Mitglied inaktiv
heute in der mutter-kind-gruppe machte ich folgende beobachtung: ein junge, ca. 2 1/2, war gegen ende quengelig und trotzte ein wenig. für meine begriffe aber nicht schlimm. die mutter (in meinen augen ohnehin total zickig) schimpfte sehr mit ihm und ging irgendwann mit ihm raus. als die stunde zu ende war und alle sich anzogen, weinte und zeterte er immer noch. da nahm die mutter ihn, setzte ihn den toilettenraum und zog die tür von außen zu. er war sozusagen weggesperrt. na gut, er kam an die klinke und kam nach einer halben minute wieder raus. von dem moment an redete die mutter nicht mehr mit ihm und ging auf dem parkplatz mindestens 10 meter vor ihm zum auto. ich war etwas erschrocken. ein kleinkind in einen raum bringen und die tür zumachen? im traum fiele mir das nicht ein. bin ich zu harmlos? ist das gängige erziehungspraxis? andrea (deren kind aber auch sehr wenig trotzt)
Um Gottes Willen. Der arme Junge. Aber auch die arme Mutter. Wahrscheinlich total ueberfordert. Mein Sohn ist 26 Mo alt und trotzt, mal mehr mal weniger. Es gibt Momente da habe ich einen riesen Hals und das sage ich ihm dann auch. Ich sage, dass ich total sauer bin (weil er tritt, weil er sich im Laden hinschmeist...). Meist ist er dann sehr erschrocken (ich sage das sehr ernst), er fragt dann Papa, Oma, Opa usw und ich sage die sind alle auch total sauer. Das beeindruckt ihn bislang noch sehr und er macht dann eigenartigerweise ei ei und es geht wieder. Ich sehe seine Trotz relativ gelassen, aber ich bin auch nicht ueberfordert. Wer weiss wie es waere, wenn ich Geldsorgen oder Dauerstress mit meinem Mann haette... Ansonsten sehe ich in meiner Spielgruppe aehnliche Faelle, nicht ganz so krass, aber es geht doch manchmal recht rabbiat zu. Gruss Christiane
Zu Hause schicke ich meine zweieinhalbjährige bei Trotz-und Motzattacken auch hin und wieder in ihr Zimmer. Dann bekommt sie gesagt, daß sie da weiter " Protestheulen" kann. ( Irgendwann kommt sie dann von selbst und grinst und sagt " fertig mit weinen *g*) Ein Kind in einem fremden Raum, wie in dieser Toilette einzusperren ist nicht in Ordnung. So ein "Kämmerchen" gab es damals sogar bei uns im Kindergarten ( Ist über 30 Jahre her ) und war ja wohl eine schlimme Erziehungspraktik.
Ja,ich finde es zu hart. Man muss dabei immer überlegen,wie man sich selber fühlen würde,wenn das jemand mit einem selber machen würde. Warum war er denn so?Hast du mehr erkennen können,warum er so trotzte? Ich hab mal einen Satz gelesen,der bei einer Mami in der Signatur mit drinnen stand: "Trotzreagtionen entpuppen sich immer,als verständliche Weigerungen" oder so ähnlich. LG v.Peggy
o.T.
Ich find`s auch daneben. Egal was ein Kind macht, auf die Idee würde ich nicht mal kommen und bei uns wird momentan auch heftig getrotzt *g* Hab auch so eine Nachbarin, die bekommt`s nicht auf die Reihe-da sind manche Erziehungsmethoden sehr zweifelhaft...da könnte ich noch ganz andere Sachen erzählen. Wegsperren ist dagegen harmlos. Die hat noch ganz andere Ideen *kopfschüttel*. Ist immer auch eine Frage der Intelligenz, wie man mit seinem Kind umgeht-finde ich. Manche Mütter sind einfach überfordert..lassen sich aber erfahrungsgemäß auch keine Tipps geben. Okay ist das nicht, den Kleinen ins Klo zu sperren!! LG, Mona
...es ist immer noch besser, als zu warten bis die Nerven durchgehen und man ihm eine scheuert (und dafür gibts hier im Forum ja viel Verständnis). Wer weiß, was sich bei diesen beiden aufgestaut hatte. Keiner guckt hinter die Kulissen. Vom Lesen finde ich so eine Bestrafungsmethode auch deutlich zu hart. Ich mache es allerdings so, dass ich selbst den Raum verlasse (und nicht meine Kinder aussperre oder in ihr Zimmer bringe), wenn die Situation zu eskalieren droht, um dann erst einmal ruhig durchzuatmen. Gruß Tna
Ich denke auch, dass es besser ist das Kind "wegzusperren" als wenn man ihm eine scheuert. Selbst die "Supernanny" sagt, dass Kinder eine Auszeit brauchen, wenn sie trotzig sind. Dann kann man sie ins Zimmer o.a. schicken. Allerdings muß man dem Kind erklären warum es weggeschickt wird. Und es sollte zumindest ein vertrauter Raum sein. In dem Fall war die Toilette total daneben. Aber ich glaube dass die Mutter nicht mehr weiter wußte.
..sondern wohl eher darum das mein ein Kind in einen Raum sperrt den es nicht kennt. Ich persönlich würde nie über andere urteilen bzw. beurteilen ob etwas richtig ist oder nicht. Jedes Kind ist anderes und jede Mutter ist anders. Es gibt denke ich Phasen bei einem Kind wo eine Mutter einfach mal das recht haben darf "ihren eigenen" Erziehungstil durchzusetzen. Man muss bedenken, unsere Kinder können Sachen tun und machen die uns zur Weißglut treiben. Jede Mutter mit einem älteren Kind kann mir da bestimmt zustimmen. Ich selbst persönlich würde jetzt innerlich sagen ich tue dies und das nicht, aber weiß ich wie ich reagieren wenn der Tag einfach mal sch.... war. Wenn ich Ärger im Büro hatte. Wenn es mir nicht gut geht und ich einfach mal genervt bin ? He, es geht nicht darum das das Kind dafür nichts kann, sondern darum das ich als Mutter auch Gefühle habe und halt auch nur ein Nevrenköstum bis zu einer gewissen Grenze. Ich gestehe mir einfach mal "Fehler" zu und vielleicht auch mal "Erziehungsmethoden" die vielleicht mal nicht meiner Linie treu ist. ...und wisst ihr warum...weil Mütter auch nur Menschen sind. Ich finde es immer irgendwie total bescheuert wenn hier ein Fall angeführt wird und sofort stürzen sich alle drauf und meinen "urteilen" zu müssen. Natürlich will ich mein Kind nie schlagen, natürlich will ich es nie anschreien...aber bisher war ich auch noch nie am verzweifeln und meine Tochter ist erst 17 Monate...und es kommen noch andere Zeiten. Klar ist es ein Fehler das Kind verbal zu attakieren oder vielleicht zu schlagen, aber wir müssen mal die Kirche im Dorf lassen. Falls sich hier mal wieder jemand über das Wort schlagen in meinem Posting aufregen möchte, bitte laßt es, ihr wisst wie es damit gemeint ist. Bevor ich über andere urteile werde ich mal noch ein paar Jahre ins Land ziehen lassen. Schade das wir uns nicht alle in 15 Jahren nochmal die Postings durchlesen können, dann würden wir über vieles anders denken. Ich bin ein Mensch und ich mache Fehler. Nicht weil ich das WILL sondern weil ich einfach mal "Mensch bin"..und wer meint er hat sich immer unter Kontrolle und weiß immer immer voraus was er tut, dem glaube ich kein Wort. Ist vielleicht etwas krass ausgedrückt, aber manchmal wünschte ich mir einfach man würde mehr mit dem Herzen denken... LG steffi
Finde immer deine Postings klasse und bin immer deiner Meinung.
Hallo Andrea, du hast Recht, Einsperren ist überhaupt kein gutes Erziehungsmittel. Was soll das denn auch bringen? Ich kann ja nicht genau beurteilen, weshalb das Kind quengelig war, aber deiner Schilderung nach vermute ich, er war einfach müde und hatte genug von der Spielgruppe. In so einem Fall würde ich einfach das Kind nehmen und etwas eher heimgehen. Das habe ich schon öfter erlebt, das gegen Ende manche Kinder in einer Spielgruppe quengelig werden. Ich konnte schon nicht verstehen, wenn die Mütter dann mit ihren offensichtlich müden und überforderten Kindern noch dageblieben sind. Und bestrafen muss man ein Kind dafür erst recht nicht. LG Henny + Kiran (26 Monate)
nein, ich empfinde es als eine schande, ein kind mit ignoranz und liebesentzug zu strafen. ich kenne es noch von meiner kindheit und meine mutter war genauso extrem... und sie konnte tagelang einen nur ignorieren, stehen lassen und sprach nicht ein wort mit einem. ich empfand es immer als fürchterlich herzlos und mir tats weh... etwas was ich also meinem kind niemals zumuten werde. ich werde auch meinem kind niemals im leben sagen "du warst böse, ich hab dich nicht mehr lieb". auch wenn ich mit meiner tochter schimpfe... ich bin niemals nachtragend und meine standpauke endet IMMER mit dem satz: dein verhalten war nicht in ordnung, aber ich hab dich ganz ganz doll lieb.
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