Elternforum Rund ums Kleinkind

Ungebetene (Erziehungs-) Ratschläge ?

Ungebetene (Erziehungs-) Ratschläge ?

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Hallo, wie geht Ihr damit um und macht Ihr welche z.B. bei einer Freundin ? Darüber grübele ich gerade anhand zweier eigener Beispiele : Als meine Nr. 3 geboren wurde, waren Nr. 1 und 2 gerade 3 und 1 1/2 Jahre und ich häufig entsprechend gestreßt. Etwa ab 9 - 12 Monate hat mein Kleiner, wenn wir unterwegs waren und er quengelig wurde, recht schnell eine Brezel in die Hand bekommen - dann war er still. Mir hat (leider) nie jemand deutlich gesagt, daß das total falsch ist. Zum Glück hatte es keine Konsequenzen; er ißt bis heute zwar sehr gerne, aber ist schlank. Zum anderen aktuell eine Freundin, deren Kinder wirklich sehr dünn sind und wie sie sagt sehr schlecht essen. Mittags macht sie ihnen nur eine Kleinigkeit, ißt selbst nicht mit und wenn die Kinder nichts essen, essen sie halt nichts. Wenn ich dann nachmittags dort bin, bekommen die Kinder bis in den späten Nachmittag viel Süßkram ... vermutlich kein Wunder, daß sie dann zum Abendessen nichts wollen. Manchmal denke ich, da sollte ich doch etwas sagen. Andererseits ist das ja so schwer rüberzubringen und auch wenn ich heute zum eigenen Beispiel oben denke "leider" hat niemand etwas gesagt, bin ich mir nicht sicher, ob ich auf einen entsprechenden Tip so freudig reagiert hätte. Also : Wie geht Ihr mit ungebetenen Tips um ? Danke und Gruß Julia


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mhhhh..wirklich schwere situation..also mein kleiner ißt auch nur mittags sehr wenig.das liegt daran,das er zum frühstück sehr viel ißt..da macht mir das nicht viel aus..allerdings esse ich mittags auch nix. ich schaue nur zu,das er wenigstens ein bissel ißt.zum kaffe ißt er ein tost,oder brötchen und zum abendbrot ißt er auch wieder fein..allerdings bekommt er kaum süßes..erstens weil er nicht so eine naschlatze ist und zweitenes,weil er sonst satt wäre!! ich an deiner stelle würde deine freundinn mal ganz vorsichtig darauf anquatschen,das mit den vielen süßigkeiten..und wenn du merkst,das sie sich den tip nicht annehmen will,dann würde ich auch nie weitere vorschläge geben.. sindy


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das kommt ganz darauf an wie man den Tipp "verkauft" Wenns auf die oberlehrerhafte Art und Weise rüberkommt (also ICH würde das ja SO machen...) könnte man sich schnell bevormundet fühlen. Mein Freund hat einen Hang zu sowas, ich denke er meint es immer nur gut aber der Ton macht die Musik. Du kannst ja sagen "... und wenn Du Dich einfach beim Essen dazusetzt? Vielleicht essen sie dann mehr? Mußt ja keine Monsterportion in Dich reinschaufeln..." Das klingt immer noch besser als wenn man sagt "Ist doch klar, dass die nix essen - Du tust es ja auch nicht..." LG Sue


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Ich selbst freue mich sehr ueber jeden Ratschlag und jeden Kommentar. Natuerlich nicht, wenn es oberlehrerhaft rueberkommt da geb ich Suka Recht, aber einfach ganz normal als Bemerkung...das kann ich gut ab. Ich sehe schliesslich nicht alles und bin dankbar. Meine Schwiemu gibt of Ratschlaege ("ich glaube Elio sollte einen Pullover anziehen, ich glaube du solltest mal Hustensaft geben, vielleicht ist es nicht gut, wenn du bei der Kaelte zu lang draussen bleibst" ecc). Ich nehme das alles dankbar an und wenn ich denke sie hat Recht, dann mache ich es so. Ich bitte auch oft um Hilfe und meine Freundinnen, die alle schon grosse Kinder haben (pubertieren grad, ich bin spaet dran) wissen, sie duerfen und sollen alles sagen. Als Elio noch ganz klein war, hab ich mal eine Kollegin in der Stadt getroffen. Elio lag unter tausend Decken und sie meinte dann ihm koennte vielleicht etwas warm sein...Wars ihm auch...ich hab dann eine Decke weg gelegt. Ich selbst gebe auch Rat, aber sehr sehr vorsichtig. Wenn ich merke die andere Person mag das nicht, hoer ich auf. Gruss Christiane


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Von meinen wirklichen Freundinnen, bzw. von meiner Schwester etc. VERLANGE ich, dass sie mir sagen, wenn ich falsch liege. Das ist nicht nur bei der Kindererziehung so, sondern in allen "Lebenslagen". Man selber hat einfach viel zu oft ein Brett vor dem Kopf. Dazu sind Freunde meiner Meinung nach da, dass sie einem auch mal die Meinung sagen, ohne dass jemand beleidigt oder nachtragend ist. Ich kann mir das gesagte anhören und dann selbst entscheiden, wie ich damit umgehe. Entweder ich nehme den Rat an oder eben nicht. Das ist dann meine Entscheidung. Nehme ich ihn nicht an, darf natürlich auch keiner beleidigt sein. Zu deinem konkreten Fall würde ich warten, bis sich deine Freundin mal wieder darüber beklagt, dass die Kinder so schlecht essen (oder du lenkst das Gespräch dort hin). Dann würde ich sagen, dass sie evtl. mal versuchen könnte, den Süßkram weg zu lassen...


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ich habe eine Freundin, die überhaupt keinen Rat annimmt was Erziehung anlangt. Hm, wir sind schon öfters aneinandergeraten deswegen weil wir schon sehr auseinanderdriften (mit Spielzeug überhäufen ist nicht so mein Ding). Von daher versuche ich das Thema nicht mehr aufzugreifen, ist aber schwierig im Alltag (z.b. beim gem. Einkaufen wenn Lisa sich benachteiligt vorkommt). lg max


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Ich finde es auch sehr schwierig andere Mütter auf "falsche" Verhaltungsweisen hinzuweisen, weil jeder es einfach anders macht. Da ich mir sehr viele Gedanken über eine richtige und gute Erziehung mache, ärgere ich mich oft über platte gute Ratschläge, weil ich denke, dass die Aussenstehenden immer nur einen kurzen Ausschnitt sehen. Deshalb können sie die Situation meiner Meinung nach sehr schwer einschätzen. Wenn kein "grobes" Fehlverhalten vorliegt, dann sage ich eigentlich nichts zu anderen Müttern. Ich denke, dass es dann oft unschöne Diskussionen gibt. LG Marion