Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

milchwechsel und andere fragen

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Frage: milchwechsel und andere fragen

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hallo! mein anliegen gehört zwar nicht gerade in dieses forum, aber ich hoffe sie können mir trotzdem helfen, da die entsprechende expertin zum thema ernährung wahrscheinlich gerade in urlaub ist. meine tochter ist 13 wochen. ich füttere ihr die pre-nahrung von hipp. anfangs hatte sie sehr mit bauchschmerzen und blähungen zu tun, aber seit ich das pulver mit fenchel-anis-kümmel-tee anrühre, ist es besser geworden. sie hat in den ersten lebenswochen teilweise oft erbrochen und sehr viel gespuckt. das erbrechen ist mittlerweile weg, das spucken war besser geworden. ist nun aber leider wieder schlimmer. nach einer mahlzeit spuckt sie sehr stark. also ohne spucktuch geht gar nichts! ich weiß dass viele kinder spucken, aber ich glaube bei meiner tochter ist es extrem. liegt das an der nahrung? sollte ich mal zu einer anderen firma wechseln (jetzt bekommt sie hipp pre)? dann habe ich aber angst, dass sie wieder magenprobleme bekommt. zum anderen hab ich mit ihr das problem, dass sie scheinbar nicht mehr satt wird von der pre-nahrung. tagsüber trinkt sie momentan alle 3 stunden und wenn das fläschchen leer ist, weint sie meist sofort wieder los. und zwar über einen sehr langen zeitraum. komischerweise schläft sie aber nachts prima. normalerweise so 6-9 stunden. rekord war 11,5 stunden. da scheint ihr die milch zu reichen. sie ist überhaupt die letzten 2-3 wochen sehr unzufrieden tagsüber und weint sehr oft. teilweise, weil sie noch hunger hat. manchmal aber auch nur, weil sie beschäftigung verlangt. da ist sie zum beispiel absolut seelig, wenn ich sie auf dem arm trage, sobald ich sie aber hinlege, fängt sie an zu weinen und beruhigt sich nur sehr schwer. da weiß ich mir manchmal so richtig keinen rat mehr. wie beschäftigt man ein so kleines baby, wenn man sich mal selber grad nicht intensiv mit der kleinen beschäftigen kann, weil man z. b. haushalt erledigt? ich danke ihnen für eine antwort! lg rinna


Katrin Simon

Katrin Simon

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Liebe Rinna, bei einem Kind, was viel spuckt kann man beruhigt sein, wenn es weiterhin gut zunimmt, seine Mengen trinkt und sich offenbar weiterhin altersgerecht entwickelt. Sind Sie sich dahingehend unsicher, dann muss jemand vor Ort sie begleiten ( Kinderarzt, Hebamme oder Müttersprechstunde....). Ihre Tochter sollte nicht mehr als 1l Milch am Tag erhalten. Vermutlich trinkt sich die kleine gerade tagsüber satt und hat damit nachts keinen Bedarf mehr. Dennoch- Ihre Tochter befindet sich augenscheinlich momentan in einem Wachstumsschub/ Entwicklungsschub. In dieser Phase verändern die Kinder ihr Verhalten. Nämlich- genau wie Sie schildern. Sie wollen getragen werden, trinken dauernd und viel, sind quengelig und die Eltern stehen "Kopf". Ich habe folgende Ideen für Sie: - tragen Sie die kleine in einem Tragebeutel oder Tragetuch. Die Anschaffung ist zwar erstmalig mit einer Investition verbunden- lohnt sich aber dann, wenn Sie die Entlastung spüren. Der Ergocarrier, der Bondolino etc. sind super Hilfen, die leicht in der Handhabung sind und mittlerweile auch in vielen Babyfachgschäften vor Ort zu kaufen sind- die Wartezeit der Bestellung fällt damit weg. - das Spucken könnte sich auch reduzieren, wenn Sie die kleine nach der Mahlzeit in den Tragesack tun- das Prinzip der Schwerkraft nutzen. - zudem erhält die kleine neue Impulse, wenn Sie sie durch die Wohnung und auch draussen tragen- sie ist also beschäftigt, und- kann sich b.B. aber an Sie kuscheln und einfach die Augen zumachen. - der Kinderarzt kann Ihnen gegen das Spucken ein Verdickungsmittel ( Johannisbrotkernmehl) aufschreiben, was die Nahrung ganz leicht sämiger und damit oft bekömmlicher macht. - füttern Sie die kleine möglichst schon vor dem grossen Hunger. So trinkt die kleine weniger hektisch, damit weniger Luft und das Spucken könnte sich dezimieren - viele Bäuerpausen einlegen - in möglichst aufrechter Haltung füttern - verwenden Sie unbedingt einen Trinksauger mit einem Ventil und kochen Sie die Nahrung weiter im entblähenden Tee. Ihr Baby kann momentan z.B. beschäftigt werden, indem Sie ihm ein Spieltrapez aufstellen und es darunter legen. Es kann sich die schaukelnden Gegenstände anschauen, sie berühren... Geben Sie Ihrem Baby etwas in die Hand zum erforschen. Einen dünnen Plastikrasselring, ein leichtes Kuscheltier, etwas Backpapier zum Knistern... Tipp: deponieren Sie in jedem Zimmer eine kleine Auswahl an "Spielzeugen". Dann haben Sie immer eines griffbereit. Dort wo Sie sich länger aufhalten, bauen Sie auch warme Liegeplätze auf, wo Sie Ihr Baby ablegen können. Ein paar Momente im Stillkissen oder in der etwas erhöht gestellten Wippe sind durchaus o.k. Ich hoffe, Sie haben ein paar neue Ideen bekommen :-). Viele Grüße von Katrin P.S. Ein schönes Buch:" Oh je, ich wachse" von Remo Largo.


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