Baby mit Stehhaaren

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Babys Entwicklung
im 1. Lebensjahr
mit 4 bis 6 Monaten


Pflege

Wunder Po - was tun?

Zwei wichtige Ereignisse prägen dieses spannende Alter mit einem knappen halben Jahr: Zum einen wird Ihr Baby nun langsam von der Milch alleine nicht mehr satt und bekommt die erste Beikost. Zum anderen brechen bei den meisten Kindern nun die ersten Zähnchen durch. Wichtige Ereignisse, die aber leider manchmal einen unangenehmen Nebeneffekt mit sich bringen, denn viele Kinder werden nun das erste Mal am Po wund.

Mal eine Weile unten ohne strampeln - das genießen alle Babys. Und es tut der Haut am Po richtig gut. Erst recht, falls die Windelregion bereits gerötet und gereizt ist. Das kann immer mal vorkommen.

  • Ist die Rötung nur leicht, genügt es meist, das Baby möglichst oft frisch zu wickeln und oft nackt strampeln zu lassen (Zimmertemperatur um die 22 Grad). Legen Sie Ihrem Kind ein dickes, saugfähiges Handtuch unter. Bei Jungen am besten eine Mullwindel locker über die Hüfte legen: So lässt sich vermeiden, dass der Urinstrahl in hohem Bogen alles durchnässt, falls Ihr Baby pieseln muss. Tupfen Sie die Haut nach dem Reinigen (am besten mit klarem, lauwarmen Wasser) behutsam gut trocken, bevor eine neue Windel dran kommt. Keinen Puder verwenden, er klumpt leicht und kann dann in den Hautfalten scheuern.
  • Sollte die Haut am Po sehr entzündet aussehen, zeigen sich bereits blutige, offene Stellen oder Abschürfungen im Bereich des Windelrands (Windeldermatitis), gehen Sie mit Ihrem Kind zum Arzt. Er wird Ihnen sagen, welche Heilsalbe richtig ist, ob eventuell sogar ein keimtötendes Mittel nötig ist.
  • Ist die Haut flächig gerötet, zeigen sich vielleicht kleine Bläschen, kann das Windelsoor sein. Soor wird durch den Hefepilz Candida Albicans ausgelöst. Bitte gehen Sie mit Ihrem Baby zum Kinderarzt oder zur Kinderärztin.

    Er/sie wird Ihnen ein Anti-Pilzmittel geben. Mütter, die Ihr Kind stillen, müssen möglicherweise mitbehandelt werden: Der Hefepilz sitzt bei Erwachsenen meist unerkannt und ohne Beschwerden zu machen auf der Haut. Beim Stillen gelangt er jedoch in den Mund des Kindes und von dort in den Darmtrakt. Mit dem Stuhl ausgeschieden verursacht er die bekannten Hautprobleme am Babypo. Stillende Mütter, deren Babys Soor haben, müssen daher meist eine Creme auf die Brustwarzen auftragen, um den Pilz abzutöten. Das Stillen wird nicht gestört.

Plötzlich ganz kahl?

Es kann gut sein, dass auf dem Kopf Ihres Babys momentan fast kein Haar (mehr) sprießt. Keine Sorge, das bleibt nicht so. Der zarte Babyflaum der Anfangszeit verliert sich und erst dann wachsen die neuen Haare nach. Bei manchen Babys ist der Übergang so allmählich, dass er nicht auffällt. Andere dagegen müssen sich bis ins erste Lebensjahr hinein mit eher schütterem Haarwuchs abfinden. Aber danach wird auch Ihr Kind garantiert ausreichend Haare auf dem Kopf haben.

Übrigens: Ob viel oder wenig Haar, Shampoo ist im ersten Lebensjahr nicht unbedingt nötig. Ersparen Sie sich den Kampf ums Kopfwaschen, denn schon Babys mögen das meist nicht. Es reicht, das Haar beim Baden mit dem Badewasser abzuspülen. Falls Sie doch ein Baby-Shampoo verwenden möchten: Eine erbsengroße Menge genügt.

Gut gepflegt zu jeder Jahreszeit

Viel an die frische Luft gehen, das empfehlen Kinderärzte. Und zwar rund ums Jahr. Immer nach dem Motto: Es gibt kein schlechtes Wetter...! Sie sollten aber darauf achten, dass vor allem die zarte, empfindliche Gesichtshaut Ihres Babys dabei immer gut geschützt ist. Je nach Witterung braucht sie im Herbst und Winter zusätzlichen Schutz vor Kälte und Wind. Hierfür verwenden Sie am besten eine reichhaltige Pflegecreme mit einem höheren Fettanteil oder gleich eine "Wind-und-Wetter-Creme". Vor allem das ständige Hin-und-Her zwischen kalter Luft draußen und trockener, warmer Heizungsluft drinnen stresst die empfindliche Haut und lässt sie schnell austrocknen. Um dem entgegenzuwirken, sollten Sie in der kalten Jahreszeit zum Waschen und Baden immer einen rückfettenden Badezusatz verwenden und Ihr Kind danach gut eincremen. Im Sommer braucht die Haut Schutz vor schädlichen UV-Strahlen. Allerdings sollte Ihr Baby in seinem ersten Lebensjahr möglichst noch keine direkte Sonne abbekommen. Solange es noch nicht krabbelt, ist der beste Sonnenschutz deshalb: im Schatten bleiben. Abgesehen davon sollten Sie ihm möglichst luftige aber langärmelige Oberteile und lange Hosen anziehen. Das empfindliche Gesicht können Sie mit einer babygeeigneten Sonnencreme schützen. Aber bitte trotzdem: Sonnenhut nicht vergessen.

 

 

Zuletzt überarbeitet: Dezember 2018

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