Schnittstelle habe ich für mich und die Beratung hier beschlossen: gebt den Kindern, was sie brauchen! Einen Kampf ums Schlafen auszufechten ist ungeheurlich! Gerade dann merken die Kinder, dass das Einschlafritual nicht aus der Stimmung heraus geschieht, sondern künstlich ist. Vergleichbar mit der Bitte, dass der Mann ja mal wieder einen Blumenstrauss für Dich mitbringt, es am nächsten Tag tut, aber sie in Plastik gehüllt mit Preisschild übergibt. Der Sinn des ganzen wurde quasi nicht verstanden!! Ausserdem ist zu überlegen, was dagegen spricht ein Baby in den Schlaf zu stillen/ zu füttern? Wie schön ist es eigentlich bei Mama satt und zufrieden einzuschlafen? Mein Sohn z.B. hat Einschlafen und Durchschlafen nach und nach gelernt. Oftmals bei uns im Bett eingeschlafen, dann in sein Bett herübergetragen und DURCHgeschlafen. Das kuschelnde Einschlafen gibt ihm immer noch soviel Geborgenheit und Ruhe, dass er es mit fünf Jahren wahnsennig genießt, wenn wir uns zu ihm legen. Heisst: es ist eine seiner VORLIEBEN, die er in die Wiege gelegt bekam!! Ich empfehle Dir, nimm den kleinen Mann zu Dir! Gerade rund um den sechsten Lebensmonat steht die Welt der kleinen ausserdem noch Kopf und es gibt soviel für sie zu bewältigen. Hier ist das Verlangen nach Bindung noch einmal sehr stark. Und ich bin überzeugt, wenn Euer kleiner Mann zufrieden einschläft bzw. euch nachts hört, fühlt, riecht, dann wird sich das Schlafverhalten bald ändern. Die Idee mit dem Bettchen und dem schrittweise "Abnabeln" halte ich für eine gute Zukunftsidee. Bis bald und viele Grüße von Katrin


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Hallo, einen Rat geben ist glaub ich schwer. ich kann nur erzählen wies mir ging. Mein erster Sohn wollte z.B. bis zum 13 Monat nichts essen, nur die Brust. Und Flasche geben ging auch nicht, da er die auch verweigert hat. Nachts kam er im 1,5 Std. Takt. Und von einem Tag auf den anderen hat er angefangen zu essen. Und ich konnte anfangen abzustillen. Mit dem Schlafen hatte ich auch das Problem. Ich habe ihn schrittweise "entwöhnt" Er hat von anfang an bei uns im Bett geschlafen (bitte keine Vorhaltungen deswegen, für uns war es richtig so) Dann habe ich sein bettchen ohne ein Seitengitter rangestellt. Dann irgendwann ein paar Wochen später das Gitter ohne die zwei mittleren Stäbe, dann wieder einige Wochen später die Stäbe rein. Habe ihn immer gestillt, dann ins Bettchen gelegt und gewartet bis er eingeschlafen ist. und irgendwann habe ich angefangen raus zu gehen wenn er wach war. Fiel uns beiden anfangs auch nicht leicht. Ich habe nie nach der Uhr geschaut, sondern seinen Weinfaktor bewertet, mosern, schimfen und motzen waren ok aber richtig weinen, da bin ich rein. Hat alles in allem auch einige Monate gedauert. Denk daran jedes Kind und jeder Erwachsene ist anders, vielleicht hilft euch ein anderer Weg als der bisher eingeschlagene?


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hallo ui, ihr armen - den stress kenne ich. und aus erfahrung rate ich dir, dein kleinen mann einfach zu euch zu nehmen, ihn immer in eurer nähe zu haben und das 'schlaftrainingsprogramm' - wenn es denn noch nötig sein sollte - VIEL, VIEL später durchzuziehen. viel später! so mit 2 oder 3 jahren könnt ihr mal drüber nachdenken, ob ihr euer kind darauf trainiert, alleine einzuschlafen. falls es denn dann noch notwendig sein sollte. falls! dein sohn "merkt" nicht, wie er euch "rumkriegen" kann oder dergleichen. er braucht eure nähe. punkt. aus schluss. wozu tut ihr euch denn alle den stress an, dagegen zu arbeiten? wozu spieluhr? erklärungen (wir gehen jetzt, ruh dich aus...er versteht davon NULL), gebrüll? er braucht einfach die körperliche nähe. das muss nicht das stillen sein - und wenn du abstillen willst, musst, erst recht nicht. aber bei ihm liegen, auf den arm halten, das händchen halten. wieso nicht? wenn es wirklich nicht geht - arbeiten, etc. - dann natürlich nicht. aber so aus prinzip? meine erfahrungen damit sind schlecht. probiert es doch ne weile aus. lasst los, tut euch den stress mit dem gebrüll nicht mehr an, stille ihn ab - und halte ihn dabei fest. und dann seht ihr weiter. lg + gute nerven wünscht paula


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Hallo Novemberkind, dein Sohn ist 7 Monate alt und sollte noch gar nicht alleine einschlafen müssen. Ich schreibe dir, weil ich immer wieder entsetzt bin, wie leichtfertig Kinderärzte zur Ferber-Methode raten. Diese hat in Härtefällten sicher Ihre Berechtigung - aber ganz bestimmt nicht bei Babys unter einem Jahr! Schau mal unter www.ferbern.de, da findest du auch Erfahrungsberichte. Mein Sohn ist 13 Monate alt, wird manchmal in den Schlaf gestillt, manchmal auch nicht und schläft immer gleich - er wacht nachts zwischen 2 und 4mal auf! Ich denke, wir müssen unsere Kinder auch ein bisschen so nehmen, wie sie sind und Ihnen Zeit geben. Kein Mensch würde ein Kind zum laufen zwingen, warum tut man es mit Schlaf? Ich gehe auch manchmal auf dem Zahnfleisch, habe alles (bis auf schreien lassen) probiert, mit wenig Erfolg. Was uns ein bisschen geholfen hat, war der Osteopath. Gib deinem Kind die Nähe, die es braucht. Dann wird es auch wieder besser. Alles Gute


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Ich hatte ja gestern schon was geschrieben. Mein "Programm2 habe ich natürlich auch nur machen können, da mein Sohn, damals 14 Monate, mitgemacht hat. Probiert habe ich es auch nur weil ich wieder schwanger war. Hätte es nicht funktioniert, dann halt nicht. Aber stark sein musst du, ja. Stark, damit du die wünsche und bedürfnisse deines Sohnes erkennen únd erfüllen kannst.


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Was Ihr falsch macht? Euch nicht nach dem Beduerfnis des Kindes richten sondern nach dem Rat eines scheinbar unfaehigen Arztes. Sorry, dass es so hart klingt, aber diesen Arzt wuerde ich wechseln. Einem 7-monatigen ein Schlafritual beibringen? Da gruselt es mir. Wie soll es das denn bewaeltigen? Ein Baby handelt nicht mit Berechnung (so, ich schrei jetzt mal ganz doll, damit Mami und Papi kommen) sondern nach Beduerfnissen. Das ist von Natur aus so abgestimmt. Was passiert bei Dir als Mutter, wenn du dein Kind schreien hoerst? Instinktiv moechtest du es troesten, Geborgenheit geben. Und das ist das, was auch dein Baby will. Darum schreit es ja. also gib ihm, was es braucht. Mir wuerde es total gegen meinen Instinkt gehen, und mein schreiendes Baby NICHT beruhigen koennte ich gar nicht - eben weil es Instinkt ist. Ich habe leider nicht stillen koennen - aber ich stelle mir nichts schoeneres vor, als wenn das Baby friedlich an Mutters Brust einschlaeft. Und fuer das Baby gibt es sicher auch nichts friedlicheres.


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