Vierfachoma
Ich bin gerade ziemlich entsetzt und ratllos, weil eins meiner Enkelkinder absolut keine Grenzen oder Regeln gesetzt bekommt. Er ist 2 1/2 Jahre alt, ist oft sehr wütend und hat seine eigenen Wünsche. Er konnte sehr zeitig laufen, will aber nicht anfassen und rennt z.B. quer über Straßen. Will man ihn festhalten, schreit er endlos, beruhigt sich lange nicht, fängt immer wieder an zu schreien, wirft sich auch auf den Boden usw. EIgentlich tut er mir sehr leid in dieser Situation, weil er mit seinem Frust nicht umgehen kann. Allerdings bekommt er eben von den Eltern keine Regeln. Die Eltern wollen immer ganz ruhig und sachlich mit ihm reden und haben absolutes Verständnis für seine Wut. Er verspricht lieb zu sein und rennt sofort wieder auf die Straße. Was kann man machen, damit die Eltern anders reagieren? Habe ich als Oma das Recht, den Eltern zu sagen, was sie machen sollen? Ich komme mir so hilflos vor, das Kind in seinem Unglück zu sehen und allein zu lassen und nichts machen zu können.
Du kannst es den Eltern sagen, ob sie es umsetzen , ist ja leider ihre Sache. Verständnis für seine Wut ist ja schön und gut, aber es gibt Sachen,da kann man mit ihm mit Ruhe und Sachlichkeit reden, aber beim Strassenverkehr, z.B. hört bei mir der Spass auf. Da kann er wütend sein, wie er will ! Dann dürfte er hier nicht mehr an der Strasse laufen und käme in den Buggy Keine Ahnung, was in den Köpfen solcher Eltern so vorgeht.
Wenn Gefahren bestehen, z.B an der Straße hört die antiautoritäre Erziehung auf. Entweder fest an die Hand oder in den Buggi. Auch 2,5 jährige brauchen Grenzen. Das ist nicht immer einfach, aber durchsetzbar. Immer den Weg des geringsten Widerstandes nehmen, klappt auf Dauer nicht. Ich würde den Eltern sagen, dass ich mir Sorgen mache. Ist die Mama deine Tochter oder Schwiegertochter? Ich hab zwar keine Schwiegertochter, hatte aber die Ratschläge meiner Mutter eher angenommen, als die meiner Schwiegermutter.
Hallo, ich bin zwar noch keine Oma, aber ich würde da tatsächlich mit den Kindern sprechen, dass das so nicht geht, würde auch die Verantwortung für solch ein Verhalten nicht auf mich nehmen. Ich würde den Eltern ganz klar erklären, dass ich das Kind nicht mehr nehmen kann, wenn es immer so ein Theater macht. Wenn das in dem Alter schon so macht, wie soll das denn mal aussehen, wenn er älter ist. Wenn die Eltern mit ihren Kindern übers Essen diskutieren, kann man das machen, muss aber nicht, aber im Straßenverkehr gibt es keine Diskussion. Wenn die Ampel rot ist, bleibt man stehen, es wird auf dem Gehweg gelaufen und bevor man über die Straße geht, wird geschaut. Das gilt auch für ein 2,5 jähriges Kind. Dass das Kind das nicht versteht, ist klar, aber deshalb muss man es ihm erklären und dann gibt es auch kein Geschrei, wenn es an die Hand muss. Das muss man auch so mit den Eltern absprechen. Sollten die Eltern auch nicht einsichtig sein, würde ich ein Treffen nur noch mit den Eltern statt finden lassen. Liebe Grüße Sabine