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Nachts wirklich noch stillen?

Nachts wirklich noch stillen?

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Mein Sohnemann ist fast 6 Monate alt und hat prima bis zum 4. Monat durchgeschlafen. Ich war ganz stolz, daß er das als Stillkind schon schaffte. Nun ist es aber leider so, daß er kurz nach dem 4. Monat wieder einmal nachts Durst hatte und ich ihn wieder anlegen mußte. Zum Test hatte ich in der zweiten Nacht Tee gegeben, da hat er gleich 60 ml in einem Zug weggetrunken. Danach konnte ich ihn aber trotzdem erst mit stillen beruhigen. So ging das die meisten Nächte, er schlief ca. 6 Stunden und wurde dann wach. Ich habe, um langes Geschreie zu verhindern, ihn dann auch immer gleich angelegt. Jetzt ist es aber mittlerweile so, daß er nachts nach 4 Stunden aufwacht und ohne ersichtlichen Grund schreit. Das ist dann so gegen 1 Uhr. Meist reicht ihm der Schnuller als Beruhigung, manchmal muß ich ihn auch rausnehmen und etwas rumtragen. Trotzdem beruhigt er sich dann ca. 1 Stunde nicht so recht und wird immer wieder wach. Dann habe ich ihn dann doch letztendlich gestillt und dann hat er bis morgens durchgeschlafen. Doch jetzt kommt er auch dann schon wieder nach ca. 2 Stunden nach dem Stillen und will auch wieder nur geschaukelt werden. Er schläft unruhig. Durst hat er dann noch keinen. Hab es öfters probiert. Meist hat er auch gegen 1 Uhr noch keinen Durst, nach der unruhigen Stunde danach ist es für ihn eher beruhigend, daran zu saugen. Letzte Nacht habe ich ihm mal keine Brust, sondern Tee angeboten. Wenn er wie gesagt richtig Durst hat, trinkt er den auch. Den wollte er aber nicht und so habe ich halt mit ihm ca. 1,5 h gekämpft und immer wieder den Tee versucht zu geben. Nichts. Danach ist er erschöpft eingeschlafen und hat auch bis heute morgen durchgehalten. Ich nehme an, das ist jetzt schon Gewohnheit bei ihm, immer gegen 1 Uhr aufzuwachen. Wie schaffe ich es, ihm das wieder abzugewöhnen? Ich glaube nicht, daß er noch wirklich Durst hat. Er bekommt tagsüber Gläschen und Brei, genug Flüssigkeit ebenso und ist auch sonst sehr ausgeglichen und lieb. Wie schaffe ich es, daß er es nachts auch wieder wird? Weiß jemand einen Rat?


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Hallo Jangcat, schau mal was Biggi dazu geschrieben hat: ...Im Alter zwischen vier und sechs Monaten fangen unzählige Babys, die bisher lange Schlafphasen hatten, an, wieder mehrfach nachts aufzuwachen.Das liegt jedoch nicht daran, dass die Milch nicht mehr ausreicht, sondern ist entwicklungsbedingt.Die Kinder beginnen um diesen Zeitraum die Welt sehr konkret zu erleben, sie müssen das am Tag Erlebte in der Nacht verarbeiten, sie lernen neue Fähigkeiten (umdrehen, robben, krabbeln, gezieltes Greifen ...), sie beginnen den Unterschied zwischen fremd und bekannt zu erkennen. All dies ist ungeheuer aufregend und auch anstrengend. Dazu kommt, dass sich die Zähne verstärkt bemerkbar machen, dass vielleicht die erste Erkältung kommt und, und, und ... Es gibt jedenfalls genügend Gründe dafür, dass das Kind unausgeglichen ist und nachts häufiger aufwacht. Für die Mütter ist es meist schwer, diesen `Rückschritt" zu akzeptieren. Doch in Wirklichkeit ist es ein Fortschritt, denn das Kind hat wichtige neue Entwicklungsschritte gemeistert und ist dabei noch weitere anzugehen. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass ein Baby am Abend nur ausreichend `abgefüllt" werden müsse, um ruhigere Nächte zu erreichen.Wer auch immer das Gerücht in die Welt gesetzt hat, dass Beikost oder künstliche Säuglingsnahrung besonders lange `vorhalten" und Kinder dann länger schlafen, der hat vielleicht ein Ausnahmekind gehabt oder eventuell sogar gar keines. Ich will nicht behaupten, dass es nicht manchmal tatsächlich so ist, dass ein Baby länger schläft, wenn es am Abend einen Brei oder eine Flasche mit künstlicher Säuglingsnahrung bekommt, aber es ist keinesfalls die Regel (und vielleicht sogar einfach nur Zufall) und nicht wenige Kinder schlafen nach einer `Reichhaltigen Abendmahlzeit" sogar noch schlechter. Das heißt nicht, dass dem Kind die Beikost vorenthalten werden sollte, aber dass keine großartigen Erwartungen in Bezug auf das Schlafverhalten mit der Gabe von zusätzlicher Nahrung verbunden werden sollten.Die Fähigkeit länger zu schlafen, hängt nicht von der Art der Nahrung und auch nicht von der Menge der Nahrung ab. Das wurde inzwischen in Studien hinlänglich festgestellt und haben auch schon viele Eltern erkennen und erleben müssen. Es ist ein Reifungsprozess beim Kind, der von Kind zu Kind unterschiedlich schnell verläuft. Haben Sie ein wenig Geduld mit sich und Ihrem Kind und versuchen Sie sich den Alltag so einfach wie möglich zu machen, damit Sie genügend Ruhe für sich bekommen. Abgesehen von den umstrittenen Schlaftrainingsprogrammen, die von Stillexperten nahezu einhellig abgelehnt werden, bleibt Ihnen in dieser Zeit nicht viel, als geduldig zu bleiben und sich die Tage und Nächte so einfach wie möglich zu gestalten. LG, Holli


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Hallo, im Großen und Ganzen schließe ich mich meiner Vorschreiberin absolut an.....und die Ansicht, dass ein Baby durchschlafen lernen kann teile ich auch nicht. Jedes Kind hat seinen eigenen 24-Stunden-Ablauf, den man nicht zu früh manipulieren sollte. Für mich wurde es leichter, als ich innerlich bereit war zu akzeptieren, dass mein Sohn zeitweise alle 1-1,5 Stunden angedockt werden wollte. Hilfreich war dabei unser Familienbett, so war ich nciht gezwungen aufzustehen. Im Übrigen schläft mein Sohn (27 Monate) erst seit dm er ca. 18 Monate ist "durch". Wobei dieses Durchschlafen auch mit Vorsicht zu geniesen ist, da eine Erkältung, ein Entwicklungssprung, ein für ihn stressiger Tag etc. immer dazu führen können, dass er Nachts trinken will (er ist noch eine Stillkind, und es spielt keine Rolle ob er tagsübefr viel oder wenig isst). Stillen hat auch nicht nur was mit Nahrungsaufnahme zu tun, sondern auch mit Geborgenheit, Nähe, Sicherheit. Wenn Du Dir das immer wieder vor Augen hälst, fällt es Dir bestimmt leichter diese Phase auszuhalten. Kopf hoch, alles wird einmal besser. LG Heike Ach ja, vielleicht sprichst Du mit Müttern in Deinem Bekannten-/Freundeskreis, wenn die ehrlich sind wedn sie Dir bestätigen, dass "durchschlafende"Babies eher die Ausnahme sind.


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auch wenn es manchmal sehr anstrengend ist: es ist eigentlich das normale gesunde verhalten von babys,das sie nachts gestillt werden wollen... lg.johanna


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... unser Sohn ist jetzt fast 2. Mit 4 Monaten fing er an, schlechter zu schlafen, mit 6 Monaten noch mehr und mit 9 Monaten war der Tiefpunkt. Je mobiler er wurde, desto unruhiger die Nächte. Inzwischen schläft er manchmal durch (hat er ganz alleine "gelernt"). Ich kann nur sagen, ich bin froh, dass ich ihn bis über 1 Jahr nachts gestillt habe und bei mir im Bett hatte, so bin ich wenigsten einigermaßen zum schlafen gekommen. Einfach nicht stillen hätte am häufigen Aufwachen auch nichts geändert (haben mir andere Mamis erzählt). Vielleicht ist es bei Euch auch nur eine kurze Phase - jedes Kind ist anders. Bei uns war es weniger der Hunger - eher das Nuckeln. Klar hat er nachts auch getrunken, aber er hat auch tags gut gegessen bzw. gestillt. Inzwischen bekommt er nur ausnahmsweise nachts (wenn er krank ist z. B. - da haben wir wenigsten erträgliche Nächte), ansonsten morgens und vor dem Schlafen. Alles Gute, stillmama