Mitglied inaktiv
Hallo! Erstmal danke für Ihre Antwort :-) . Kann es sein, dass Marvin ein angeknackstes 'Urvertrauen hat? Ich hab die letzten Tage ab und an mit ihm geschimpft obwohl er eigentlich nichts dafür konnte :-( . War so fix und fertig und dann hben auch noch beide gleichzeitig genölt ... . Hab mich dann immer bei ihm entschuldigt. Oder auch abends, wenn ich fast 2 Stunden bei Marvin am Bett sitze und er nicht schlafen will, kommt unser Papa und shcickt mich raus. Ich mag dann aber vor Marvin auch nicht erst noch ne halbe Stunde diskutieren. Marvin weint dann, weil ich raus gehe, schläft aber 10 Minuten später. Kann es sein, das ich da schon was zerstört habe :-( :-( :-( ? Und wie lerne ich Marvin das selbst trinken? Er trinkt noch aus der Nuckelflasche, was er ja auch noch darf. Wir wollen ihm diese noch lassen, bis er sich an das Geschwisterchen gewöhnt hat. Sonst ist er gleich wieder eifersüchtig, weil das Baby eine Nuckelflasche hat und er nicht. Aber er kann nur allein daraus trinken, wenn er liegt. Sonst hält er die Arme nicht hoch und es kommt nix raus. Hab schon mit ihm zusammen seine Arme hoch gehalten, aber es wird nix... Danke
Liebe Nino, Urvertrauen wird nicht "einfach" durch ein wenig schimpfen oder streiten zerstört. Hier müssen ganz andere grundlegende Bedürfnisse vernachlässigt werden, die für Kinder essentiell sind. Zudem wird erst ein heranwachsendes Kind, welches Lebensbedingungen reflektieren und einschätzen kann, einen Vertrauensbruch oder eine Vernachlässigung bemerken und erkennen. Aber dies ist absolut nicht das Thema und trifft Sie und Ihre Familie keinesfalls!!! Je mehr Sie Ihrem Sohn eine klare Linie vorgeben und ihn damit deutlich leiten können, desto besser ist es. Dies sollte immmer in Übereinstimmung mit dem Vater des Kindes sein. D.h. Diskussionen vor dem Kind sind Tabu. Versuchen Sie in unschlüssigen Momenten ruhig Ihrem Mann die Leitung zu überlassen und geben Sie Ihrem Kind zu verstehen, dass dies nun genau der richtige Weg ist. Ihr Kind erkennt seinen "Anker" und Sie können sich zurückziehen und Kraft schöpfen. Elternsein ist in der Tat Teamarbeit. Versuchen Sie so zu agieren und reden Sie über Situationen und Ziele, die Sie sich für die Erziehung und Begleitung Ihres Kindes wünschen. Das ist hilfreich. Jeder von Ihnen beiden als Elternteil hat Stärken und Schwächen und somit wäre es gut, wenn Sie sich darin auch in der Erziehung gegenseitig ergänzen könnten. Unschlüssige Momente und Tiefs wird es immer geben; aber das ist normal. Selbst wenn man den Eindruck hat, dass man "alles falsch" macht. Aber wie soll man auch an entsprechender Stelle immer ein passendes "Rezept" zur Hand haben? Selbst Pädagogen kommen bei Ihren eigenen Kindern an ihre Grenzen- und das ist gut, denn nur so kann man ganz und gar Eltern sein und seinen Kindern auch die Chance geben sich ganz und gar eigenständig zu entwickeln. Ihr Sohn Marvin mag es gerade nicht ganz leicht haben; aber, er wird ganz gewiß eine Menge für sein Selbstbewußtsein lernen! Und vielleicht gleich in doppelter Hinsicht, was andere Kinder in zwei Etappen durchlaufen. Also; begleiten Sie Ihren Sohn weiterhin so liebevoll und stützend. Es ist eine Phase, die für Sie alle neu ist, aber die Sie alle gemeinsam gut meistern werden- im Team!!! Zum Trinken: Sie haben Recht. Marvin sollte die Flasche momentan ruhig noch behalten dürfen. Das selbständige Trinken jedoch muss er aus der Flasche nicht mehr zwingend lernen. Üben Sie dann stattdessen, dass er allein aus einem Trinkbecher oder einer Lerntasse trinken kann. Ihre Zuwendung beim Füttern ist für Ihren Sohn momentan zudem ganz sicher auch noch einmal sehr wichtig :-). Viele Grüße und bis bald, Katrin