Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

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Mitglied inaktiv

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hallo katrin , heut hab ich wieder fragen,unser leon wird im nov. 2. zur zeit ist es so , das er bei jedem bisschen anfängt zu schreien und das richtig doll. wenn er was nicht durchgesetzt bekommt oder einfach so. es ist richtig anstrengend. hab schon gedacht was mach ich falsch.. wir wohnen im neubau, die müssen ja auch denken was ist da denn los. was kann man machen. seit heut versuchen wir den nuckel abzugewöhnen , hat schon ein kieferofenen biss, trotz das er ihn seit 3 monaten nur nachts bekommt, hatten die von nuk. ist das zu radikal?? wie kann man ihm helfen beim entwöhnen. ich willnichts falsch machen. danke


Katrin Simon

Katrin Simon

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Liebe Kathi, der kleine Mann schlittert nun gerade in die "Trotzphase". Leon testet nun vornehmlich aus, wie, was und wie weit er durch Schreien, Hinfallenlassen etc. etwas erreichen kann. Trotzreaktionen snd in der Tat eine sehr anstrengende Zeit ist. Zur Aufmunterung: selbst die wird später genauso vergessen, wie der Geburtsschmerz oder stundenlanges Weinen des Babys... :-). Aber nun zur Situation: Da eine Trotzphase ein "Grosswerden" ist und Kinder nun auch ihre Eltern mit allen Facetten ( Schwächen und Stärken) wahrnehmen, gibt es natürlich nichts spannenderes, als den ganzen Tag auszutesten, wann, wo, wer, wie reagiert?! Kann ich Mama also mit dem Anziehtrick genauso auf die Palme bringen, wie Papa? Oder wo klappts dann bei Papa, wenn der ruhig bleibt... Natürlich läuft dieser Prozess nicht in einem strategisch durchgeklügelten Plan ab, sondern ergibt sich einfach aus dem uns vorgegebenen Entwicklungsprozess. Trotzen ist wichtig, um autag zu werden. Sich selbst wahrzunehmen, zu schauen, was spüre ich an Gefühlen in mir und wie gut kann ich Situationen aushalten. Denn- ein trotzdendes Kind ist nicht gleich ein glückliches Kind. Oftmals sind die Kinder hemmungslos überfordert, wenn sie sich schreiend auf den Boden werfen. Sie brauchen demnach eine ruhige und starke Begleitung. Trotzen bitte niemals persönlich nehmen ( ist sehr schwer, ich weiß!). Praktische Tipps: - dem Kind im Alltag Herausforderungen nahe bringen. Kleine Aufgaben stellen z.B im Haushalt, "gefährliche" Dinge machen lassen wie z.B. mal helfen eine Kerze anzuzünden, im Supermarkt beim Waren holen helfen lassen... Und zum Schluss ein grosses Lob, wie groß das Kind nun schon ist!! - auch im motorischen Bereich Herausforderungen angehen. Kinderturnen, Klettern, Laufradfahren etc. und einfach nur Bewegung sind super damit sich ein Kind entfalten und es auch Frustmomente wunderbar verabeiten kann bzw. Bestätigung erhält, wenn denn Hindernisse genommen werden. - das Belohnungsprinzip antesten. Jeden Morgen gibt es ein Sternchen,wenn das Anziehen gut klappt und bei drei Sternchen, dann eine kleine Überraschung. - gibt es von Dir eine Sanktionsandrohung, dann muss diese auch nach z.B. drei Vorwarnungen durchgeführt werden. Die Vorwarnungen sind wichtig, damit Deine Tochter die Chance hat, es "wieder gut zu machen". Andernfalls tatsächlich mal den Spielplatz verlassen etc. Heisst natürlich auch, dass man vorher gut überlegen muss, was eine Konsequenz sein könnte, damit man nicht selbst in die Bredouille kommt. - die verlangten Dinge sind ein Indiz dafür, um zu schauen, inwieweit Mama nach meinem Willen tanzt. Besser: die Dinge, die die Tochter haben möchte als Zielvorgabe setzen. - ein schreiendes Kind in der Öffentlichkeit darf sich austoben und schreien, kann es nicht unterbrochen werden, dann hilft nur, es unter den Arm zu nehmen und sich dorthin zu begeben, wo Ruhe einkehren kann. Bitte beachte: eine Trotzreaktion wird häufig von anderen als Anlass genommen sich ununterbrochen einzumischen. Ob verbal oder nonverbal und egal, wie Du reagierst, es gibt immer Gegenstimmen. Also, die Bewältigung der Situation ist höchst privat und einfach etwas zwischen Euch beiden. So kannst Du Dich voll und ganz Deinem Kind widmen und es wird merken, dass Du da bist. - reagiere entgegengesetzt, wie Dein Kind es vielleicht erwartet. Nimm es in den Arm und tröste es. Sprich auch Dein Verständnis aus für seine Stimmung. " Ich kann verstehen, dass Du Dich nicht anziehen möchtest, weil Du jetzt spielen willst. Beim Doktor gibt es auch eine riesige Spielzeugkiste...." Ein recht schönes Buch und einfach mal zum Schmökern:" Das Mary Popins Prinzip" von Sabine Bohlmann. Eine Sammlung von Ideen, wie man Kinder aus verfahrenen Situationen abholt bzw.sie gar nicht dazu kommen lässt. Das nächtliche Schnullergeben ist prima und schon einmal ein Weg in die Entwöhnung. Manchmal gelingt der erste Versuch schon so, dass das Verlangen nach dem Nuckel überhaupt nicht mehr aufflammt. Geschichten von der Schnullerfee etc. versteht Leon noch nicht. Bietet den Schnuller z.B. für die Nacht gar nicht mehr an, lasst ihn verschwinden und wartet die Reaktion ab. Andernfalls braucht Euer Sohn den Schnuller u.U. einfach noch zur Nacht, weil er gerade mit sich selbst so zu tun hat, dass er sich durch das Saugen selbst nur erden kann.... Ich hoffe, es sind ein paar Tipps dabei. Gute Nerven weiterhin und bis bald, Katrin


Katrin Simon

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... habe Dir eine Kopie aus einem anderen Beitrag gemacht, der in seinem sachlichen Inhalt für Euch auch stimmt. Statt Sohn, wirst Du aber Tochter als Bezeichnung finden... LG Katrin


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