Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

plötzliche Schreiattacken mit 11 Wochen

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Frage: plötzliche Schreiattacken mit 11 Wochen

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Hallo Katrin, unser Sohn ist jetzt 11 Wochen alt und hat seit ca. einer Woche jeden Tag eine Schreiattacke. Er läßt sich dann auch durch Schaukeln, Wiegen oder Herumtragen auf dem Arm oder im "Fliegergriff" nicht schnell beruhigen. Anfangs schrie er nur 5 Minuten am Stück, gestern abend waren es 25 Minuten durchgehend. Beim Schreien hat er dann einen hochroten Kopf, es fließen Tränen, er hat Augen und Mund geöffnet, der Körper bewegt sich kaum und ist auch nicht sehr angespannt, er strampelt nicht mit den Beinen und ballt nicht die Fäustchen, die Tonlagen varrieren. Bisher konnte ich seine Bedürfnisse bei jedem Anzeichen von Quengeln erkennen und befriedigen bevor er anfing zu Schreien. Deshalb kenne ich solches Schreien von ihm nicht! Er braucht viel Körperkontakt und wird daher von mir acht Stunden täglich im Tragetuch getragen. Ich habe schon überlegt ob das Schreien etwas mit der Nahrungsaufnahme zu tun haben könnte (evtl. Blähungen), aber damit hatte er bisher eigentlich keine Probleme, er pubst nur gelegentlich und will auch nicht nach jeder Mahlzeit ein Bäuerchen machen. Das Schreien tritt auch nicht nach einer bestimmten Zeit nach dem Stillen oder zu einer bestimmten Tageszeit auf (bisher einmal mittags, zweimal früher nachmittag, sonst abends). Das einzige was mir aufgefallen ist, dass der Kleine vor den Schreiattacken länger als 2 Stunden wach war und schon leichte Müdigkeitsanzeichen erkennen ließ. Normalerweise stecke ich ihn nach spätestens 2 h Wachzeit ins Tragetuch, da er nur darin einschlafen kann. Vor den Schreiattacken war er halt länger wach, teilweise drei bis vier Stunden, ich konnte ihn in er Zeit nicht ins Tuch stecken und somit konnte er auch nicht schlafen! Ich habe hier im Forum gelesen, dass es das nicht gibt, dass Babys schreien, wenn sie eigentlich müde sind und schlafen wollen, dies aber alleine nicht können. Ich selbst habe aber irgenwie schon das Gefühl, das das Schreien etwas damit zu tun hat und er evtl. Dinge vom Tag verarbeiten muss, auch wenn dieser von mir möglichst reizarm gestaltet wird. Macht er vielleicht gerade einen Entwicklungssprung durch (er trinkt mehr, schläft unruhiger, "kann" seit ein paar Tagen neue Bewegungen und Laute) und es handelt sich nur um eine Phase? In einem Forum hier wird gesagt, dass Babys wirklich nur schreien, wenn sie in Not sind und sich auf dem Arm schnell beruhigen lassen müssen. Andernfalls sollte es sich um Schmerzen handeln. Was kann ich tun? Vielen Dank für Ihre Hilfe im Voraus. Maxi


Katrin Simon

Katrin Simon

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Liebe Maxi, es ist gut zu wissen, dass einige Faktoren schon mal ausgeschlossen werden können, die das Schreien verusachen könnten. Müdigkeit kann die Kinder sehrwohl aus dem gewohnten Konzept bringen. Und- wenn sie das Ritual zur nötigen Schlaffindung nicht unmittelbar erhalten, setzt Schreien ein. Es gibt Kinder die brauchen wahnsennig viel Struktur und sind quasi "kopflos", wenn eine Abwandlung stattfindet. Und natürlich weinen müde Babys ( haben Sie das hier bei mir gelesen?). Und ja, Kinder in Entwicklungsphasen; also immer dann, wenn sich offensichtlich neue Dinge zeigen, die ein Baby gelernt hat oder sie übt, kommen sie abends oft schlechter in den Schlaf. Was kann also helfen? Gewohntes beibehalten! Möglichst das Schlafen schon bei den kleinsten Signalen ermöglichen und Ihr Baby weiterhin tragen! Wenn mit dem schnellen Schlafangebot sich die Befindlichkeit Ihres Kindes bessert, dann ist dies für die nächste Zeit also unumgänglich dies so schnell als möglich anzubieten. Auch das häufigere Trinken ist ein Zeichen, dass der kleine Mann entweder viel Energie für sein Wachstum braucht oder er aber einfach oft seinen Ruhepol sucht, um sein aufregendes Babyleben für sich zu ordnen und zu begreifen. Sie begleiten Ihren Sohn ganz wunderbar. So wie Sie die Situation schildern, schließe ich Schmerzen aus. Es wird u.U. noch ein Weilchen so bleiben und so manche Gewohnheit kann sich verändern; Neues wird Einzug finden. Haben Sie einen anderen Eindruck, dann melden Sie sich erneut! Viele Grüße von Katrin


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