Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

Panische Angst vorm Arzt

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Frage: Panische Angst vorm Arzt

Mitglied inaktiv

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Liebe Katrin, heute waren wir mit unserer Tochter (23 Mon.) bei der U7. Es war furchtbar. Sie schrie und weinte wie am Spieß, die Ärztin, die übrigens sehr einfühlsam und nett war, konnte sie nicht untersuchen, obwohl sie nur abhören und in die Ohren schauen wollte, und ich sie dabei auf dem Arm hatte... Sie spricht zu Hause sehr viel und ist ausgeglichen und lieb, aber beim Arzt nannte sie nicht einmal einen Ball oder baute kein Türmchen. Außer panisch zu schreien machte sie nichts! Ich verstehe das absolut nicht. Sie hat keiner schlechten Erfahrungen mit Ärzten / anderen Menschen, das weiß ich ganz genau! Sie wächst absolut behütet und liebevoll auf, alles in Ordnung. Sie KiÄ brach alles ab und die U7 haben wir trotzdem, aber wenn sie mal ernstlich krank werden würde, und gewissen Dinge gemacht werden müssten, wäre das eine Katastrophe. Wie kann ich ihr nur helfen? Sie war noch nicht oft beim Arzt aber irgendwann kommt ja mal wieder eine Impfung etc. Ich kam mir richtig mies vor, weil ich mein KInd gar nicht wieder erkannte und nicht verstehe woher diese panische Angst! Im U-Heft steht nun: ängstliches Kind, zeigt sich nicht kooperativ. So ist die ja normal gar nicht :-( Sie weiß und kann so viel und war auch sobald wir draußen waren, wieder gut drauf. Einmal waren wir bei einer etwas "barschen" KiÄ, die sie auf eine Liege legte und untersuchen wollte, das war aber im Januar, das kann doch nicht der Auslöser sein? Wie kann ich ihr bloß helfen? Sie tat mir so leid. Vielen Dank und liebe Grüße


Katrin Simon

Katrin Simon

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Liebe Rosenrot, Kinder haben mehr Erlebnisse in ihrem Gedächtnis als man glaubt.... Und ich befürchte, dass sicher auch ein Zusammenhang zwischen dem letzten Arztbesuch und der jetzigen Angst besteht, wenn bisher nie Probleme beim Kinderarzt aufgetaucht sind. Besorgen Sie sich einen Arztkoffer und möglichst authentisches Equipment wie z.B. eine Spritze, Gummihandschuh, Mundschutz, Verbände. Spielen Sie Arzt, kranksein mit ihrer kleinen, Tante, Onkel,Papa und Teddy.... Sie werden sehen, die Gaudi ist groß! Je losgelöster Ihre Tochter nämlich aus der passiven Rolle als PATIENT steigen kann, desto selbstbewußter wird sie auch dem Kinderarzt gegenübertreten können. Sie können dann "Brücken bauen" und viele Dinge aus dem Spiel in eine reale Situation transferieren . " Guck mal, die Fr.xy hat ja auch ein Telefon für die Brust. Genau wie Du." Oder anderes. Oft knüpfen die Kinder dann an und erzählen stolz von ihren Arztspielen. Im Spiel sollten Sie das Thema Schmerz besprechen. Meist entsteht es von allein, weil die Kinder oftmals so lange untersuchen bis es doch mal zwickt :-). Nehmen Sie dies zum Anlass, auch solch eine Erfahrung auf die Realität zu projezieren. Und- es gibt immer eine Belohnung nach einer gelungenen Untersuchung. Auch im Spiel !! Versuchen Sie es! Viele Grüße von Katrin


Mitglied inaktiv

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Meiner hat auch ganz viel Angst vorm Arzt da er früher ganz oft krank war, viel im KH. Mittlerweile geht es aber. Ihm hat es geholfen das er selber erzählen kann was mit ihm ist und wir vorher immer besprochen haben warum wir zum Arzt gehen und das er dann gesund gemacht wird. Klar weint er immernoch, außer bei seinem HNO Arzt. Er ist der einzige Arzt der ohne das er weint alles an ihm untersuchen darf. Hat also wohl sehr viel mit Sympathie und Vertrauen zum Arzt zu tun.


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