Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

Bin verzweifelt

Anzeige kindersitze von thule
Frage: Bin verzweifelt

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Mein Sohn (2 Wochen) hat ziemliche Schlafprobleme, d.h. er schläft tagsüber so gut wie nicht (max. 1 Stunde beim Spazierengehen) und ist von 6:00 bis 20:00 wach (egal, was man probiert). Manchmal nickt er für 10-15 Min. ein und schreckt dann hoch, bevor er in den Tiefschlaft kommt. Bei der Geburt steckte er längere Zeit im Geburtskanal fest. Er schreit auch ziemlich viel, lässt sich schwer beruhigen und ist allgemein sehr ungeduldig (das merkt man z.B. beim Stillen). Auch in der Nacht ist er sehr viel wach und schläft nicht. Nun haben wir es erstmals gestern mit der Cranio-Therapie probiert. Er schrie dort wie am Spieß. Die Therapiesitzung dauerte ca. 15-20 Min. Bis jetzt merke ich jedoch keine Verbesserung: in der Nacht schlief er schlecht und schrie und gerade eben hatte er auch eine Schreiattacke. Was kann man noch tun? Sollte ich zum Osteopathen gehen? Sollte die Cranio-sacral- Behandlung länger dauern? Ich bin schon ziemlich fertig, da ich in der Nacht kaum zum Schlafen komme und tagsüber auch vollkommen ausgelastet bin und nicht zur Ruhe komme. Die Schreiattacken belasten mich sehr, ebenso die Tatsache, dass er nicht schläft (und so sicherlich ständig übermüdet und überdreht ist). Was würden Sie mir raten? PS: Hunger kann er keinen haben (er hat innerhalb 1 Woche durch das Stillen 0,5 kg zugenommen).


Katrin Simon

Katrin Simon

Beitrag melden

Liebe fleur, den beruhigenden und aufmunternden Antworten kann ich mich nur anschließen! Ja, vielleicht kann Dich jemand unterstützen, dass Du einfach auch mal durchatmen kannst und zur Ruhe kommst. Falls Du niemanden vertrautes hast in Deiner Nähe, dann kann Eure Familie ggf. eine Leihoma unterstützen. Es gibt mittlerweile Einrichtungen wie Bildungsstätten, Mütterzentren etc., die motivierte, vorwiegend erfahrene ältere Frauen, an Familien vermitteln, um dort der jungen Mutter eine Stütze zu sein, die ihr das Kind für einen Spaziergang abnimmt, das Baby ein Stündchen schaukelt oder einfach mal da ist und Halt gibt. Vielleicht für Dich eine Möglichkeit, um zu verschnaufen. Andernfalls suche nach Unterstützung bei Familie oder Freunden. Ja, in Hochglanzmagazinen erscheint doch Frau Klum & Co. durchgestylt, schlank und TOTAL buisy nach der Geburt... LEIDER wird uns Müttern so ein Bild nur zu gern verkauft, Aber, die Realität ist es nicht. Das Wochenbett dauert SECHS Wochen und dient u.a. dazu, dass das Leben mit einem Baby ruhig angegangen wird, die Gewöhnung aneinander intensiviert wird, das Bonding genossen und der Körper der jungen Mutter sich von der Schwangerschaft erholt und sich auf seine neuen Aufgaben vorbereitet bzw. sich an sie anpasst. Stress, Unruhe und vielleicht auch irgendwann der Grad der Verzweiflung ist gerade für eine stillende Frau das Tor zu einem Milchstau, ggf. sogar zu einer Brustentzündung. Das langsame Tempo am Ende der Schwangerschaft ist wohl auch deshalb naturgegeben, weil es anfangs im Wöchnerinnendasein MIT Baby genau so oder sogar noch langsamer weitergeht. Selbst temperamentvolle Frauen werden so etwas ausgebremst :-). Hast Du eine Hebammenbegleitung? Vielleicht könnte ein geschulter Blick oder eine Situationseinschätzung vor Ort die entscheidene Hilfe sein? Nicht umsonst werden seit hunderten von Jahren Frauen durch Hebammen betreut, weil Frauen nach der Geburt einfach eine ganz besondere Fürsorge brauchen. Denn nach kürzester Zeit befindet sich eine frischgebackene Mutter schon inmitten der Realität, die i.d.R. aus vielen Pflichten und erst einmal wenig persönlichen Freiräumen besteht. Wie geht es Euch nun seit der Cranio-sacral- Behandlung? Manchmal brauchen die Kinder ein paar Tage, dass die Therapie ein Ergebnis zeigt. Auch das heftige Weinen nach der Therapie ist normal, weil sich das Körpergefühl umstellen muss und damit eine Irritation für das Kind eintritt. Die Tatsache, dass der kleine Mann im Geburtskanal feststeckte zeigt, dass er u.U. die Geburt als sehr anstrengend, vielleicht sogar als traumatisch erlebt hat. Das Weinen, das nicht Entspannen können, deutet an in welcher Anspannung er noch stehen muss. Wo kannst Du noch Hilfe erhalten? Eine naturheilkundlich orientierte Fachfrau z.B. Hebamme, Ärztin o.a. könnten noch behilflich sein. Im Bereich der Hommöopathie, Bachblüten oder Kinesiologie können Kinder sehr gut begleitet werden. Bis bald und viele Grüße von Katrin


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Gestern hatte mein Sohn gar keinen Stuhlgang und vorgestern nur 1x (dafür ziemlich viel). Ist das normal bei einem Stillkind, das 2 Wochen alt ist?


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Tagsüber versuche ich, mein Sohn eingepukt schlafen zu legen (mit Kopfbegrenzung). Doch das Einpuken gefällt ihm nicht so sehr. Nachts schläft er in einem Alvi Babymäxchen (ebenfalls mit Kopfbegrenzung). Wenn nötig, gebe ich ihm einen Schnuller zur Beruhigung. Für tagsüber habe ich mir ein Tragetuch gekauft, doch er schreit häufig, wenn er ins Tragetuch "hinein gegeben wird". Was kann ich noch tun, damit er einschläft und in den Tiefschlaf findet? Heute war er auch beim Spazierengehen alle paar Minuten wach und schlief nicht ein (er war aber ruhig und nicht quengelig). Stuhlgang hatte er heute 1x (dafür relaltiv viel).


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo! Ich bin zwar nicht die Expertin hier, aber vielleicht kann ich dir ein bisschen helfen! Meine Kleine hat anfangs auch sehr wenig geschlafen und auch ich hab mir gedacht, dass das sicher nicht normal ist! Aber irgendwann hat sich das eingependelt! Sie ist jetzt 6 Monate alt und schläft 2,5 - 4 Stunden am Tag! Wichtig ist, dass du dich selber beruhigst und dir nicht zu viele Gedanken darüber machst! Versuche einfach dich NUR auf dein Baby zu konzentrieren! Es merkt jede Unruhe die du in dir hast! Manchmal wirkt es auch Wunder, wenn jemand anderes dein Baby herumträgt und beruhigt- eben weil man selber schon so erschöpft und unruhig ist! Ich hab die Kleine oft ins Tragetuch gesteckt - wollte sie anfangs auch nicht, aber ich hab dann einfach gesungen und bin ganz langsam hin und her gegangen! Dann ist sie eingeschlafen! Das mach ich übrigens jetz auch noch manchmal! Außerdem hab ich immer versucht mich in die Lage meines Babys zu versetzen! Wie würde ich mich fühlen, wenn ich aus dem warmen Bauch heraus, in die eher kalte Umgebung kommen würde? Wo würde ich mich am wohlsten fühlen? ... Und... lass dich bitte von niemanden verunsichern, der dir sagt, dass du dein Baby einfach einmal weg legen sollst - nicht immer nur tragen! Ich denke, dass dein Baby deine Nähe unbedingt braucht und die bekommt es eben nur durch tragen, kuscheln, streicheln,...! Ich weiß, dass das alles leichter gesagt als getan ist, aber gerade nach einer anstrengenden Geburt ist RUHE das Wichtigste fürs Baby und für die Mama! Viel Kraft wünscht dir Lenschi2009


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.