Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

Hilfe ich weiss nicht mehr weiter

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Frage: Hilfe ich weiss nicht mehr weiter

Mitglied inaktiv

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Hallo Ihr Lieben, vielleicht kann mir einer von euch etwas weiterhelfen. Es geht um meinen Kleinen der nun bald 3 Jahre alt wird. Ich kann mir nicht mehr vorstellen, das es bei Ihm Trotzphase ist. Mal ein paar Beispiele: Den ganzen Tag liegen Chips auf dem Tisch. Die Tüte Chips interessiert Ihn überhaupt nicht. Wenn ich mir dann welche nehme will er natürlich auch welche. Ich gebe Ihm dann auch welche, aber er fängt dann sofort das schreien an weil er die ganze Tüte haben will. Er wird richtig hysterisch in seinem geschrei. Der sessel neber mir ist die ganze Zeit frei. Setzt sich da jemand anderes drauf, dann will unbedingt er auf diesen Stuhl. Ich sage Ihm dann das doch noch andere Sessel da sind und auch die Couch..wieder Theater. Das geht so lange bis er drauf darf. So ist das bei vielen Sachen. Auch im Laden wenn er etwas nicht bekommt. Gestern habe ich Ihn gefragt, was er den Essen möchte. Er wünschte sich Lasagne. Ich habe dann zu Mittag Lasagne gemacht, aber auch da war geschrei, den er wollte ja angeblich keine. Selbst wenn er etwas vom Tisch haben möchte, müssen es andere Ihm geben. Selbst sein papier räumt er nicht selber weg, obwohl er das gelernt hat. Da wird dann der nächste in der nähe gerufen, und da sagt mein Sohn der solle es mal wegschmeissen. Ich muss meinem Kleinen alles 5x sagen und selbst dann hört er immer noch nicht. Wenn ich dann aufstehe, fängt er an zu schreien. Es sind so viele Sachen, und ich weiss einfach nicht mehr weiter. Bei manchen Sachen, wenn er seinen willen nicht bekommt, fängt er auch an sachen durch die gegend zu werfen. Vorhind habe ich eine Sek nicht aufgepasst, und ich habe seine Hausschuhe abbekommen. Er hat auch seine AUSZEIT Ecke. Jedesmal, wenn es zu extrem wird, dann kommt er in seinem Zimmer auf seinen Sessel. Wenn er sich beruhigt hat, dann gehe ich zu Ihm und erkläre Ihm warum er nun da sitzen musste. (Ich frage Ihn nicht warum er so war) Ich weiss aber ehrlich gesagt nicht weiter, und ich weiss auch nicht ob es wirklich die Trotzphase ist. Grenzen austesten, Ok das macht jedes Kind. Aber so oft wie er das macht, und jedesmal kommen von mir immer ein und die selben Antworten. Solangsam müsste er doch dann wissen was los ist, und das er damit nicht bei mir durchkommt. Was kann ich den noch machen? Heute Morgen musste ich weinen. Da sagte ich zu Ihm er soll bitte Ruhig am Tisch sitzen, und sein Müssli essen. Ich möchte nicht, das alles auf dem Boden/sessel liegt. Er bekam wieder so ein schreianfall, und meinte zu mir HALT DEIN MAUL DU PENNER. Diese Wörter hat er drauf seit er in der Kita ist, und da habe ich auch zu Kämpfen das er diese Wörter nicht mehr sagt. Wenn ich versuche es Ihm zu erklären....warum solche wörter böse sind....keine chance. Ist es mal sehr extrem, dann kann noch nicht mal ich Ihn beruhigen, bzw er lässt sich von mir nicht beruhigen. Ich bin im mom fertig, und wollte am liebsten weglaufen. Kann mir vielleicht einer nen Tipp geben was ich den noch versuchen kann? LG


Katrin Simon

Katrin Simon

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Liebe Sandy, ich bin keine Erzieherin, aber Mutter von einem vierjährigen Knaben, der seine Trotzphase natürlich auch hatte... Ich kann Dir daher aus meiner persönlichen Perspektive antworten. Dein Kind sucht Grenzen und wenn es nicht dauernd Situationen gibt dafür, dann konsturiert es sich welche ( z.B. die Chipstüte). Dein Verhalten gebenüber Deinem Kind scheint ruhig zu sein. Das ist gut. Dein Kind möchte nämlich eine Mutter und keine Freundin oder gleichgesinnte, die sich mit ihm auf dem selben Niveau streitet. Wie habe ich kürzlich gehört: "Wir haben alle viele Freunde. Aber nur eine Mutter !" Diese Aussage fand ich sehr gut, um darüber nachzudenken, wie man seinem Kind gegenübertritt und ihm seine Stärke vermittelt. Wichtig: nicht das selbe Geschrei anfangen und auch nicht über das Geschrei des Kindes lachen. Sondern- wie Du schon selbst machst, dem Kind ein Ziel; eine Chance geben, sich zu beruhigen. Wenn nicht, dann geschieht die Konsequenz ins Zimmer zu gehen, Stilleecke etc. Den Zeitrahmen der Auszeit bestimmst Du und das anschließende "Aufarbeiten" auch. Wenn Dein Kind sich partout nicht beruhigen kann, dann halte es fest und es darf schreien. Es wird sich beruhigen. Aber es spürt: Mama ist da. Dein Kind kämpft mit sich selbst. Ich betitele ganz leihenhaft die Trotzphase wie eine "Miniaturpubertät". Die Kinder wachsen in eine Selbstständigkeit hinein, werden gewollt und auch ungwollt immer autonomer und müssen dies verarbeiten. Sie suchen ihren Platz in allen Bereichen. Je mehr Du Deinem Kind zutraust und Aufgaben mit ihm übst, desto mehr wird es gefordert. Vielleicht reicht ihm das. Sätze wie " Hilfst Du mir beim Wäscheaufhängen, sonst dauert es wieder so lange..." zeigen z.B., dass Du die Hilfe Deines Kindes schätzt. Es fühlt sich stolz und anerkannt. Kinder in diesem Alter leben ganz aktiv in ihrer Umwelt. Ihr liebstes Spiel ist nachahmen der Erwachsenen und der gesamten Lebenswelt. Daher natürlich auch die Einforderung von Dingen, die die Erwachsenen tun. In der Trotzphase müssen Eltern ungeheuer kreativ werden, um ihr Kind zu fordern. Gut ists, wenn diese Herausforderungen, dann auch die Ablenkung/ Alternative aus einer Stressituation ist. Kind will also z.B. auf den Sessel, es gibt Geschrei. In diesem Moment fällt Dir z.B. ein, dass Ihr unbedingt die Blumen gießen müsst, zusammen die Waschmaschine ausräumt, Du den Teddy rufen hörst, dass es so laut ist und er gerne spielen möchte o.ä. Für das Einkaufen im Supermarkt finde ich die Lösung sehr gut, dem Kind vor der Kasse z.B. etwas in die Hand zu geben, was man von daheim mitgebracht hat. Also; wieder eine Alternative zu haben. Äusserst trickreich ist auch die Idee einem Kind daheim Lebensmittel- oder Naschangebote unverpackt zu geben. So kennen die Kinder die Orgiginalverpackung nicht und gieren dann weniger danach im Supermarkt. Gib Deinem Kind Aufgaben im Supermarkt. Es darf etwas holen und einpacken. Hilft es gut, dann gibt es nach dem Bezahlen eine Belohnung ( von zu Hause mitgebracht...). Noch eine Idee: organisiere Dir mal für einen Nachmittag einen Babysitter. Du hast das Recht Dich einfach mal auszuklinken und durchzuatmen. Suche auch den Kontakt zur Kindergärtnerin. Ich finde, dass Schimpfworte auch im Kindergarten nichts zu suchen haben. Ich habe von meinem Sohn z.B. nie welche gehört; weiß aber, dass sie vorkommen, die Erzieherinnen dagegen aber sehr strengent angehen. Geht viel nach draussen und bewegt Euch!! Das ist oftmals die beste Methode, um wieder den roten Faden für den Tag zu bekommen. Viele Grüße von Katrin


Mitglied inaktiv

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Hallo, einen wirklichen Tip habe ich auch nicht, aber es kann dennoch die Trotzphase sein... Das hatte mein Sohn (er wird im Sep. 5 Jahre alt) auch ne ganz lange Zeit um den 3.Geburtstag rum... Ging auch wieder weg... Und wegen dem HALT DEIN MAUL DU PENNER... Glaube mir, das ist noch eins der harmlosesten Sachen die dein Kind aus der KiTa mitbringen wird... Da werden noch heftigere Wörter kommen... *leider* Mein Sohn hat auch die ganzen Wörter aus dem KiGa mitgebracht... Aber irgendwann vergeht deinem Sohn auch wieder die Lust an den Wörtern... Ich habe 2 Kinder (2 und fast 5) und ich kenne das mit dem "nur noch weg wollen" zu gut... Aber glaube mir, es kommen wieder bessere Zeiten... Kopf hoch, hm? LG kaos_1985


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