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Umgang mit dem Tod - Religiösität

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Ist bei uns zwar zum Glück nicht akut, aber ich wäre gern vorbereitet. -> Wie erklärt ihr euren Kindern den Tod - und das danach? Neulich sagte die (gläubige) Oma zu meiner Tochter (über ein Bild von ihrem lange verstorbenen Opa): "Das ist der Opa, der ist im Himmel." Ich glaube nicht an den "Himmel" und möchte meiner Tochter das auch nicht so vermitteln (obwohl das, zugegeben, ein schöner Gedanke wäre.) Ich denke eher in die Richtung, dass alles seine Zeit hat, Leben und Tod zum Kreislauf der Natur gehören, werden und vergehen - und dass dann, wenn man gestorben ist, die Gedanken bei denen sind, die einen geliebt haben und die man geliebt hat und dass aus dem Körper etwas neues schönes entsteht - eine Blume, ein Baum, ein neuer Mensch. Und wenn die Oma sagt, der Opa ist im Himmel - soll ich das dann irgendwie berichtigen? Ich habe das letztens so stehengelassen und es hat meine Tochter auch noch nicht wirklich interessiert... Aber ich muss ihr doch auch meine Meinung vermitteln... *nachdenklichbin* Ich bin selbst nichtreligiös aufgewachsen, habe mir aber viele Gedanken über den Sinn des Lebens gemacht - und, ob ich mich nicht doch zu einem Glauben bekennen kann. Kann ich nicht. Als Alternative habe ich die "Zehn Angebote des evolutionären Humanismus" gefunden. http://www.leitkultur-humanismus.de/manangebote.htm Ich habe meine Schwiegermutter mal gefragt, ob sie auch Christin geworden wäre, wenn sie erst als Muslima erzogen worden wäre... Sie sagte, sie wäre eben als Christin erzogen worden. Aber wie kann man dann sicher sein, das "Richtige" zu glauben, wenn es davon abhängig ist, wie einen die Eltern erziehen? Vielleicht etwas off-topic, dennoch beschäftigt mich das zur Zeit sehr. Hinzu kommt, dass meine Tochter wahrscheinlich einen evangelischen Kindergarten besuchen wird (weil der städtische einfach nicht gut ist und sonst gibt es keine akzeptablen Alternativen im näheren Umfeld.) Viele Grüße Petra


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Hallo Petra! Denk wie Du. Leider kann ich jetzt nicht so viel schreiben, da Feiertag und wir noch einiges vor haben. Aber ich sehe das genauso. Ich würde wenn Deine Tochter älter ist (wie alt ist sie überhaupt?) ihr erklären das Menschen eben an unterschiedliche Dinge glauben. Ich persönlich glaube an mich und das reicht mir. Ah, was könnte ich hier jetzt diskutieren über diese besessenen Religionen, die einen Krieg nach den anderen auslösen. Würde es keine Religion geben, gebe es auch viele Kriege nicht. Wobei vielleicht ist besser nichts zu sagen, denn ich denke hier sind viele gläubige Mütter die dann schimpfen. ;-) Habe meine Töchter aber trotzdem taufen lassen, damit sie etwas von der Religion mitkriegen und so wie ich später selbst entscheiden können, ob sie an Gott glauben oder ob sie aus der Kirche austreten möchten. Das mit dem taufen war hier auf dem Dorf gar nicht so einfach, da mein Mann und ich beide aus der Kirche ausgetreten sind. Aber wir haben eine ev. Kirche gefunden die die beiden getauft hat. Vielen denken jetzt das wiederspricht sich alles, mit dem Taufen und so. Ehrlich gesagt, ich bereue es auch schon. Aber ich dachte damals, dass sie nur in den Religionsunterricht dürfen, wenn sie getauft sind und da ich ihnen nichts beibringen kann aus der Religion, dachte ich soll das der Schulunterricht und dann soll sie entscheiden. Wobei ich sehr hoffe dass sie an den Blödsinn nicht glaubt. So, jetzt muss ich aber aufhören. Wir müssen gleich los. Schönes Ostereier suchen ohne beten. Liebe Grüsse Nina


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das mit der taufe find ich immer witzig, weil keiner glaubt mehr etwas , aber alle lassen die kleinchens ins wasser tauchen. finde ich nicht besonders einfallsreich. wie auch immer, ich selbst glaube zwar nicht, fände es aber ganz schön,wennn mein kind glauben könnte. das ist sicher ein schöner begleiter durchs leben und eine stütze in der not. da kann es mir doch nur recht sein, wenn mein kind in einer schwierigen lage trost findet. wie das sein wird, wird sich ja zeigen, ich zeige mich da eben so neutral wie möglich und werde diesen ostersonntag sogar mit ihr in die kirche gehen. das ist ihr wunsch. meine tochter besucht einen kindergarten der katholischen kirche und ich bin sehr zufrieden damit. von da her erzählt sie mir auch so manche geschichte, das mit den toten im himmel hat sie mir auch schon erzählt und mal ganz ehrlich, ist das für eine 4 jährige nicht schöner, als einfach zu sagen, der opa/oma/... wurde in der erde verscharrt und wird dort in den nächsten jahren zerfallen. einzig die auferstehung habe ich etwas relativiert, damit sie nicht auf den gedanken kommt, die toten können wieder leben. meine freundin findet kirchenkindergarten und kirche generell schrecklich, ihre tochter besucht einen privaten kindergarten und singt ein lied in einer mir nicht bekannten afrikanischen sprache. meine tochter singt auch gerne mal halleluja und wird da im supermarkt schon mal belächelt dafür. ich kann das jetzt nicht bewerten, was besser ist. ist das fortschritt, dass 4jährige afrikanisch singen ? bin ich engstirnig ? altmodisch ? mir ist es recht wurst, was sie singt und sie singt leidnschaftlich gerne. und obwohl sie nicht getauft ist, ist sie schon in der klosterschule angemeldet. da ist dann einmal in der woche ein schulgottesdienst, aber es ist eine wunderbare, gemütliche privatschule mit nachmittagsbetreuung auf dem riesigen parkähnlichen gelände und ich kann beruhigt im büro sitzen, weiss ich mein kind hinter den hohen klostermauern gut und sicher aufgehoben. wenn es für die aufnahme sein muss, werde ich sie dann auch taufen lassen, sonst nicht, das soll sie selbst entscheiden.


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Dein Beitrag macht mich, noch dazu am Karfreitag, richtig traurig. Auch lese ich da irgendwie ein riesiges inneres Durcheinander heraus - Du läßt gegen kirchliche Widerstände dein Kind taufen, damit es in der Schule Religion vermittelt bekommen kann und hoffst aber, daß sie den Blödsinn ( wie du sagst) nicht glaubt. ? ? ?


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Ich denke, was Ninafisch meinte, ist folgendes: Algemeinbildung (d.h. das Wissen über die verschiedenen Religionen allgemein und dem Christentum als vorherrschender Religion in unserer Kultur im Speziellen) ist das eine - Glauben etwas anderes. Sie hat ihre Kinder taufen lassen, damit sie später am Religionsunterricht teilnehmen können und somit etwas über Religionen erfahren können, was ihre Mutter ihnen nicht vermitteln kann. Ich habe das schon oft erlebt - wenn ich befreundete (im Grunde nichtgläubige aber noch nicht aus der Kirche ausgetretene) Eltern frage, ob sie ihre Kinder taufen lassen, höre ich ganz oft: ja, damit sie später keine Nachteile bekommen. (Mit dem konfessionellen Kindergarten fängts ja an.) Meine Kinder sind ungetauft, weil ich nicht das Taufversprechen einhalten könnte, sie zu Christen zu erziehen. Ich möchte meine Kinder nicht taufen lassen, nur damit sie als getauft eingetragen sind. Ich möchte aber, dass sie natürlich etwas über Religion erfahren. Und hier im katholischen Rheinland wird sich das ja auch nicht vermeiden lassen. :) Aber auch so - ich möchte, dass sie später mal begründen können, warum sie nicht gläubig sind und dazu muss man ja erst einmal Kenntnis haben, woran die Christen glauben. Falls sie sich später anders entscheiden (d.h. im Sinne einer Religion), dann dürfen sie dies natürlich auch tun. Wie gesagt, wenn sie es mir begründen können. :) Ich möchte hier das Wort Blödsinn nicht verwenden, aber ich kann einfach nicht glauben, dass Jesus von den Toten auferstanden sein soll. Erst neulich las ich, dass die meisten Autoren des Neuen Testaments Jesus gar nicht gekannt haben. Es muss sich also größtenteils um Hörensagen handeln und wenn ich an die Geschichten denke, die allein in meiner Familie kursieren, dann werden die auch von Generation zu Generation immer fantastischer. Was mich aber am meisten stört, ist, dass man immer einer höheren Instanz bedarf, um sein Handeln zu begründen. Es wäre doch schön, wenn man einfach ein guter Mensch wäre, weil man ein "Mensch" ist. Ohne Gott, Allah, Jesus, oder sonstwen. Allen ein frohes oder besinnliches Osterfest (je nachdem...:)) Petra


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Hallo Faya! Unser Ausflug hat sich zwecks großen Regenschauer zeitlich verschoben, somit schreib ich jetzt noch ein paar Zeilen. Glaube mir, in mir ist kein inneres Durcheinander. Danke der Sorge! :-) Du hast richtig gelesen. Ich möchte, meinen Kinder die Religion nicht verbergen, ich will das sie wie gesagt selbst entscheiden. Ihnen soll das Wissen über die Religion übermittelt werden, aber auch über andere Religionen. Ich werde versuchen meine Töchter hier sehr offen und selbstbeswußt zu erziehen. Ja, und ich hoffe sehr, dass sie wie ich erkennen werden dass all diese Religionen großer Humfug sind und ich möchte dass sie einfach an SICH glauben. All die, die mit den Glauben an Gott, Allah oder sonst wen leben. Ist für mich auch OK, ich zwinge niemanden meinen Weg/Meinung auf, ABER BITTE TUT IHR DIES AUCH NICHT. Soll jeder glauben was er will. Ich musste schon oft feststellen, dass eine Ungläubiger nie von den Gläubigen akzeptiert wird. Das ist nicht fair, ich akzeptiere Euch ja auch und ich würde nie einen Krieg anfangen, nur damit Ihr alle aufhört nicht mehr zu glauben. Liebe Faya, lass Dir von mir den Karfreitag nicht verderben und feier/bete noch schön. Es ist ganz sicher nicht meine Absicht Dich traurig zu machen. Grüsse Nina


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Aaaaahhh, das könnten meine Worte sein. Daaannnkkeee Petra. Ich kann mich immer nicht so schön ausdrücken schriftlich. Grüsse Nina


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hihi, petra, jetzt hast du dich aberentblößt ! guck mal, habe hier 2 zeilen von dir reinkonpier aus deinem posting: "Falls sie sich später anders entscheiden (d.h. im Sinne einer Religion), dann dürfen sie dies natürlich auch tun. Wie gesagt, wenn sie es mir begründen können. :)" "Was mich aber am meisten stört, ist, dass man immer einer höheren Instanz bedarf, um sein Handeln zu begründen." das heisst ja wohl, dass du dich selbst störst, weil du ja für deine kinder die höhere instanz bist, oder ? da rettet dich jetzt auch nicht das smily darüber hinweg. tut mir leid - argument vernichtet !


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@luisesmami - vielleicht habe ich mich etwas unverständlich ausgedrückt. Ich versuch es nochmal. :) 1. Ich versuche meine Kinder zu kompetenten Menschen zu erziehen, die mir später mal begründen können, warum sie etwas tun. Wenn sie z.B. mal Arzt oder Klempner werden wollen, möchte ich von ihnen wissen, warum. Im Grunde geht es gar nicht darum, dass sie es mir begründen können, sondern dass sie es vor sich selbst begründen können. Wenn man es einem Dritten aber nicht erklären kann, ist man sich meist aber selbst nicht sicher. So ist das ja mit dem Glauben auch. Und wenn sie mir einfach sagen würden, "ich fühle, dass Gott immer bei mir ist", so würde mir das ausreichen. Ich hätte aber nicht so gern, dass sie etwas tun, nur weil es andere auch tun, ohne selbst darüber nachgedacht zu haben. So nach dem Motto: "alle gehen in die Kirche" oder "Tobi hat gesagt, als Arzt verdient man viel Geld." Ich hoffe, ich habe das jetzt etwas plastischer ausgedrückt. 2. Höhere Instanz: Hier meinte ich, dass es genügen sollte, dass man ein guter Mensch ist und gute Dinge tut, weil man Mensch ist und nicht weil es einen Gott gibt, dem man gefallen will. In einem Buch las ich über die Ureinwohner Australiens, dass sie das Gebot "Du sollst nicht töten" nicht verstehen würden. Sie sagen "Du kannst nicht töten." Es ist für sie einfach unmöglich, als Mensch einen anderen umzubringen. Ein Gebot ist für sie also gar nicht nötig. Nun weiß ich nicht, ob das wirklich stimmt, aber wäre das nicht schön, wenn alle so erzogen wären? Das man das gar nicht erst verbieten muss, weil es von vornherein als Mensch ausgeschlossen ist? Ich hoffe, ich konnte die Ungereimtheiten aufklären, muss jetzt aber schnell laufen, mein Sohn hat Hunger...:)


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Aus deinem Posting lese ich heraus, daß du dir sehr viele Gedanken zu dem Thema Religion gemacht hast. Was leider sehr wenige Menschen wirklich tun. Nur habe ich das Gefühl, daß du dir zuviel Gedanken machst, weil du denkst, sonst deiner Tochter gegenüber nicht ehrlich genug zu sein. Wenn sie erst in den Kindergarten kommt, dann ist sie ja noch sehr klein. Ich kann dir nur den Rat geben, daß du deinem Kind nicht diesen schönen Kinderglauben nimmst, nur weil du denkst, bei einer knapp dreijährigen nun deine wirkliche Einstellung auch ehrlich und sofort vermitteln zu müssen. Der Glaube an den Himmel, die Engel die uns beschützen und den lHeiland der uns begleitet und den lieben Gott der alles tun kann , der kann Kindern sehr viel Kraft und Stabilität geben. Nimm ihr nicht diesen Halt indem du ihr versuchst Dinge zu vermitteln die noch außer ihrer geistigen Reichweite liegen. Und mach dir keine Gedanken über den Kindergarten, sondern freu dich mit ihr, wenn sie nach Hause kommt und dir die Bibelgeschichten erzählt die sie gehört hat. Ich bin selbst als Kind oft in den Kindergottesdienst der freien Gemeinde gegangen und habe einen kirchlichen Kindergarten besucht. Diese Zeit hat mich geprägt, mir die Kindheit erleichtert und dafür gesorgt, daß ich mich auch in der Bibel auskenne. Für den eigentlichen Glauben als Christ legt diese Zeit nur einen Grundstein auf den entweder Christsein aufgebaut wird oder auch nicht. Für Kinder ist es einfach sehr erleichternd zu wissen, daß verstorbene Angehörige und Tiere ( bei uns grad aktuell) im Himmel sind und man dem Heiland sagen kann, daß er bitte gut auf sie aufpassen möge. Ich bin selbst überzeugter Christ,glaube fest daran, daß Jesus lebt, bin aber auch für die christliche Esoterik sehr offen ( was viele strenge Gläubige ablehnen, weil sie Teile anderer Religionen beinhaltet) - mein Mann ist ( gläubiger ) Moslem und meine großte Tochter ( 2,5) spricht manchmal abends mit ihrem lieben Heiland und weiß nun, daß ihr Hund im Himmel ist, weil er da wieder laufen kann. Ich hoffe ich konnte dir ein bischen helfen.


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Hi, unser Sohnemann (3) war vor einem dreiviertel Jahr dabei, als sein Opa gestorben ist. Wir haben kein großes Trara daraus gemacht, sondern ihm erklärt, daß der Opa alt und sehr krank war und er nun eben gestorben ist. Bubis Ansicht nach wohnt er jetzt auf dem Friedhof. Wir zünden oft für unseren ersten Sohn und meinen Vater Kerzen in der Kirche an, zumal ich nicht auf`s Grab kann. Ein Ritual der Erinnerung. Mir persönlich ist der Buddhismus oft näher. Bubi hat sehr viele Züge und Verhaltensweisen meines Vaters, obwohl der seit bereits sechs Jahren tot war als der Kleine geboren wurde. Er mag dieselbe Musik wie sein Großvater und sagt oft bei Liedern, die er noch nie gehört hat erfreut "Das kenne ich!" oder sagt bei bestimmten Fotos "Da war ich schon `mal". Seltsam, gell? Die Idee, daß jemand nach dem Tod im Himmel ist, ist vielleicht kindgerecht, zumal derjenige dann nicht ganz weg zu sein scheint. Was mich eher stört, ist, daß im Kindergarten zwar ausführlich erzählt wird, daß Jesus hingerichtet wurde, nicht aber ausführlich genug warum. Das muß jetzt ich übernehmen und mir ist die historische Version einfach näher als die religiöse. LG Fiammetta


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hallo, also ich denke wie meine vorrednerinne auch, daß die vorstellung mit dem himmel und engeln für die kleinen besser und einfacher zu verstehen ist. das hat meiner ansicht nach auch nicht soooo viel mit religion zu tun. nicht verstehen kann ich die leute die, die aus der kirche austreten, dann aber ihre kinder taufen lassen, diese evtl. dann in einen kirchlichen kindergarten gehen. genauso ist es doch mit der kirchlichen hochzeit, das machen viele weil es doch so schön "romantisch" ist und "dazugehört". oft werden ja auch institutionen der kirche genutzt, aber "das kirchengeld spar ich mir lieber und trete mal eben aus" denken sich viele. nunja, ich finde ganz oder gar nicht. denn weihnachten und ostern und pfingsten undundund dürftet ihr ja auch nicht feiern, sind ja religiöse feiertage. religion heißt ja nicht nur die glaubenssachen an sich, sondern auch auch die wertevermittlung, wie z.b. rücksicht auf andere, nächstenliebe usw. grüße, janine


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Hallo Janine, Leute die aus der Kirche ausgetreten sind können ihre Kinder nicht taufen lassen. Zumindest ist das hier so. Nicht gläubige Eltern –wie wir- aber sehr wohl. Ich kann mit Religion nichts anfangen und habe meine Kinder dennoch alle taufen lassen, da 1.) Hier nur Kinder am schulischen Religionsunterricht teilnehmen dürfen die getauft sind 2.) Es hier nur kirchlichen Kindergärten gibt und sie sich nicht als Außenseiter fühlen sollen 3.) Bei vielen Berufen später eine Konfession Bedingung ist, die Berufswahl also erleichtert wird 4.) Ich meine Kinder selbst entscheiden lassen möchte- nachdem sie sich mit Religion als etwas Natürliches (denn für sie ist es natürlich, sie sind ja getauft) auseinandergesetzt haben- ob es für sie wirklich notwendig ist sich öffentlich von der Kirche zu distanzieren. Und wieso sollten nicht gläubige Eltern mit ihren Kindern nicht die kirchlichen Feiertage feiern wenn es für die Kinder doch zum Glauben dazugehört? Für mich ist Religion im Übrigen ein schlechtes Beispiel für Wertevermittlung. Werte kann man auch anders und ich denke sogar besser vermitteln. LG frei_heraus


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Wo wohnst Du, daß sogar die Konfession für die berufswahl Bedingung ist? LG Dorilys


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Hallo Dorilys, in gewissen Berufen- insbesondere bei Sozialen- ist es bundesweit(!) so, dass oftmals eine Konfession vorausgesetzt wird. Und das bezieht sich nicht nur auf Fälle wo ein kirchlicher Träger dahinter steht ;o) Ganz aktuell: Mein Schwager (Altenpfleger) mußte sich beim Stellenwechsel (Bewerbung als Leiter der Station) taufen lassen um die Stelle zu bekommen. Im Übrigen wurde da auch angemerkt, das nicht der Glaube sondern lediglich die Angabe auf dem Papier das Wesentliche sei. Erschreckend, nein - besser diskriminierend. LG frei_heraus


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Wo ist das, daß nur getaufte Kinder am Religionsunterricht teilnehmen dürfen. Das kann ich ja kaum glauben. Viele taufen nicht, weil die Kinder sich selbst entscheiden sollen. Wie kann es dann sein, daß die Schule ihnen diese Wissen über Religion so vorenthält ? Unabhängig vom Glauben gehört das Wissen über unsere Religion doch zur Allgemeinbildung, oder ? ( wenigstens war es früher mal Allgemeinbildung)


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Hallo frei_heraus! Gut geschrieben. Stimme ganz und gar zu. Grüsse Nina


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Hallo Petra, wir haben unseren Kindern vor der Beerdigung damals gesagt, dass der Körper aufhört zu leben. Sprich wir haben aufgezählt Herz schlägt nicht mehr, keine Atmung, kein Puls etc. Das die Seele allerdings in den Himmel schwebt. Unser Hintergedanke: Zum einen realistisch den Tod darlegen zum anderen den Kindern die Angst vorm Tod nehmen (denn der Himmel ist schön, die Seele der Oma sitzt auf der Wolke *g* und blickt hinab) und einen Bezug erhalten – die Oma ist nicht mehr hier aber gedanklich bei uns, sie sieht es und freut sich wenn wir ihr Blumen aufs Grab legen. Ich würde die Oma nicht berichtigen, denn das könnte das Kind einfach zu sehr verunsichern. Wenn mir drei Leute was anderes zur gleichen Sache erzählen beginne ich mich nämlich immer erstmal zu fragen, ob überhaupt jemand wirklich Bescheid weiß oder man sich selbst in die Tasche lügt. Wie mag das erst einem Kind gehen? Den Kreislauf der Natur darzulegen ist auch eine schöne Sache, sicherlich aber erst ab einem gewissen Alter geeignet wenn sich die Kinder erstmal auf anderer Ebene intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Ich denke dass die Vorstellung "Himmel" den Kindern durchaus helfen kann, man muss es ja nicht zwangsläufig mit religiösem Hintergrund sehen… LG frei_heraus


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puh bin hier gerade ganz entsetzt was einige so schreiben??? Ich bin nicht so religiös erzogen worden und glaube daher nur bedingt an Gott ! Leider :-( Denn immer wieder muss ich festsellen, dass Leute die richtig Glauben viel besser mit Problemen (Tod, Krankheit etc.) umgehen könne! Denn sie haben ja immer Gott und wissen alles wird zum Schluss gut!? Genau das möchte ich für meine Tochter auch! Mal angenommen mir passiert was dann soll meine Tochter nicht den kpl Boden unter den Füssen verlieren ´sondern weiter leben! So würde ich es wollen und ich denke mit dem christlichen Glauben geht es einfach besser?


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Vielen Dank schon mal für eure Beiträge. Allesamt sehr interessant. Ich wusste z.B. nicht, dass man nicht am Religionsunterricht teilnehmen kann, wenn man nicht getauft ist. Wenn es so ist, finde ich es aber für problematisch, dass Religionsunterricht an staatlichen Schulen stattfindet und nicht außerhalb der Schule. Dann wäre für mich die Abgrenzung Schule-Kirche klarer. Meine Kinder werden also später an einem Ersatzunterricht teilnehmen (wird wahrscheinlich angeboten als Ethik, sonst würden ja Freistunden entstehen, weiß gar nicht, wie das ist in NRW?) Jetzt schlagt mich bitte nicht: wer sein Kind taufen lässt, nur damit es nicht benachteiligt wird, handelt genauso, wie die Leute, die früher in die SED eingetreten sind, damit sie nicht benachteiligt werden. Damit will ich jetzt nicht Kirche und SED gleichsetzen - sondern einfach nur das Verhalten, sich möglichst anzupassen. Was ja offenbar menschlich ist. Ich schreibe das jetzt einfach mal so provokativ daher. Ich will es auch nicht abwerten, denn wir alle wollen ja das Beste für unsere Kinder. Es hat aber nichts mit Religion zu tun. Zu den Feiertagen, die man als Nichtchrist angeblich nicht feiern darf: Also, Pfingsten habe ich noch nie gefeiert. Ostern ist für mich ein Familienfest mit Eier verstecken und Eier suchen. Hase und Eier sind alte Fruchtbarkeitssymbole und ich glaube, es wurde hier auch schon mehrfach geschrieben, dass es Osterfeste im Sinne von Frühlingsfesten (Neubeginn) schon vor dem christlichen Ostern gab. Nur weil die Christen das übernommen haben, heißt es ja nicht, dass wir Heiden das nun nicht mehr feiern dürfen? ;) Übrigens arbeite ich heute auch, auch am Feiertag und feiere also gar nicht. ;) (Mal abgesehen, dass ich hier gerade mal schreibe und lese, bin heute etwas nachlässig...:)) Für mich ist Ostern ein schönes Fest im Frühjahr und ein Heidenspaß für die Kinder. Könnte dasselbe für Weihnachten schreiben. Zum Himmel: natürlich ist es ein schöner und tröstlicher Gedanke, das hatte ich auch in meinem Eingangsposting geschrieben. Bislang glaubt meine Tochter (mein Sohn ist sowieso noch zu klein) aber weder das eine noch das andere. Bis auf das eine Mal, wo die Oma erklärt hat, der Opa sei im Himmel, ist die Diskussion noch gar nicht aufgekommen. Ich kann ihr also auch noch nicht "den Glauben lassen", denn sie hat ja noch keinen bestimmten. Zur Zeit tendiere ich dahin, dass ich ihr sage, dass aus einem nach dem Tod etwas anderes schönes wird. Nichts verschwindet auf der Welt, nur die Form ändert sich. Aber nur falls sie konkret danach fragt. Und es gibt ja auch eine Verbindung zwischen Himmel und Erde und vielleicht ist der Opi ja auch im Himmel (als Wolke vielleicht, als Kompromiss?) Versöhnliche Grüße Petra


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Hallo Petra, ja du hast recht- es hat wenig mit Religion zu tun- für mich! Für meine Kinder aber schon, die im übrigen sehr gläubig sind (kaum zu glauben ;o) Und da bin ich schon froh um Benachteiligung auszuschließen so gehandelt zu haben. Meine Ansichten müssen meine Kinder nicht teilen und ich bin eigentlich sogar sehr stolz darauf das für sie Religion dennoch eine große Bedeutung hat trotz einer solch ungläubigen Rübe wie mir ;o) LG frei_heraus


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habt ihr schon mal überlegt, dass ihr in einem Land lebt, dass auf der christlichen Kultur aufgebaut ist und dass diese unweigerlich zu unserem Leben dazu gehört. egal ob ihr daran glaubt oder nicht, aber als bloßen quatsch könnt ihr das nicht hinstellen! außerdem hättet ihr heute und am Montag keinen Feiertag wenn es diese Religion nicht gäbe


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"Außerdem hättet ihr heute und am Montag keinen Feiertag wenn es diese Religion nicht gäbe." Hab ich auch nicht, weder heute noch Montag. *grins* Habe aber nicht geschimpft und als Quatsch hat hier das auch noch keiner abgetan. Keiner will hier religiöse Inhalte seinen Kindern vorenthalten. Aber kritisch hinterfragen darf ja wohl erlaubt sein? Ich finde es im übrigen immer sehr interessant, wie unglaublich intolerant Menschen werden, wenn es um Religion geht.


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Also, ich komm mit dem lesen garnicht mehr hinterher. Aber auf Deinen Posting muss ich jetzt was schreiben.... Ja und? Dann hätten wir halt 2 Feiertage weniger. Wir haben eh viel zu viele Feiertage. Ausserdem gehört das ja wohl nicht zu Sache. BITTE. Grüsse Nina