Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

Sauber und auch wieder nicht

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Frage: Sauber und auch wieder nicht

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Hallo KAtrin, meine Tochter ist fast 23 Monate alt. Sie ist schon mit knapp einem Jahr tagsüber sauber gewesen, lag sicher auch an der Krippe. Sie hat immer gesagt wenn sie pullern muss und hat auch gemacht. Seit etwa 2 Monaten sagt sie es nicht mehr und macht ein, ekelt sich dann zwat vor der nassen Hose, zieht sie dann auch gleich aus und will ne neue Hose haben. Auch weiß sie dass sie dann der Hosenmatz ist. Aber wenn ich nicht spätestens 1 Stunde später sie dazu animiere mit mir zum Klo zu gehen macht sie sich prompt ein. Was mich wundert ist das sie es ja eigentlich schon mal ganz gut gemacht hat. Das große Geschäft funktioniert ja auch prima. Auch soll es in der Krippe klappen, sie ist den ganzen Tag trocken. Dort gehen sie wohl aber auch ziemlich regelmäßig auf Toi. Liegt es daran? Aber wie gesagt im Sommer hat es schon prima geklappt. Ist das nur ne Phase? Kann aber auch nicht mit intensivem spielen und vergessen oder nichtbeachtung meinerseits zusammenhängen, da es sehr unterschiedlich ist. Ich schimpfe sie nicht wirklich, sie hat meist nen Slip von Winnie Pooh an und da sag ich der ist traurig. Sie sagt dann von selber "nis wieder einpullern". und trotzdem später passiert es. Es ist aber auch nicht ein einziges Mal am Tag das es von alleine kommt. Was meinen Sie, lieber wieder mit WIndel rumlaufen lassen oder eher einpullern lassen und am Tag 3 Hosen nass haben? Ich war so froh das es schon geklappt hat, lob sie auch jedesmal wenn sie auf den Topf macht. Übrigens geht sie auf Topf und auch aufs große Klo. Das ist kein großer Anreiz für sie. Viele Grüße thueringerin73


Katrin Simon

Katrin Simon

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Liebe thueringerin, ich vermute, dass Ihre Tochter im Krippentagesablauf an den Toilettengang schlicht und einfach nur gewöhnt wurde und die Kinder damit konditioniert werden, dass sie nun pullern müssen. Quasi der Pawlow` Effekt. Kinder haben im Alter von einem Jahr noch keine gezielte Kontrolle über die Blasen- und Darmfunktion. Es ist übertrieben von den Kindern schon ein Saubersein zu verlangen. Die Quote der "rückfälligen" Kinder ist hoch und das nächtliche bzw. gänzliche Saubersein dauert in seinem vollständigen Erlernen genauso lang, würde man die Kinder erst ab dem 2./3. Lebensjahr und nach ihrem Rhythmus!!! daran gewöhnen. Für ein Kind ist es natürlich leichter, wenn es eine durchgängige Orientierung hat. Nun können Sie zu Hause, da die Krippe ja einen großen Teil des Tagesablaufes einnimmt, die Erinnerung an die Toilette weiterführen bis zum eigentlichen Punkt, dass Ihre Tochter den Drang selbst verspürt und dann gezielt äussert. Andernfalls bieten Sie der kleinen z.B. Schlupfwindeln an, die sie schnell hoch und runter ziehen kann und wenn was daneben geht, es nicht gleich so arg umständlich wird. Ihre Tochter sollte keinesfalls das Gefühl bekommen, dass sie etwas falsch macht. Sie kann es einfach noch nicht ganz erkennen. Arbeiten Sie lieber nach dem Belohnungsprinzip und loben sie die kleine, wenn es geklappt hat bzw. muntern Sie sie auf, wenn es mal daneben gegangen ist. Schuldgefühle zu erzeugen sind völlig tabu. Winnie Puh ist vielleicht mal wieder geduscht worden und mag das nicht, aber traurig wird er nicht! Damit bekommt Ihre Tochter ein schlechtes Gewissen und ggf. auch Angst ein Malheur zu beichten. Sprechen Sie sich mit den Erzieherinnen ab, wie Sie verfahren sollen. Ihre Tochter braucht Sicherheit im Umgang mit dem Erlernen des Sauberwerdens. Je eindeutiger der Umgang mit dem Thema ist, desto besser für Sie und die kleine! Sollte sich kein "Erfolg" einstellen, dann braucht Ihre Tochter noch Zeit. Aus eigener Erfahrung und Praxis ist das Sauberwerden innerhalb weniger Wochen abgeschlossen, soblald die Kinder von selbst!!! dazu bereit sind und die Signale geben. Denn eine Windel herzugeben ist ein Teil von sich selbst zu geben. Und das muss mit echter Überzeugung passieren. Viele Grüße und viel Erfolg wünscht Katrin


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