Mitglied inaktiv
hallo leute, kurze vorstellung (ich bin neu hier, wen´s interessiert): ich bin 25, studentin in berlin und bisher zweimal im besitz einer teilreproduktion meiner gene *g* names ruben (3,5) und paula (6 monate). ich verfolge seit einer weile die treads mit, insbesondere die erziehungsdiskussionen… dabei ist mir selber was aufgefallen: **beginn der umfrage** bevor ich kinder hatte, dachte ich viel korrekter und wollte alles perfekt machen, dh keine frembetreuung in den ersten jahren, denn das kann keiner so gut wie ich/ wir (gell!), keine schoki, fernsehen never-ever, all die günstmöglichsten prägungen in den ersten jahren schaffen etc. und jetzt? hab ich kinder und --- bin bemerkenswert gelassen. und zwar in allen bereichen: kleidung muss nicht immer perfekt sein (solange schadstoffarm), fremdbetreuung ist klar –und klappt, vollwertige ernährung wird gelegentlich durch cornflakes ersetzt, fern sieht er auch schon mal (maaaal –selten) UND (das ist der anstoß für dieses posting) seit heute ist er im besitz einer (schwer gewünschten) plastikpistole –gleich zwei verteufelungen in einem: plastik UND militärspielzeug! und das mir!! *gg* im grunde haben sich alle meine edlen vorhaben in luft aufgelöst. geblieben ist, dass die kinder mit ihren bedürfnissen und wünschen ernst genommen werden, wir viel zeit als familie verbringen und sie die sicherheit von zwei zuverlässigen bezugspersonen im hintergrund haben. und der rest? ist alltag. jetzt meine frage an euch: kinder großziehen –schwieriger oder leichter als gedacht? habt ihr euch vorher gedanken gemacht, wie was funktioniert –und habt ihr sie mittlerweile revidiert? und in welche richtung? ich bin gespannt auf eure antworten! lg miebop
Mein Hasi ist fast 1Jahr. Das erste Jahr ging erstmal viel zu schnell vorbei - allerdings viel leichter als gedacht. Man muss nicht perfekt sein, um eine gute Mutter / Eltern zu sein!
liebe miebop interessante frage(n)! ich finde das leben mit eigenen kindern weder schwerer noch leichter als gedacht. na ja, schwerer als gedacht finde ich die komplette umstellung der zeit, d.h. dass ich phasenweise gar nicht mehr über meine eigene zeit bestimmten konnte/kann. aber in bezug auf vorstellungen, normen usw.? ich glaube, ich hatte vorher wenig konkrete vorstellungen, sondern einige sehr feste prinzipien in bezug auf erziehung. und das hat sich nicht geändert. bei mir galt und gilt noch: respekt für alle, keine gewalt, rücksichtnahme für alle - vor allem immer für schwächere, differenzierte erklärungen selbst bei den kleinsten kids (die welt ist nicht schwarz/weiß), vielfalt in maßen (beim essen eben auch - also alles, aber nichts einzelnes übermäßig), offen sein und jeden menschen als solchen behandeln (d.h. keine entmenschlichenden bezeichnungen/beschimpfungen wie ar..lo..; keine reduzierung von menschen auf "ausländer", "soldat" usw.). ach ja, ganz wichtig: lernen + bildung sind GUT und machen spass. und: körperliche komunikation ist wichtig (schmusen, aber auch grenzen körperlich zeigen z.b.) das wären so ungefähr unsere erziehungsprinzipien. über schokomengen, vollwertnahrung, bio-hosen oder genaue tv-minuten/woche mache ich mir weniger gedanken. bzw. das finde ich dann letztendlich nicht wichtig. fand ich aber vorher auch nicht. lg paula
Gute Umfragen! Naja, uns geht es so wie dir: mit lauter guten und nahezu perfekten Vorstellungen ín das Abenteuer gestartet, und vieles über den Haufen geworfen. Aber dafür kann ich von unserer Familie behaupten, dass wir rundum glücklich und zufrieden sind. Alle guten Vorsätze sind ja nun mal theoretischer Natur, lassen sich auch nicht immer problemlos (manchmal gar nicht) in die Praxis umsetzen. Hauptsache, allen geht es gut so, wie es ist! LG, katrin
Das ist wirklich mal eine gute Frage. Nun ja, ich lege viel Wert auf Höflichkeit und Respekt. Und bei diesem Standpunkt bin ich auch bei der Erziehung geblieben. Ich gebe mir natürlich auch die allergrößte Mühe, nicht zu schimpfen. Ich habe mir fest vorgenommen, mit Ruhe zu erklären, dass man das nicht darf. Klappt leider nicht immer. Ich hatte erwartet, dass ich selbst eher ruhig bin, auch das ist manchmal ein Problem. Beim Essen achte ich schon darauf, dass sie nur wenig nascht. Auch beim Fernsehen bin ich eher strenger. Und das habe ich mir eigentlich schon in der Schwangerschaft vorgenommen. Aber die meisten Gedanken mache ich mir über die Pubertät bzw Vorpubertät. Da werd ich wohl am ehesten merken, ob ich meinem Kind eine "gute" Erziehung geboten habe. Davor habe ich eigentlich die meiste Angst. Zum Beispiel, dass meine Kinder trotz mehrfacher "Ermahnung" nicht lernen, in gewissen Situationen NEIN zu sagen. Lange Rede, kurzer Sinn. Im Großen und Ganzen bin ich bisher bei meinen Grundgedanken geblieben. LG, Manu
Hallo Miebop, Jannik ist jetzt 18 Monate und das Leben ist anders als gedacht! Ich hab auch gesagt, ich bleib 2 Jahre zu Hause (ich arbeite wieder seit Jannik 13 Monate ist), andere Leute werden nicht auf ihn aufpassen (manches ist ohne Kind einfacher), Schokolade seh ich auch nicht gerne (aber wenn ich es esse, wie kann ich es Jannik verweigern) usw. Kein Fernsehgucken wird von uns beherzigt, kaum Süßigkeiten auch, ab und an bekommt er doch mal eine Schokokeks etc. Aber das Leben mit Kind ist eben anders, es ist nicht ganz so rosig wie man es sich ausgemalt hat! Aber dafür umso überraschender *grins*, ich möchte das nicht mehr missen! LG Kathrin
Hm, zeitweise bin ich genau das keifende, lamentierende und zeternde Muttertier geworden, das ich NIE NIE NIE sein wollte... Ich hatte da vorher eher so eine Vorstellung wie bei den "Waltons" oder "Unsere kleine Farm" *g*
Ich halte vieles offener, als ich es mir vorgestellt hätte. Okay, meine Zwillis sind auch erst 15 Monate alt, aber bei meinem Stiefsohn z.B., der seit Juli bei uns lebt. Fernsehen ist unterschiedlich, mal so, mal so. Wenn ich z.B. mal viel Stress im Haushalt habe, oder die Zwillis wieder alles ausräumen, oder oder oder, dann kommts schon mal vor, dass er länger fern sieht, als sonst. ;) Ansonsten bin ich voll und ganz zufrieden, das meiste ist so, wie ich's mir vorgestellt hab. Wobei ich halt vieles "strenger" halten wollte. Z.B. mit dem Kochen. Ich dachte mir, bei mir würde es NIEMALS irgendwas fertiges geben. Letzte Woche gab's Dosenravioli. *gesteh* ;) Aber auch das muss mal drin sein, nicht ständig, Ausnahmen bestätigen die Regel. ;) Ich verquatsche mich hier total und komm schon fast vom Thema ab, deswegen hör ich lieber auf. LG, Celina
hallo ehrlich gesagt war mein leben mit 1kind supertoll und wirklich gar nicht anstrengend. bis sie 18monate alt war, dann gieng es los mit rumtoben, nur noch 10sdt schlaf am tag, kein mittagschläfchen mehr, nichts gesundes mehr essen wollen, rumschreien wenn ihr etwas mal grad nicht passte. dann kahm nr 2 und alles wurde nur noch kaotischer :-) ich bin da eher der typ der die kinder einfach machen lässt. ich habe mir früher immer vorgestellt, das man mit der erziehungsmethode und wenn man selber ruhig und ausgegliechen ist...ganz liebe kinder hat. von wegen, ich hab 2kleine teufel, und ich bin wirklich ruhig und sie dürfen viel selber eintscheiden und frei sein. ausserdem finde ich das mutter sein irgendwie ganz schön langweilig, den ganzen tag nur mit den kindern ist schon sehr wenig fordernd, habe manchmal das gefühl seit ich nicht mehr viel arbeite dass ich regelrecht verblöde. lg shelly
Du sprichst mir aus der Seele !!!!! Was habe ich nicht alles am Anfang geplant und überlegt , wie ich mein Kind erziehe , was erlaubt ist usw . Heute ( 2 1/2 Jahre später ) muß ich manchmal selber über mich lachen wenn ich grade mal meine eigenen Regeln breche . Einiges geht erst gar nicht wie geplant aber das zeigt sich erst wenn das Kind da ist und anderes ist aus der Situation heraus auch nicht machbar . Es gibt allerdings bei uns Regeln , die werden grundsätzlich nicht gebrochen; andere sind nicht so streng mit Ausnahmen und einiges wird immer wieder neu " verhandelt " . Ich finde , man muß sich nur selber treu bleiben .
Hallo, bin schon 40 und habe zwei Kinder (7 Jahre und 15 Monate alt). Jap, man wird pragmatisch und macht denn doch viele Abstriche vom Ideal: Statt reinem Holzspielzeug tummelt sich auch bei uns einiges an buntem Plastik, bei der Ernährung gibt's nicht nur Vollwert, sondern auch mal Sünden, und spätestens seit dem zweiten Kind machen wir nix mehr nach Lehrbuch, sondern wie's zu unserer Familie am besten passt. Einige Dinge, die uns wichtig sind, haben wir aber eingehalten: Beide Kids wurden gestillt, beide durften/dürfen im Familienbett schlafen. Es gibt sehr wenig Fernsehen für unsere Große, damit sie nicht doof im Kopf und schlecht in der Schule wird. Wie wir es leider bei vielen ihrer gleichaltrigen Freunde beobachten können, die von den vielen PC-Spielen schon eine Matsch-Birne und Verhaltensauffälligkeiten haben, außerdem bewegungsfaul sind und kaum noch draußen spielen. Das finden wir traurig. Auch lassen wir unsere Große schon viel mitreden (der kleine lernt gerade erst sprechen ;-)) und vermitteln beiden Kids, wie wunderbar wir sie finden, einfach weil sie da sind - und nicht, weil sie irgendwelche Erwartungen erfüllen. Sie dürfen sein, wie sie sind: Die eine schüchtern, der andere etwas draufgängerisch. Auch uns platzt natürlich manchmal der Kragen, vor allem ich selbst bin eher ungeduldig. Aber hinterher vertragen wir uns alle wieder mit viel Schmusen, Reden und Kakao trinken. Den Alltag (vor allem die immer noch kurzen Nächte) finde ich schon sehr anstrengend, aber ich hab' mich gleichzeitig auch noch nie so erfüllt und glücklich gefühlt. Wichtig ist aber für mich, dass ich noch stundenweise arbeite und nicht "nur" Mutter bin. (Habe studiert und einen Beruf, den ich mag (Zeitungsredakteurin), und möchte das nicht einfach über Bord werfen...). Grüßle, Astrid
Hallo ich habe erst mit 36 mein Kind bekommen (er wird diese Woche 3). Früher wollte ich mal gar kein Kind, bin absolut kein Kindernarr u. dachte das muss man sein um Mutter zu werden. Dann so kurz vor Torschluss (lach) habe ich mich doch noch dazu entschieden. Tja, u. muss sagen, biser (fast) nie bereut.... Klar, sind Tage da, da könnte man den Kleinen auf den Mond schiessen.... aber das Schöne überwiegt... Muss dazu sagen, dass ich mir vor der Geburt wenig Gedanken gemacht habe über Süßigkeiten, Fernsehen, etc. Süßigkeiten darf mein Sohn essen (nasche selbst gerne), er wiegt eh nur 14 kg bei knapp 1 m Größe.... Fernseher ist bei uns tagsüber eh nie an u. falls er abends noch auf ist (er macht immer noch MS), darf er auch mal mit uns was gucken (nix aufregendes natürlich). Erziehung ist schon z. Teil schwierig, aber da muss man halt selbst rausfinden, was bei seinem Kind am besten fruchtet... viele Grüße
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