Elternforum Rund ums Kleinkind

wie habe ich so ein monster herangezüchtet?

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Hallo, Lara ist fünf und erfreut uns derzeit damit, dass sie nach der GuteNachtGeschichte uns erpressen will: wenn du keine Geschichte mehr erzählst, werde ich laut! Das ist für uns ganz klasse, weil seit einer Woche Timo, zwei Jahre alt, bei ihr im Zimmer schlafen darf. Das hat sie sich eigentlich schon lange gewünscht und auch das umräumen im Zimmer fand sie klasse. Und nun das! Sie fängt dann einfach an zu quicken! Dadurch wird Timo, der dann schon schläft auch tatsächlich wider wach, weint und ich habe gar keine Zeit mehr, mich neben Lara zu setzten. Weil Timo weint und getröstet werden muss und damit erreicht sie doch das absolute Gegenteil von dem, was sie will. Was mache ich mir ihr? Auch sonst versucht sie ziemlich frech zu werden.... Liebe Grüße Stella


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Auch negative Aufmerksamkeit ist Aufmerksamkeit. Lara hat schnell heraubekommen, dass es dir wichtig ist, dass der Kleine weiter schläft. Wenn er aufwacht, bist du noch länger im Zimmer. Und du lässt dich immer leichter erpressen. Dem ganzen kannst du nur einen Riegel vorschieben, indem du ihr (am besten tagsüber) erklärst, dass Timo nur in dem Zimmer schlafen kann, wenn sie ihn nicht ständig weckt. Aber auch, dass du auf keinen Fall mehr vorliest, als abgemacht. Am besten vorher sagen "Es gibt nur eine Geschichte" und dabei auch bleiben. Auch wenn sie laut wird. Steh es durch! Spätestens nach ein paar Tagen stellt sie fest, dass sie Timo so oft aufwecken kann, wie sie will, es gibt nur eine Geschichte. Und ich werde mich nie mehr fragen, "was ich für ein Monster herangezüchtet habe". Das Verhalten unserer Kinder ist nur ein Spiegel unserer Erziehung. Sicher, es gibt unterschiedliche Temperamente, aber WIR haben dafür zu sorgen, dass aus unseren Kindern selbstbewusste, tolerante und liebevolle Kinder werden. Und dazu muss man eben auch mal (oder besser gesagt, meistens) konsequent sein. VG Tanja


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wo hat timo denn vorher geschlafen? ich würde beim nächsten mal, wenn sie ihn wach macht einfach sagen dass du timo jetzt wieder mit raus nimmst und er in seinem/euren zimmer schläft. nicht länger drinbleiben oder so, einfach mit timo rausgehen, und ihr sagen, wenn das nochmal passiert, dass ihr die zimmer wieder umräumt. sie hat gemerkt, dass sie wenn sie timo wach macht zeit schninden kann. es dauert bis er wieder schläft und solange bist du noch im zimmer und sie kann noch so lange wachbleiben. enn sie ein paar mal gemerkt hat, dass sie damit nichts erreicht, wird sie es denke ich lassen. LG little_princess


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Hallo Stella, wenn der Kleine schon schläft, hast du doch Zeit für die Große. Und was machst du dann? Du gehst und läßt sie allein! Ist das kein Grund zum Quieken? Ich denke schon. Deine Tochter ist kein Monster, sie ist ein kleines Mädchen, dass sich abends in deinen Arm kuscheln möchte, nicht nur schnell Geschichte erzählen, nein, auch still schmusen, ein wenig Körperkontakt bekommen. Sie will deinen Duft und deine Wärem mit in die Nacht nehmen. Vielleicht schaffst du es ja, die viertel Stunde bei ihr zu bleiben, bis sie schon fast selber schläft. Du gibst ihr so viel, wenn du noch bei ihr bleibst und sie dich mal ganz für sich alleine haben darf (wie oft muss sie schon am Tag verzichten, wenn du keine Zeit hast), am Abend kann man das mit viel Liebe wieder gerade rücken. Klar kannst du jetzt einen Machtkampf veranstalten und auf deinen Weg pochen, Gute-Nacht-Geschichte und Schluss, aber es scheint ihr nicht zu reichen. Zwischen ihr und dir steht die Geschichte, ihr seit nicht "eins" geworden am Abend und deshalb rebelliert sie. Sie ist noch nicht so enttäuscht von dir, dass sie sich still und traurig in den Schlaf begibt, sie versucht zu erreichen, dass du sie richtig wahrnimmst, dich daran erfreust, dass es sie gibt. Ich sehe darin keinen Angriff, und das solltest du auch nicht. Sieh es als Möglichkeit, dass auch deine Tochter zu ihrem Recht kommt. Ich sitze schon über neun Jahre abends gern bei meiner Tochter. Als die Kleine dazu kam (sie ist jetzt 19 Monate) war und ist es abends nicht immer leicht, beiden gerecht zu werden, aber auch die Große braucht heute noch die Sicherheit, in unserer Familie wirklich aufgehoben zu sein. Deshalb ist auch mein Mann jeden Abend noch für 10 Minuten an ihrem Bett, sie schwatzen, schmusen und freuen sich über lustige Begebenheiten (Natürlich muss man dann das Zubettgehen nach vorne ziehen, damit der Schlaf nicht zu kurz kommt, aber das läßt sich ja organisieren.). Sie testet nicht ihre Grenzen, sie hofft darauf, dass du dich daran erinnerst, wie du dich als kleines Mädchen abends gefühlt hast, was du gerne gemocht hättest und dass du es ihr schenken kannst. Liebe Grüße Heike


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Schön geschrieben und gut , dein Beitrag.


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lasst Timo vorübergehend wieder bei Euch im Zimmer schlafen, dann erreicht sie mit ihrem Quieken auch nichts.


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Hmmm schwierig. Vielleicht kriegst Du sie so: Wenn Du schreist und Timo aufwacht, dann nehme ich ihn mit in mein bett und Du kannst hier alleine quieken. LG Nicki


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Hallo, ich bin ganz berührt - so eine schöne Antwort habe ich hier lange nicht gelesen. Ich hab mich gleich an die eigene Nase gefasst, weil bei uns ( 3 Kinder, die ich oft alleine ins Bett bringe) auch manchmal etwas "abgefertigt" wird. Ich werde wieder mehr drauf achten, dass "Seelen sich berühren". Es ist doch erstaunlich: Wenn man genau hinhört verlangen die Kinder eigentlich nur nach Liebe und Zuneigung. Cosma


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Hallo, ich finde den Beitrag von der Heike auch sehr schön. Meine Tochter und ich genießen auch noch die Zweisamkeit am Abend. Es tut ihr sehr gut in meinem Arm zu liegen und ich lese ihr was vor und sie erzählt mir was, oder wir singen. Dann wird noch gekuschelt und dann signalisiert sie mir von ganz alleine, dass jetzt gut ist und sie schlafen will. Klar, manchmal ist man abends echt kaputt und müde. Da möchte man die Kinder schnell im Bett haben. Das merken die natürlich, auch das man unter Druck steht. Aber das Kuscheln und zusammen sein gibt ja nicht nur dem Kind etwas, sondern auch der Mamma bzw. Papa. (Obwohl mein Mann nicht versteht, warum ich immer ne 3/4 Std. bei ihr am Bett bin, aber die zeit vergeht immer so schnell) Nehme Dein Tochter für die Gute-Nacht-Geschichte einfach mit in Dein Bett und sage ihr, dass sie nach dem Vorlesen dann aber wieder in ihr Bett muß. So stört ihr niemanden und könnt euch noch ein bißchen mehr Zeit nehmen. Liebe Grüße Nicole


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Klar ist auch mal ne Kuscheleinheit wichtig aber So einen Sülz... Muss allerdings zugeben, dass ich es nicht ganz bis zu ende glelesen habe, habe im zweiten Absatz aufgehört. Bin auch der Meinung dass man dem grossen Kind oft eine Extraprotion Zuneigung und Aufmerksamkeit spendieren sollte aber in diesem Fall würde ich sagen: Wenn du so einen Aufstand probst, bekommst du morgen garkeine Geschichte und wenn es dann nicht besser wird, kommt der Bruder wieder raus. LG


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Hallo nochmal, Raben sind übrigens sehr fürsorgliche Mütter, aber das nur am Rande. Schmalz / Sülz oder wie auch immer ... Es geht darum zu "lesen" was hinter so einem Verhalten stecken könnte. Nur so kann man Bedürfnissen von Kindern wirklich nachgehen, alles andere ist eigentlich autoritär (Du drohst: wenn nicht ... dann ...). Wäre für mich nie der richtige Weg. Cosma


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Also ich bin auch froh, wenn ich die Kinder abends nach 14-15 Stunden im Bett habe, nachdem ich tagsüber FULLTIME Kinderprogramm gemacht habe erwarte ich auch von meinen älteren Sohn (2), daß er mir meinen Feierabend gönnt. Ich kann nichts schlimmes daran finden wenn Kinder auch lernen, Rücksicht auf ihre Eltern zu nehmen. Und erpressen lassen würde ich mich schon gar nicht.


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Ich finde es nicht schmalzig, tagsüber muß man immer noch so viel andere Dinge erledigen und am Abend im Bett kann man viel nachholen. Die Kleinen müssen ja auch irgendwie runterkommen. Meine ist sehr lebhaft und dreht abends noch mal richtig auf und mit unserem Abendritual kommt sie zur Ruhe. Haben aber auch nur ein Kind. Bei 2 Kindern würde ich wohl beiden gleichzeitig etwas vorsingen/vorlesen.. Drohen würd ich auch nicht, sondern eine Lösung finden. ( Oh Gott, hör mich an wie die Supernanny). Allerdings muß sie lernen, dass man mit quieken und schreien nichts erreichen kann. Das lernt man ihr aber nicht mit drohen oder schimpfen. Man kann es ihr nochmal erklären, versuchen einen Kompromis zu finden und wenn alles nicht hilft muß sie es mit der Konsequenz lernen, dass ihr Bruder demnächst nicht mehr mit in ihrem Zimmer schläft.


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Hallo, Du hast schon recht, aber versteht das schon ein 2 Jähriger. Außerdem haben doch beide was davon. Dann verschiebt man eben die Zubettgehzeit nach vorne, damit dafür noch Zeit ist. Und wenn das Kind dann zurfrieden einschläft, sind doch alle entspannt. Meine find aber auch erst mit 2 1/2 an eine Geschichte oder ein Schlaflied zu wollen. Mit 2 Jahren hat sie sich sofort zur Seite gedreht und geschlafen. Alle haben mich beneidet, aber das ist vorbei. Sie braucht die Nähe jetzt einfach. Liegt bestimmt daran, daß sie mit fast 3 Jahren ihr eigenes ICH und Emotionen war nehmen. 2 und 2 1/2 Jahre ist bei uns ein sehr großer Unterschied was die Entwicklung betrifft. Liebe Grüße Nicole


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Das wurde mir schon öfter mal gesagt. Ist mir wurst. Jeder macht es so wie er/sie es für richtig hält und ich lasse mir nicht gerne auf der Nase rumtanzen. LG


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autoritär oder nichtautoritär... ist ja eigentlich egal. ich finde immer, das einzige was zählt, ist, dass es allein beteiligten gut geht und sie sich wohl fühlen. wenn also deine autoritäre erziehungsweise dazu führt, dass a) deine kinder fröhlich, unbekümmert, leicht zu händeln, kooperativ und folgsam sind und b) du und dein mann zufrieden seid und ein harmonisches familienleben führt, ist doch alles paletti. wenn familien diesen status quo eher mit kuscheliger erziehung erreichen, ist das auch ok. das muss man dann aber nicht als "sülz" abtun. das ist vielleicht für diese familie der richtige weg. mein gradmesser ist immer nur das familienklima, die zufriedenheit der einzelnen familienmitglieder und die harmonie in der familie insgesamt. ist beides top, ist die erziehung top!


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Das Wort "Sülz" bezog sich nicht auf die "sanfte" Erziehungsweise sondern auf die Art und Weise wie es geschrieben wurde, weil das alles sooo schön geschrieben fanden, wollt ich nur mal sagen, dass ich es sülzig finde. Keine Bewertung der Methode! Im Übrigen halte ich mich für alles andere als authoritär nur andere unterstellen mir das gelegentlich, weil ich in einigen Dingen einfach sehr streng bin. In anderen Sachen überlasse ich dafür meinen Kindern die eigenverantwortliche Entscheidung. Habe auch geschrieben, dass jeder es handhaben muss wie er/sie am Besten damit klarkommt. Mir ist halt einfach eine liebevolle aber konsequente Erziehung wichtig. LG


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... die Tochter nicht schon ihre Extra-Portion Aufmerksamkeit bekommen hat, schließlich geht sie später ins Bett. Zeit wäre ja demnach. Der Kleine schläft dann schon. Das steht natürlich nirgens. Ebenso wenig kann ich aus Stelas Text herauslesen, dass sie Tochter abends abgefertig wird. LG


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Ich glaube nicht, dass das Kind neinen Mangel an Aufmerksamkeit hat. LG


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Hallo Ich kann dich gut verstehen, dass es dich nervt, dass dir Lara jeden Abend den Kleinen aufweckt. Würde ich auch nicht dulden. Denn es liegt nicht an zu wenig Aufmerksamkeit, Kinder testen immer wieder aus, wie weit sie mit einem bestimmten Verhalten gehen können. Ob sie die Eltern damit dazu bringen, noch länger bei ihnen zu bleiben. Hatte dieses Problem jetzt vor ca. 2 Wochen. Mein Sohn Luca (wird jetzt am 27.6) zwei Jahre alt, hat auf einmal angefangen, dass er weder abends noch mittags ins Bett will. Es gab zuvor noch nie Probleme. Wir haben den Tag aber auch nicht anders verbracht, als sonst auch. Ich habe immer viel Zeit für ihn. Auf alle Fälle hat er dann geschrien wie am Spieß und als ich dann ins Zimmer rein bin, hat er so lange gewartet, bis ich vor seinem Bett stand. Dann hat er zweimal gewürgt und hat mich von Kopf bis Fuß angekotzt. Entschuldige den Außdruck, aber so war es. Die ersten zwei Mal bin ich drauf eingegangen, habe ihn nochmal aufstehen lassen, bzw. habe mich zu ihm gelegt. Das Ende vom Lied war, es wurde jeden Tag schlimmer. Am 3. Tag mochte ich dann nicht mehr. Ich habe alles sauber gemacht, habe ihm ruhig erklärt, dass ich das gar nicht schön finde und das er jetzt trotzdem schlafen muß. Habe ihn nochmals hingelegt und bin aus dem Zimmer gegangen. Er hat dann ein paar Minuten geschrien und ist dann eingeschlafen. So ging es noch 2 Tage und dann war der Spuck vorbei. Daran sah ich, dass es nur ein Phase des Austestens war, sagte übringes auch mein Kinderarzt, den ich noch zu Rate zog. Ich muß dazusagen, dass ich jetzt in der 30 SSW bin und Ende August entbinden werde. Ich habe mir eben vorgenommen, auch Zeit fürs Baby zu haben und versuche jetzt schon mir kleine Freiräume zu schaffen. Luca soll ja dann nicht meinen, dass es an seinem Bruder liegt, dass ich weniger Zeit habe. Also, lange Rede kurzer Sinn. Ich denke, deine Tochter testet, genauso wie mein Sohn es gemacht hat, aus, wie weit sie gehen kann. LG Sabine


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Hi, Kinder müssen auch lernen, Rücksicht auf ihre Geschwister zu nehmen. Ich würde auch sagen, wenn sie ihren Bruder wieder aufwecken will, dass du ihn aus dem ZImmer nimmst und sie dann soviel kreischen kann wie sie will. Ich würde mich da auch nicht erpressen lassen. Wenn sie dir allerdings Aufmerksamkeit abringen will, dann würde ich mal mit ihr reden, bzw. das ABendritual noch etwas ausbauen. LG Birgit