Mitglied inaktiv
Hallo Frau Simon, Mein Sohn ist 11 Monate. Wir haben uns für die Eingabe von nur Vitamin-D-Tropfen und kein Flourid entschieden. Ab wann soltten wir ihm die Zähne mit Zahnpasta putzen und muss diese dann flouridhaltig sein?? Oder reicht einfaches Putzen mit Zahnbürste/Waschlappen und Wasser aus, obwohl man keine Flourid-Tabletten zusätzlich gibt?? Eine andere Frage habe ich noch und zwar: mein Sohn badet ja für sein Leben gern. Er hat jedoch eine sehr empfindliche Haut, die ich mehrmals am Tag mit Lotion "cremen" muss. Das Problem ist, dass der Kleine immer baden möchte, sobald wir das Bad betreten. Will ich ihm die Hände waschen, oder ihn am Popo waschen, beim Windelwechseln, gibt es grosses Geschrei, sobald ich den Wasserhahn zudrehe und ihn rausnehme. Bekommt er mit, dass sein Papa oder einer seiner Brüder duscht oder badet, schreit er wie im Spieß und will auch baden. ( Er badet auch schon mal mit ihnen gemeinsam, aber nicht jedes Mal, die beiden älteren Brüder sind 7 und 9 Jahre alt. sie können nicht jedes Mal zusammen baden, sie habe einfach andere Zeiten und Tagesrythmus) Wegen seiner Haut, sollte ich ihn eigentlich nicht jeden Tag baden, oder? Und wenn ich das auch tun würde, denke ich, dass das ihm auch nicht reichen würde :) Ich versuche ihn in solchen Situationen zu trösten und abzulenken. Wie können wir aber seine "Wasser-Sucht" im Rahmen halten und ohne grosses Geschrei bei jedem Badtür-Öffnen überstehen? Vielen Dank schon mal!
Liebe mami2, Sie haben sich sicher bewußt gegen die Gabe von Flourid entschieden. Diese Entscheidung können Sie selbstverständlich während der gesamten Kindheit durchführen; schulmedizinische Empfehlungen sind andere. Als Alternative zu Flourid ist Kieselgel und Xylit zu nennen. Es gibt nicht viele Anbieter, die flouridfreie Kinderzahncremes herstellen z.B. Weleda, nenedent. Sobald ein Kind Zahnpasta gezielt ausspucken kann, ist es an der Zeit, dass flouridhaltige Paste genommen werden kann. Auch sollten Sie schauen, ob Ihr verwendetes Speisesalz Flour enthält. Ist mittlerweile gang und gebe; allerdings sollten die Richtwerte in der Flouridzufuhr nicht überschritten werden ( bitte im Zahnarztforum schauen). Das Zähneputzen sollten Sie aktuell demnach schon mit einer flouridfreien Zahnpasta durchführen. Die Menge der Zahnpasta etwa erbsgroß auf die Zahnpasta geben- ein bis zweimal täglich. Möchten Sie weiterhin auf Flourid im Kleinkind- bzw. Kindergartenalter verzichten, dann besteht die Möglichkeit die Zähne zu versiegeln, um Kariesherde zu vermeiden. Natürlich ist dies keine Alternative zu einer gründlichen Zahnpflege. Zu Ihrer zweiten Frage: Wäre es eine Möglichkeit verschiedene Pflegevorgänge woanders, als im Bad durchzuführen? Das Wickeln z.B. auf dem Boden im Kinderzimmer, das Hände- und Gesichtwaschen kurzerhand in der Küche? Also tatsächlich die Nutzung des Badezimmers weitestgehend entzerren. Und- was findet der kleine Mann wirklich spannend am Duschen/Baden? Ist es das Nassein oder das Element Wasser als Spielzeug? Wenn dies so ist, dann bieten Sie ihm öfter die Möglichkeit zu planschen an. Setzen Sie ihn nackig mit einer Waschschüssel in die Wanne und lassen ihn spielen. Vielleicht reicht dem kleinen Mann das schon. Wie schauts aus mit einem Babyschwimmkurs für den Racker? Viele Anbieter haben diese auch am Wochenende im Programm, so dass Papa u.U. den Pat übernehmen kann. Sollte der kleine dennoch öfter als gewöhnlich baden, dann ist ein pflegender Badzusatz nötig. Ein Ölbad ist sehr fettend und das anschließende Eincremen entfällt. Den Ölfilm auf der Haut trocknen lassen, nicht rubbeln beim Abtrocknen und die Badedauer insgesamt auf 10 Minuten beschränken. Dann sollte die pflegende Eigenschaft ihre Wirkung erzielen können. Viele Grüße von Katrin