Mitglied inaktiv
Hallo! Heute gehts zur Abwechslung mal nicht um meine Beiden, sondern um meinen Neffen, der im August 3 Jahre alt geworden ist ;-) . Er spricht nur sehr sehr wenig. Mama, der Ball und das war's auch schon fast... . Mein Schwiegervater hat uns gefragt, was er ihm zu Weihnachten schenken könne, was das Sprechen fördern kann. Haben Sie eine Idee? Da meine beiden mehr sprechen, kenn ich mich damit leider nicht aus. Vielen, lieben Dank und lG
Liebe Nino, ist schon abgeklärt, warum der kleine nicht spricht? Bitte den Kinderarzt konsultieren oder den HNO; damit geschaut werden kann, ob das Hörvermögen ausreichend ist.... Ggf. ist eine logopädische Behandlung dann das beste, was dem kleinen angeboten werden kann.... Ansonsten ist es emens wichtig VIEL mit dem kleinen zu sprechen. Folgende Tipps können helfen ( Quelle: Schule für Logopädie der Uni Münster): - Sprechen Sie nicht in Babysprache. Der Hund ist von Anfang an der HUND, nie der WAUWAU. Trotzdem können Sie natürlich im Spiel die verschiedenen Wauwau Rufe ausprobieren. - Sprechen Sie langsam und deutlich und in ganzen Sätzen mit Ihrem Kind. Sprachangebote und Erwartungen genau an das kindliche Niveau anpassen - Sie sollten stets Blickkontakt halten ( hinhocken, hinsetzen.....) -Sie können jede Gelegenheit nutzen, um Ihrem Kind sprachliche Anregungen zu geben. Beim Einkaufen, Spielen, Anziehen, Waschen oder bei der Hausarbeit. Sie können Ihre Tätigkeiten sprachlich begleiten und beschreiben, was Sie tun und sehen. Sprachliche Pausen sind ganz wichtig. -Zeigen Sie Interesse an den sprachlichen Äusserungen Ihres Kinds. Versuchen Sie sie zu verstehen und gehen Sie darauf ein. -Lassen Sie Ihr Kind plappern, auch wenn es das noch falsch macht. Geben Sie keine Anweisungen, wir Ihr Kind „richtig“ sprechen soll. Kritisieren Sie nicht, bestrafen Sie nicht für „falsche Wörter“ oder für „schlechtes Sprechen“ und lassen Sie das Kind NICHT nachsprechen. -Wiederholen Sie selbst korrekt, was das Kind sagt. Beispiel: Kind: “Hab bastelt“- Eltern: „ Ja, den Stern hast Du schön gebastelt“. Kind: “Terne am Fenster“- Eltern: “ Ja, die Sterne kleben an der Scheibe.“ -Nehmen Sie sich Zeit zum Zuhören. Unterbrechen Sie Ihr Kind nicht. Sorgen Sie dafür, dass auch die Geschwister nicht dauernd ins Wort fallen. -Bitte nicht abfragen: „ Wie heisst das?“ „ Was ist das?“ oder „ Sag, mal...“ Beschützen Sie Ihr Kind auch vor derartigen Aussprüchen durch Großeltern, Nachbarn, Freunde... -Überschütten Sie Ihr Kind nicht mit Fragen, falls es von sich aus wenig spricht. - Begleiten Sie Ihre sprachlichen Äusserungen durch Mimik und Gestik! - Verwenden Sie einen einfachen altersgerechten Wortschatz. Bilden Sie kurze Sätze! Ausserdem: -Rollenspiele spielen! Hier wird „einfach so“ dahergeredet und es gibt auch gleich ein Thema. -Rhythmische Reime, Lieder, Verse, Handgestenspiele, Bilderbücher (möglichst in Reimform) sind ideal- auch die Teilnahme an Rhythmikkursen bietet Kindern, die Unterstützung im Spracherwerb brauchen gute Voraussetzungen. Und hier kommen noch ein paar spielerische Ideen, um die Sprechmotorik anzuregen: Zum Blasen- und Pusten üben eignen sich: Windrädchen Seifenblasen pusten Papierschlangen Luftballons Kerzen ausblasen Schwimmtiere für die Badewanne, damit sie sich fortbewegen Strohhalme zum Blubberblasen machen Federn, die durch die Luft fliegen, wenn man pustet Kinderblasinstrumente z.B. Pfeifen Wattebäusche fliegen lassen Um die Beweglichkeit von Lippen und Zunge zu üben: -Küsschen verschicken; Lippen werden ganz spitz nach vorn gewölbt -Backen aufblasen und mit den Händen eindrücken. Lippen platzen auseinander -Schlecken; einen Teller mit Honig oder Schoko bestreichen und ablecken lassen -Nachahmen von Mundbewegungen z.B. Schmatzen wie ein Baby, Nagen wie ein Kaninchen, Staunen wie ein Clown... -Stäbchen von Mund zu Mund weitergeben ( z.B. Salzstange und/oder abnagen). Dann gibts ein Küsschen -Schnalzen und Pfeifen üben -Hauchen gegen einen Spiegel oder bei Kälte in die Luft Ausserdem: Feste Kost essen! Mit Strohalm trinken! Spucken üben Fazit: Soll also etwas geschenkt werden, dann -z.B. ein Gutschein für einen Rhythmikkurs -Handpuppen -eine Verkleidekiste -Bilderbücher in Reimform ( im Buchladen einfach mal erkundigen) -Liederbücher und Rhythmusinstrumente -Erlebnisse, während und über die man lange sprechen kann ( z.B. einen Zoobesuch) Und alle Hilfsmittel, mit denen man üben kann :-) Viele Grüße und alles Gute für den kleinen Mann wünscht Katrin