Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

Tobsuchtsanfälle

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Frage: Tobsuchtsanfälle

Mitglied inaktiv

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Liebe Katrin, unsere Tochter (20Monate) bekommt seitdem wir aus dem Urlaub zurück sind richtige Tobsuchtsanfälle, wenn sie gewickelt wird und danach ins Bett soll. Im Urlaub waren wir jeden Tag zusammen, jetzt gehe ich wieder voll arbeiten. Kann es sein, dass sie damit noch zu kämpfen hat? Sie rastet nämlich richtig schlimm aus und alles beruhigen hilft nicht. Dadurch wird die Windelprozedur richtig lang, weil wir sie immer wieder auf den Arm nehmen und ihr wirklich liebevoll gut zureden. Wir sind inzwischen auch richtig machtlos und haben das Abendritual dadurch schon verkürzt, z.B. keine Zähne mehr geputzt!!! Erst wenn sie dann im Bettchen liegt und ich ihr eine Geschichte vorlese, beruhigt sie sich langsam und schläft dann auch gut durch, wie immer. Was hat sie nur und was können wir tun ? Sie tut uns schrecklich leid, wenn sie so leidet und uns nicht sagen kann, was sie hat! Vielen dank für deine Hilfe! Liebe Grüße Yvonne


Katrin Simon

Katrin Simon

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Liebe Yvonne, Du hast Recht! Deine kleine Maus muss sich in der Tat von der intensiven Nähe und Eurer durchgehenden Zuwendung an den Alltag umgewöhnen. Zudem vermute ich, dass Eure kleine sich nun zunehmend im "Trotzalter" befindet und ihre eigenen Vorlieben und Entscheidungen deutlich zum Ausdruck bringen will. Es ist oftmals zu beobachten, dass die Kinder nach einem Urlaub einen gewaltigen Entwicklungssprung machen. Manchmal sind es motorische Fähigkeiten oder die Sprache entwickelt sich oder aber es ist ein emtotionaler Sprung zu beobachten. U.u. hilft es Euch, wenn Ihr gemeinsam ein wenig zur Ruhe kommt, bevor das Wickeln und Co. beginnt. Kuschelt und lest gemeinsam ein Buch und/oder erzählt Euch vom Tag. So entspannt Ihr Euch und könnt dann das abendliche "Pflichtprogramm" starten. Schaut einmal, ob die kleine schon selbständiger, als gewohnt etwas übernehmen kann. Den Schlafanzug holen, die Windel ausklappen, die Zahnbürste halten o.a. Je mehr Ihr die kleine aktiv! einbindet und sie damit in ihrer kleinen, aber willensstarken Persönlichkeit ernstgenommen wird, desto besser wird sie kooperieren, da sie mitentscheiden darf. Schaut aber auch, dass Ihr der kleinen eine roten Faden gebt. Denn eine klare Linie bedeutet Halt für die Kinder und sie haben ein Ziel in Aussicht. Ansonsten sind Kinder im Trotzalter überfordert. Ich hoffe, Ihr hattet eine schöne Urlaubszeit und kommt nun bald gut an... Viele Grüße von Katrin


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