Mitglied inaktiv
Hallo Ihr Lieben! Brauche wieder mal Euren sehr geschätzten Rat - Chiara ist mittlerweile 18 Monate und wir stillen immer noch ziemlich häufig - morgens, tagsüber wenn sie grad lust dazu hat, abends zum einschlafen und nachts. Nun ist es so, dass Chiara noch nie einen guten - bzw. wirklich langen Schlafen hatte - und sie alle 1 1/2 bis 2 Std. aufschreckt und dann eigentlich fast nur durch die Brust zu beruhigen war und immer noch ist. Meine Kinderärztin meinte dazu - da ich mir deshalb ernsthafte Sorgen machte und immer noch mache - das wäre weil wir zum Einschlafen Stillen und sie dann mit der veränderten Situation nicht klarkommt und selbst nicht wieder zurück in den Tiefschlaf findet, weint sie und sucht natürlich wieder nach der Brust. Klingt einleuchtend, löst aber mein bzw. Chiaras Problem nicht wirklich. Im Moment ist es wieder ziemlich schlimm und nun wollte ich von Euch mal hören wer ähnliches kennt, bzw. ob Ihr mir einen Tipp geben könnt wie wir das Einschlafstillen vielleicht doch umgehen können. Ich kanns mir zwar kaum vorstellen, da sie wirklich sehr daran hängt aber freu mich über jede Antwort. Danke&lg Mo
Hallo Mo, manche Frauen sagen, bei ihnen hat es wirklich geholfen nicht mehr einschlafzustillen. Bei anderen brachte es wenig oder keine Verbesserung. Meine eigene Erfahrung: ich stille immer noch in den Schlaf, aber Jessicas Schlafverhalten hat sich von selbst verbessert. Ungefaehr im Alter deiner Tochter ging es los, mit 22 Mon. hat sie oefter durchgeschlafen oder kam nur noch einmal die Nacht. Wenn du das Einschlafstillen abschaffen willst, kannst du so vorgehen, dass du abends zwar stillst, aber danach folgt dann ein Ritual (kann auch der Papa machen). Zaehneputzen, Umziehen, was vorlesen oder so.. wie es euch gefaellt. Bei manchen Kindern funktioniert das nach kurzer Zeit ganz gut. Haengt aber auch damit zusammen, wie sehr sie noch die Brust brauchen zum Einschlafen. LG Berit
Hallo Mo, habe zwar "nur" 13 Monate gestillt, kenne das Problem aber auch. Im Gegensatz zu Deiner Kinderärztin glaube ich nicht, dass der unruhige Schlaf und die Einschlafprobleme irgendwas mit dem Stillen zu tun haben. Gerade Ärztinnen, die meist selbst gar nicht oder nur kurz gestillt haben, sowie andere Frauen, die ebenfalls nur kurz gestillt haben, erzählen einem ständig, das Stillen sei die Ursache der meisten Probleme - vor allem der Einschlafprobleme von Babies. Das stimmt aber nicht. Klar hat sich Chiara an das beruhigende Einschlafstillen gewöhnt. Sie scheint aber, da sie sich so oft meldet, generell ein Kind mit starken Bedürfnissen zu sein. Unsere Tochter (inzwischen schon 6 und endlich eine gute Schläferin, seufz! :-)) war damals genauso: Sie kam jede Nacht etwa sechs Mal und wollte trinken, aber eher zur Beruhigung als aus Durst. Ich dachte dann, na Gloria, nach Ende der Stillzeit wird das ja laut Aussage so vieler andere schlauer Mütter und auch des Kinderarztes viiiiel besser werden - aber Pustekuchen. Sie blieb eine unruhige Schläferin, und zwar mindestens, bis sie vier war (da wachte sie aber immerhin nur noch zweimal auf). Es ist einfach Veranlagung, das Stillen hatte damit gar nichts zu tun. Sie hat sich übrigens sehr entschieden und selbstbewusst selbst abgestillt, was man auf jeden Fall erwähnen muss, hat also das Stillen kein bisschen vermisst und auch nicht mehr nach der Brust verlangt. Die nächtliche Unruhe blieb aber. Ich glaube, es gibt viele Ursachen für unruhige Schläfer und dafür, dass andere Kinder nicht so sind. Ein wichtiger Aspekt ist sicher, dass viele Mütter solche Babies von Anfang an schreien lassen, bis sie mit Zwang und unfreiwillig lernen, selbst einzuschlafen. Irgendwann klappt das auch, natürlich verbunden mit wochenlangem nächtlichen Dauergeschrei und viel Leid fürs Kind, das habe ich im Bekanntenkreis oft genug gesehen - nur darüber wird nicht gern gesprochen. Wenn man das nicht will und noch dazu einen anspruchsvollen Schläfer hat, ist das Leben schon arg anstrengend, ich weiß. Ich würde aber erst abstillen, wenn DU es willst. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass sich am Schlafverhalten von Chiara viel ändern würde, wenn Du extra deswegen abstillen würdest. ABER: Sie ist jetzt durchaus alt genug, finde ich, um einen Kompromiss zu vekraften: Ich würde sie nicht alle anderthalb bis zwei Stunden stillen nachts, sonst gehst Du als Mutter irgendwann am Stock und bist tagsüber nicht zu gebrauchen - und auch keine tolle Mutter, weil übernächtigt und genervt. Auch diese Einschränkung wird schon einen Machtkampf mit viel Geschrei bedeuten, den Du dann durchhalten musst. Sie ist aber kein Säugling mehr, sondern ein Kleinkind. Sie nimmt keinerlei seelischen Schaden, wenn sie nur einmal oder maximal zweimal nachts gestillt wird und lernen muss, dass auch eine Mutter Grenzen der Verfügbarkeit hat. Auch bei meiner Tochter habe ich - mit viel Geduld und auch einigem Geschrei ihrerseits - die Anzahl der Stillmahlzeiten nachts allmählich reduziert. Es ging nicht mehr anders, weil ich wirklich nicht mehr konnte. Auch wollte ich zwar stillen, so lange sie wollte, aber ich wollte kein Schnuller oder Dauer-Nucki für sie sein. Und das solltest Du auch nicht sein. Stille Chiara zum Einschlafen und allerhöchstens noch zweimal nachts, mehr braucht auch das sensibelste Kleinkind nicht! Wie gesagt, gibt es leider nicht immer eine einvernehmliche Lösung mit dem Kind, manchmal muss man sich auch durchsetzen und ein paar Nerven investieren. Ohne Protestgeschrei wird es nicht gehen, Chiara ist ja jetzt eh mitten im Trotzalter und möchte Dich am liebsten mit Haut und Haaren vereinnahmen. Grenzen setzen ist jetzt aber nicht nur erlaubt, sondern sogar nötig. Liebe Grüße, Bonnie
Hallo mo! Meine Tochter ist fast genauso alt wie Deine(19 Monate) und stillt auch noch recht oft. Abends stillt sie sich schon länger nicht mehr in den Schlaf. Erst stillen wir und dann lesen wir noch Bücher vor ( sie hat einen großen Bruder), aber trotzdem ist sie nachts noch oft (2- max.4 X)wach und dann nur durch Stillen zu beruhigen. Ich glaube also nicht das der Verzicht aufs Einschlafstillen alles ändern würde! Ich habe mich damit abgefunden und hoffe , daß sie irgendwann von alleine die Kurve kriegt. Steffi
... Anthony ist auch bald 18 Mon. Und deine Situation,wie du sie beschreibst könnte glatt von mir stammen,hihi. Abends lege ich ihn hin ca.19 Uhr,und er wird regelmässig jede Stunde oder alles 2 Stunden wach und weint. Ich lege ihn dann wieder hin, beruhige ihn und er schläft dann zwei mal wieder ein ohne das ich stillen musste. So gegen 22.30 wird er noch mal in den Schlaf gestillt und meistens liegt er dann auch mit bei und im grossen Bett. Er schläft dort auch nicht anders,und wird öfters wach,aber dadurch,dass ich nicht aufstehen brauch und mich nur zu ihm herum drehen zum stillen,stört es mich nicht. Ich bin gerade auf der Suche nach dem Buch:"Schlafen und Wachen",ein Elternbuch für Kindernäche, v. Dr.W. Saers Das wurde mir hier und auch von Biggi empfohlen. Darin steht warum und wie der Schlaf von Babys und Kleinkindern anders ist,als der von den Erwachsenen. Vielleicht liest du ja auch gern und schaust dich nach dem Buch um. Viel Spass noch bei Stillen Tag und Nacht,lasst dir nichts von Unwissenden einreden. LG v.Peggy und Anthony ;-)
david ist zwar noch kleiner (10,5 mon.) war aber auch ein vielstiller in der nacht. wir haben dann versucht, ihn nachts auf wasser umzustellen und das hat eigentlich ganz gut geklappt (er trinkt auch tagsüber viel wasser). jetzt wird er das erste mal so gegen halb 3 gestillt, schläft aber die zeit davor nicht besser als vorher. mir ist aber insofern geholfen, als ihm in dieser zeit jetzt auch der papa mit schnuller & wasser helfen kann zurück in den schlaf zu finden. lg andrea
Hallo, bei uns klappt es auch mit dem Wasser nachts - oder Schnuller halt manchmal. Im Moment ist er zwar krank u. hat eine hartnäckige Bronchitis, da hat er ein paar Tage u. Nächte nur gestillt (bei uns leider nur mit abgepumpter Mumi möglich). Aber mittlerweile gebe ich ihm wieder sein Wasser u. dann schläft er weiter. Wenn er gesund ist, will er mittlerweile nur so 2-3x/Woche nachts 1x sein Wasser. Er ist jetzt fast 15 Monate alt. viele Grüße
o.t.