Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

paar fragen

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Frage: paar fragen

Mitglied inaktiv

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hallo, ich hätte paar fragen! wann sollte man anfagen die kleinen aufs töpfchen zu setzen? mein sohn ist 14 monate und fängt jedes mal zu weinen wenn ich ihn drauf setze? sollte ich vielleicht diesen aufsetzer für WC.schüssel kaufen? wann die flasche abgewöhnen und ganz die folgemilch wegzulassen? danke für ihre mühe dina


Katrin Simon

Katrin Simon

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Liebe dina, ich kann mich den vorangegangenen Antworten nur anschließen. Der Auszug aus dem Elternbrief trifft die Situation sehr gut. Das Töpfchen kann natürlich im Bad stehen und zunächst spielerisch in die Pflege einbezogen werden, aber einen echten Erfolg würde man mit einer Sauberkeitserziehung im Alter Deiner Tochter nicht erreichen. Es wäre mehr eine Konditionierung des Ablassens von Urin/Stuhlgang, aber keine kindliche Erfassung eines Ausscheidungsbedürfnisses. Die Flasche dagegen kann durchaus abgewöhnt werden. Aber auch hier besteht noch keine Eile, sofern das Milchtrinken vor! dem Zähneputzen geschieht. Die Folgemilch kann auf Kuhmilch umgestellt werden. Möchtest Du es vorsichtig versuchen, dann mische die Kuhmilch zunächst mit Wasser etwa 1:3 und reduziere dann bei guter Bekömmlichkeit den Wasseranteil. Viele Grüße von Katrin


Mitglied inaktiv

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er ist noch viel zu klein um es zu verstehen. der aufsatz wird nicht mehr bringen, weil er sich dort ev noch unsicherer fühlt, da es recht hoch ist. warte einfach ab. das verständnis dafür und die anatomischen vorraussetzungen sid so um den 2. geburtstag gegeben. das heiß aber nicht, dass dein kind dann berreit sein muß. mein sohn ist 18 monate, pullert noch alle 5 minuten. und ist absolut nicht breit.was ok ist. töpfchen gehen sollte eine freiwillige sache sein. die meisten kinder, die ohne druck da ran geführt werden, damit meine ich tägliches töpfchensitzen, werden schneller trocken als die anderen. stell das töpfchen weg. lass ihn mal mit kleidung rauf sezen. das reicht fürs erste. lg Anett


Mitglied inaktiv

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Hallo, Ich schreibe dir mal hier auf, was in meinem letzten Elternbrief vom ane e.V. zum Thema Sauberkeitserziehung stend. Er ist zwar "nur" für 12 Monate alte Kinder, aber der Inhalt der Sauberkeitserziehung (scheußliches Wort!) gilt auch für das Alter deines Kindes: Sauberkeitserziehung Sauber werden ist jetzt noch nicht dran! Auch wenn die Wickelei jetzt manchmal eher einem Ringkampf ähnelt, bei dem Sie zwei Hilfskräfte gebrauchen könnten: Für das Töpfchen ist es immer noch zu früh! Von einem einjährigen Kind kann man noch nicht erwarten, dass es sich selbst genau beobachtet, den Drang zurückhält, rechtzeitig Bescheid sagt oder längere Zeit auf dem Töpfchen sitzt. Auch wenn Ihr Kind eher zu der ruhigen Sorte gehört und gegen eine "Sitzung" ab und zu nichts einzuwenden hat – glauben Sie nicht, dass es dadurch früher "sauber" würde! Gelegentliche Erfolge sind Zufallserfolge – Ihre, nicht die Ihres Kindes! Mit einem Jahr kann es seine Blase und seinen Schließmuskel noch nicht willentlich beherrschen. Diese Fähigkeit reift erst im Laufe des zweiten oder dritten Lebensjahres heran. Ihr Kind möchte Sie zufrieden stellen und ist stolz, wenn es etwas leistet. Erinnern Sie sich noch an sein Gesicht, als es sich zum ersten Mal zum Stehen hochgezogen hat? Das Töpfchen ist keine Ausnahme! Nicht Sie, Ihr Kind muss diese Leistung zuwege bringen – es ist sein Produkt, und es soll über die Zeit und den Ort seiner Entleerung schließlich selbst bestimmen. Die Freude an der eigenen Leistung ist noch der schönste Grund zu lernen. Warten Sie, bis Ihr Kind dazu bereit und in der Lage ist. Wenn es "soweit" ist, wird es den Sinn von Topf oder Toilette ganz schnell begreifen. Auch wenn Ihre Nachbarin stolz berichtet: "Also meine Tochter hatte ihr Kind mit vierzehn Monaten sauber!" Haben Sie schon mal eine Mutter beobachtet, die ihr spielendes Kind alle fünf Minuten fragt: "Musst du mal?" und es hastig hochreißt, wenn es mal irgendwie die Beine zusammenkneift? Meinen Sie, dass das für ein Kind angenehm ist? Und wenn dann doch mal wieder was in die Hose geht? Man kann sich noch so sehr zur Geduld zwingen – ein Kind spürt doch, dass es seinen Eltern so, wie es ist, offenbar nicht recht ist! Erst recht wird es sich ängstigen und schämen, wenn es durch ruppiges Umziehen, einen angeekelten Gesichtsausdruck oder Schimpfen an sein Lernziel "erinnert" wird. Es gibt sie leider immer noch, die Verfechter der frühen Sauberkeitserziehung. Sie vergessen leicht, dass der Druck, aufs Töpfchen zu gehen, von einem kleinen Kind unter Umständen einen hohen Preis verlangt: Mit den noch unsicheren Erfolgen ist es bei der kleinsten Belastung manchmal schlagartig vorbei. Oder es treten plötzlich Probleme in einem anderen Bereich auf: Einschlaf- oder Durchschlafstörungen, weil das Kind Angst hat, es könne ihm ein "Missgeschick" passieren. Wer zu früh beginnt, hat eine anstrengende, unsichere Zeit vor sich. Wenn Sie etwa bis zum zweiten Geburtstag warten, haben Sie und Ihr Kind die Chance, alles in wenigen Wochen hinter sich zu bringen. Halten Sie doch einfach den Stress so gering wie möglich, schließlich passiert im zweiten Lebensjahr auch oberhalb der Windel genug Interessantes. Und das Wickeln? Vielleicht ist das Ganze weniger dramatisch, wenn Sie Ihr Kind im Stehen wickeln? "Hol’ doch mal die Windel, bring’ doch mal die Cremedose her" – diese Aufforderungen versteht es schon, und so kann es sich am Geschehen beteiligen. Falls dich die Elternbriefe interessieren, hier die www Seite: http://www.ane.de/elternbriefe/nach-alter.html Liebe Grüße Suse


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