Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

Gehört nicht zur Pflege aber vielleicht kannst du mir doch Helfen? Tipp?

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Frage: Gehört nicht zur Pflege aber vielleicht kannst du mir doch Helfen? Tipp?

Mitglied inaktiv

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Hallo, also es geht um mein Baby. Fast 4 Jahre, und ich komme nicht mehr klar. Ich weiß nicht ob es darum geht das es in vergessenheit gerät, oder ob es damit zu tun hat was das zuhören angeht. Mein kleines ist mal wieder am Husten ohne ende und hat Schnupfen. (Bronchitis) wie immer. Sie sagt auch das es Ihr nicht gut geht, aber nichts wird zugelassen. Ich möchte Abends das Fenster öffnen, und nasse Tücher aufhängen im Zimmer. Aber es kommt nur ein Fenster zu und Tücher weg. Protest solange bis ich es dann mache, und wenn ich es nicht mache, dann macht sie es eben selber. Hustensaft nimmt sie auch nicht. Den Spuckt sie mir entgegen, und wenn sie merkt das der Hustensaft im Tee oder so ist, wird der Tee nicht getrunken. Sie Hustet immer so dolle, das es bis zum Erbrechen manchmal geht. Ich habe mich mit Ihr ans Fenster gestellt, und habe gesagt sie soll sich jetzt mal bitte beruhigen und mal ganz ganz tief durchatmen und sich darauf mal Konzentrieren. Aber sie macht es nicht. Sie weint weiter, und dadurch wird auch der Husten schlimmer. 5x hintereinander sage ich Ihr das sie sich bitte die Hand vor den Mund halten soll beim Husten. Beim 6ten mal macht sie es wieder nicht. 4xrufe ich sie das sie jetzt bitte kommen möchte wir müssen los zur Kita. Beim 5ten mal rufen reagiert sie immer noch nicht. (Hörtest aber war alles Ok) Sie muss auf die Toilette. Ich sage Ihr sie möchte sich danach abputzen, und wenn sie Hilfe brauch rufen. Und sie kommt ohne Abputzen und ohne Händewaschen wieder von der Toilette. Sie habe es vergessen. Sie riecht dadurch immer nach Urin. Meine Erklärungsversuche das sie so riecht das nicht so schön ist die anderen Kinder im Kindergarten...das interessiert sie alles nicht. Ich kann auch nichts mehr stehen lassen im Bad, denn wenn meine Baden geht..alle Duschgele sind leer. Sie hört nicht mehr auf Anweisungen, man muss immer alles 3-mehrmals sagen bis sie überhaupt auf was Reagiert, und meistens reagiert sie nur wenn man lauter wird. Schon sehr sehr lange sage ich Ihr bestimmte sachen immer und immer wieder (wie zb Händewaschen und Hand vor den Mund) Aber sie merkt es sich nicht. So oft wie ich ihr es sage und ihr es auch Zeige/helfe müsste sie das doch schon von alleine wissen. In Ihrem Zimmer genau das selbe. Aufräumen? Fremdwort. Mit mir zusammen aufräumen? Nein. Mama räumt auf und sie spielt. Auch hat sie ständig den Finger in der Nase, und den Daumen im Mund. Jeden Tag mehrmals die ganze Rotze (sorry für den Ausdruck) wegwischen. Ich kann bald nicht mehr. Sie hört nicht mehr, folgt keinen Anweisungen mehr, nimmt keine Regeln nichts mehr an. Ein Mama ich hasse dich und Zunge rausstrecken wenn sie ihren willen nicht bekommt, habe ich auch schon mehrmals. Verbote die sie bekommt interessieren nicht. Die sitzt sie dann aus, und danach macht sie weiter. Was kann ich machen? Sie ist 4 es muss doch mal wieder normal werden, vorallem von sachen die ich ihr immer wieder sage und auch helfe..die müssen doch schon im Kopf sein.....


Katrin Simon

Katrin Simon

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Liebe Tammy, auch ich lese aus Deinem Beitrag, dass Du offenbar das Gefühl hast, gegen Deine Tochter nicht mehr "anzukommen". Dass es momentan nicht um die Tatsachen selbst geht, sondern eher um das Problem, wer von Euch beiden die stärkere ist und bleibt. Auch wenn Ihr es auskämpft- im Grunde ist die Situatin klar. DU bist und bleibst die Mutter, die Weg- und Vorgebende, die Grenzen setzt und Regeln aufstellt. Noch!!!!! ist Deine Tochter viel zu jung dafür in Entscheidungen eingebunden zu werden, die Dinge wie Gesundheit, Hygiene etc. angehen. Altersgerechte Mitsprachen sind absolut notwendig; aber keine Entscheidung darüber, ob feuchte Tücher im Zimmer hängen oder nicht. Allerdings finde ich auch Deinen 1. Satz sehr entscheidend- " es geht um mein Baby". Wenn Du ganz tief in Dich hineinhörst- kannst Du es zulassen, dass Deine kleine Tochter offensichtlich immer selbständiger wird, alleine und viel lernen möchte? Stimmst Du mir zu, wenn ich denke, dass Du Deine Tochter vor vielem beschützen möchtest und grosse Ängste um Ihr Wohlergehen hast und Deiner Tochter gern etwas abnimmst?! Sie nicht so recht grosswerden lassen möchtest? Deine Tochter zeigt mit aller Kraft, dass sie sehrwohl mehr kann und tun möchte, als sie ( vielleicht) darf?! Sie fordert Herausforderungen mit Anspruch und möchte eine Mutter, die genau das iniziiert und sie dabei doch beschützt und ihr den Rahmen vorgibt ( Grenzen setzt). Gibt es einen Papa in Eurer Familie und wie geht der mit dem Verhalten Deiner Tochter um? mein Tipp: Fordere Hilfe ein; nein keine Supernanny, sondern ein konstruktives Gespräch mit einer Fachfrau einer Erziehungsberatung. Erläutere ihr, genauso wie Du es hier getan hast, Euren Alltag und die Problematik und das alles noch viel detaillierter. Du wirst ganz konkret lernen, wie Du in bestimmten Situationen handeln könntest. Ggf. spielen noch viel mehr Gründe für Eure Situation eine Rolle, wo Du dann Gelegenheit hättest auch etwas für Dich zu klären. Vom deutschen Kinderschutzbund gibt es das Projekt " Starke Eltern, starke Kinder". Ist eine Reihe über etwa acht Treffen, wo Eltern sich einfach mal austauschen können und von der Teamerin Handwerkszeug und Hausgaben mitgegeben werden. Beim nächsten Treffen wird reflektiert.... Unter dem Kurstitel ist auch ein Buch erschienen, falls Du schmökern möchtest. Fortführend oder einstimmend kann ich auch das Buch " Das Mary Poppins Prinzip" empfehlen. Hier sind einfach mal Ideen aufgeführt, wie man Kinder spielerisch, kreativ aus verfahrenen Situationen herausholen kann bzw. sie gar nicht erst entstehen lassen sollte. Ich denke, dass wir Erwachsenen einfach viel empathischer mit unseren Kindern und den kindlichen Gedanken umgehen lernen müssen. Was heisst diese Situation für das Kind oder was könnte es nun verlangen und warum?! Stellt man sich diese Frage, dann wird einem schon von selbst einiges klar und man kann sie sich selbst schnell beantworten. Ich würde mich freuen wieder von Dir zu hören! Viele Grüße von Katrin


Mitglied inaktiv

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hallo oh weh. ihr scheint in einer ziemlich verfahrenen konfrontation zu stecken, deine tochter und du. du hast, so hört es sich ein bisschen an, innerlich schon aufgegeben und siehst in deiner tochter nur noch ein "gegen dich", eine anti-haltung, bockigkeit, usw. zugleich habe ich den eindruck - nur aus der ferne! und ich kann mich täuschen, klar! -, dass du nicht sonderlich konsequent bist... außerdem scheint mir, dass du vieles schlimm oder falsch findest, was doch gar nicht so tragisch ist: viel duschgel benutzen z.b. und bei manchen sachen KANN sie gar nicht entscheiden, was sie tun kann...so beim husten/weinen oder daumen lutschen. das entscheidet man nicht einfach so. du überforderst deine tochter damit. bei vielen anderen dingen hast du aber im prinzip völlig recht: pipi machen, mithelfen beim aufräumen... mein tipp: nehmt eine erziehungsberatung in anspruch. das gibt es bei den kirchen, den jugendämtern usw. da gehen VIELE hin und bedeutet gar nicht, dass du ein schlimmes problem hast, eine schlechte mutter wärst oder sonstwas. aber wenn man nicht weiter weiß, dann sollte man sich hilfe und beratung holen. manchmal sind es ganz kleine, einfache tricks, auf die man selber nur nicht kommt, weil man so gestresst und ausgelaugt ist. lg und viel kraft! paula


Mitglied inaktiv

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Hallo Tammy, was mir dabei spontan in den Sinn kommt, ist mein Sohn. Bei dem wurde mit 3,5 Jahren eine Entwicklungsverzögerung / Lernbehinderung diagonistiziert. Heute ist er 7,5 Jahre und seit August letzten Jahres auf einer Förderschule. Bis die Diagonse kam, kam ich mir (und komme ich mir noch heute) vor, wie eine Schallplatte mit Sprung. Viele Dinge des Alltages, angefangen vom morgendlichen Anziehen (geh auf Toilette, zieh dich an, komm an den Frühstückstisch - und das muß dann eng begleitet werden, sonst passt es zeitlich nicht) bis hin zum Hausaufgaben machen, sage ich 3, 4, 5 mal. Und das über Jahre hinweg nun schon. Anfangs dachte ich auch, es kann doch echt nicht wahr sein. War verärgert bis deprimiert, was denn mit dem Jungen los ist. Hab mir Vorwürfe gemacht, alles von vorn bis hinten in Frage gestellt, ob ich ev. einen Fehler gemacht hab in der Erzieung. Und ich sage ehrlich: es hat mich wahninnig gemacht, ich war genervt, gereizt, manchmal mußte ich einfach kurz aus dem Raum rausgehen, weil es sonst Gefahr lief, laut (zu laut) zu werden. Bis man mir dann die Diagnose stellte. Solche Kinder können nicht anders, brauchen enge Begleitung über Jahre/Jahrzehnte. Sie wollen nicht ärgern oder zergen, brauchen vielmehr enge Begleitung, Förderung. Nun soll mein ganzes Getexte nicht heißen, daß es bei Deiner Tochter so sein muß. Aber es ist eine Möglichkeit, es in Betracht zu ziehen. Vielleicht läßt Du in in einen Lebenszentrum (sozialpädiatrisches Zentrum) einmal abklären, ob alles in Ordnung ist in der Richtung. Von vielen Kinderärzten wird das nicht erkannt, bei mir war es auch nur durch ein Ereignis, auf das ich jetzt nicht näher eingehen möchte. Ich wünsche Dir viel Geduld und Liebe und sei in einem sicher: Dein Kind möchte Dich nicht ärgern. Es grüßt Claudia mit Tobias (7,5 Jahre) und Johanna (3,5 Jahre)


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