Mitglied inaktiv
hallo, ich war heute nach einem guten Jahr "Pause" wieder mal beim Frauenarzt - diesmal nur normale Krebsvorsorge (Kassenärztlich, denn man kann ja immer mehr bekommen wenn man dafür löhnt: erst begrüsste er mich, "sie waren aber schon lange nicht mehr hier" was ich mit der Geburt unseres Kindes Jan 2004 und der anschliessenden Stillzeit (er sagte ja ich soll zur Vorsorge kommen wenn ich abgestillt habe)bis Jan 2005. Und nach einem Abstrich fragte ich in welchem Alter man die Osteoporose - Zusatzleistung sinnvoll wäre, weil meine Mutter (51 Jahre) darunter leidet. Dann legte er los: Also dann hätte man es shcon länger machen müssen, (ich bin 27 Jahre!) und überhaupt wäre da eine Stillzeit sehr schädlich, denn dadurch geräte mein Hormonhaushalt ins wanken (osteron mangel) und das wäre förderlich für osteroporose! Und in der Muttermilch gäbe es tausenderlei Schadstoffe, man könne sie auch nie und nimmer verkaufen weil die so belastet wäre... Also er machte mir voll den Vortrag und stand dabei schon an der Türe, ich dachte nur lass ihn reden und such dir sofort nen anderen Arzt !!! Doch irgendwie belastet mich dieser Vortrag über die negativen Seiten des Stillens, Die Künsltliche Milch (Pre) wäre besser als die Muttermilch, denn wenn man das Kind vor allergien shcützen will müsse die Mutter auf sämtliche Milchprodukte verzichten das sonst auch Bestandteile in der Muttermilch sind und und und! Er würde inder heutigen Zeit nie und nimmer stillen weil auch alles nur polittisch ist (man kann "Lebens-Gewohnheiten wie Tragetuch,STillen usw nicht einfach in unsere Kultur verpflanzen, weil eben es nicht in die unsere passt. Die Politik sagt "Mütter an den Herd und stillen, Kinderbetreuen (Pisa)" damit der Arbeitsmarkt sich erholt und weniger Arbeitsuchend sind. Ich weiss, dass es auch stillende arbeitende mütter gibt doh sind sie deutlich in der Minderheit! Wie geht es denn euch so im Alltag, mit welchen Gesellschaftlichen Ausserungen habt ihr so zu kämpfen und wie geht ihr damit um!? Hab ich das stillen (12 Mon)zu lang betrieben? IChhätte heute gern noch Felix an der Brust doch er lässt scih auch anders trösten und scheint nicht danach zu verlangen (ich bin traurig deshalb) ! Bitte schreibt mir doch ein paar Worte ich bin momentan verunsichert und durcheinander!!! Danke Tanja
Hallo, erstmal toll, dass Du so lang gestillt hast. Mein Stillkind ist 23 Monate und eine Weile wird das noch so bleiben. Ich war regelmäßig in einer Stillgruppe, gehe seit 6 MOnaten arbeiten. Zu Deinem Arzt: Mir fehlen die Worte bei soviel Unkenntnis und Lobbyismus für die Babynahrungsindustrie. Eigentlich müsste man ihm untersagen, Schwangere zu betreuen. Sicher geht vieles in die Mumi über, aber trotzdem empfehlen (müssen) sogar Hipp, Alete und Co. in den ersten Monaten das Stillen. Ich bin stolz auf mein Kind (ist prächtig entwickelt, frech und clever) und auf die Stillzeit. Gerade weil ich arbeite, genieße ich die Zweisamkeit und Nähe zu meinem Kind. Unsere "Kultur" ist genaugenommen kinderfeindlich. Jedes Baby kommt gleich auf die Welt - wir vor tausenden Jahren. Es möchte getragen und gestillt werden - und nicht in ein steriles Kinderbett oder den Kinderwagen. Ich hab ein tolles Buch gelesen: Vom Glück des Stillens. Ist von Eva Hermann (Tagesschau). Hab sie auch in einer Lesung gesehen. In dem Buch hab ich einige gute Argumente gefunden, wenn mir ein Unwissender mal wieder das Stillen madig machen will. Gruß stillmama
Also, ich bin völlig geplättet, dass ein Arzt sowas von sich gibt. Bei mir ist noch nicht ganz soweit (39. SSW), aber ich möchte meine Maus auch lange stillen und bin entsetzt über solche Aussagen, dass Kunststoffmilch besser sein soll als MuMi. Ausserdem finde ich das richtig, dass Mütter mit den Kindern zu Hause bleiben. Mich hat meine Mutter mit 9 Monaten abgegeben in die Kinderkrippe von morgens halb 8 bis abends halb 5. Und so ging das weiter über Kindergarten und Schule bis ich 14 war. Jeden Tag von halb 8 bis halb 5. Ich hab es gehasst und ich hab meine Mutter dafür gehasst, dass sie kein Bock hat mit mir zu Hause zu bleiben. Sie hat gesagt, sie hat nicht studiert um zu Hause zu bleiben und Kinder zu erziehen. Ist das etwa korrekt?
Hallo Tanja, nur weil jemand Arzt ist, heisst das (leider!) noch nicht, dass er sich mit dem Stillen auskennt, oft genug ist sogar das Gegenteil der Fall. Von Aerzten habe ich gehoert, dass dieses Thema im Studium so gut wie nicht vorkommt. Wissen darueber wird haeufig von Vertretern von Babynahrungsmitteln bezogen, da kann man sich denken, was dabei herauskommt. Um nur ein Beispiel zu nennen: statitisch hat sich gezeigt, dass Stillen das Osteroporose-Risiko nicht erhoeht, sondern sogar SENKT. Naeheres dazu kannst du bei Biggi nachlesen. Je mehr man sich informiert, desto weniger koennen einem solche Bemerkungen anhaben. Dein Kind hat mit Sicherheit enorm davon profitiert, dass du es ein Jahr gestillt hast. Darauf kannst du stolz sein. LG Berit
also für mich wäre das ein grund den frauenarzt zu wechseln. zu so einem menschen könnte ich kein vertrauen mehr haben. ich habe nur positive erfahrungen mit dem stillen und ärzten gemacht (kinderarzt,frauenarzt und sogar im krankenhaus bei der geburt) und darüber bin ich sehr dankbar. ich bin und bleib der meinung das stillen das beste für mutter und kind ist - mir kann beim besten willen keiner erzählen dass die babynahrung gesünder wäre. vielleich hat der frauenarzt ja einen vertrag mit hipp oder alete geschlossen .... mach dich nicht verrückt du hast deinem kind nichts schädliches angetan und dir auch nicht.
Was ist denn mit dem Brustkrebsrisiko, das signifikant sinkt mit jedem Monat Stilldauer? Und dass das Übergewichtsrisiko bei Kindern mit jedem Monat Stillen sinkt? Kennt er die Empfehlung der WHO? Die Medizin hat schon oft bewiesen, dass sie sich irrt, die Muttermilchernährung ist seit Jahrtausenden bewährt. Von der Meinung mancher Ärzte hat man hier schon genug hören dürfen, lass dich nicht verrückt machen, wahrscheinlich war vorher der Vertreter von Babyfood da... P.S. Warum ist Osteoporose bei so vielen Frauen Thema, die in den 50er und 60er auf Anraten der Ärzte NICHT gestillt haben? Hmmmm... Grüsse, Holle
Hallo Tanja, ich würde sofort den FA wechseln! So ein ignorantes A... (Entschuldigung!) MuMi ist auch mit Schadstoffen noch immer viel besser als jede Kunstmilch. Das mit den Milchprodukten hab ich auch noch nie gehört, es kommt mir blödsinnig vor. Der Verzichte auf Milchprodukte dürfte doch wohl eher Osteoporose fördern als das Stillen! Wenn Tragetuch, Stillen etc. nicht in unsere Kultur passen, dann ist in unserer Kultur was faul - sie ist eben nicht gerade kinderfreundlich, wie hier schon gesagt wurde. Mein FA ist zum Glück ganz anders - als ich mit meinem 1-jährigen Stillkind bei ihm war, meinte er, das sei ein Prachtkerlchen und das käme ja auch vom stillen. Ich scheine überhaupt Glück zu haben mit meinem Umfeld, bin bisher kaum auf Kritik gestoßen. Aber das wäre mir auch egal, weil ich weiß, dass ich meinem Kind was Gutes tue. 12 Monate stillen finde ich auf keinen Fall zu lang (denk nur mal an die WHO-Empfehlung). Aber du hast deinem Kind damit schon mal viel Gutes getan (mehr als die meisten Mütter tun), deshalb sei nicht traurig, wenn er die Brust jetzt nicht mehr braucht. LG Henny + Stillkind Kiran (16 Monate)
lass Dich nicht verunsichern, der Arzt hat wirklich keine Ahnung *ggrrr*. ÜBrigens ging es gerade erst letzte Woche durch die Medien (war aber vorher auch schon klar), dass die Mumi-Schadstoffbelastung in den letzten Jahrzehnten deutlich heruntergegangen ist und das das sowieso kein Thema mehr ist. VG Babsi