Elternforum Rund ums Kleinkind

Spielplatzerlebnis - mal eure Meinung/Rat dazu

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Hallo, wir waren gestern auf dem Spielplatz. Folgendes Szenario: Großer Sandkasten mit Brunnen, wenig los. Pascal hat mit Hingabe ein Kanalsystem gebaut, durch das das Wasser fließt. Ein anderer kleinerer Junge (ca. 3 Jahre) (der mich vorher schon angesprochen hatte, er habe Durst - ich habe ihm dann aber Pascals Flasche natürlich nicht gegeben, mache ich bei fremden Kind nie - weiß also nicht, ob irgendwie Rache mit dabei war) fängt an, den Kanal mit den Füßen zuzumachen. Pascal (5) ist natürlich nicht begeistert, hält sich aber noch zurück. Ich hab ein bisschen zugesehen und mich dabei gefragt, zu wem der Junge denn gehören könnte, er hatte sich auch noch nichts zu trinken besorgt. Nach einer Zeit wird Pascal ungeduldig und etwas aggressiver. Der andere hört nicht auf. Ich habe dem Jungen dann vorgeschlagen, auf der anderen Seite des Brunnens zu spielen, da waren auch große Pfützen, die man hätte zumachen können. Keine Reaktion. Auch keine Mutter, die mal nach ihrem Kind geschaut hätte. Irgendwann wäre Pascal dann fast mit der Schaufel auf ihn los, nachdem der andere auch Sand auf ihn geworfen hatte. Ich hab dann nochmal eingegriffen, aber bei fremden Kindern ist man doch echt machtlos, oder??? Wenn die nicht wollen? Und ich konnte meinen Sohn nunmal verstehen, er war doch eigentlich im REcht, warum soll er dann nachgeben. Miteinander spielen hat auch nicht funktioniert. Irgendwann kam dann ein Junge (wohl der ältere Bruder) und hat dann seinen Bruder überzeugen können. Etwas später die REaktion der Mutter (die es dann endlich mal gemerkt hat, obwohl sie keine 5 Meter entfernt war): Kind an den Ohren aus dem Sandkasten ziehen. So, das wars. Wie reagiert ihr, wenn fremde Kinder sich falsch benehmen? Danke, Sabine


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Hallo! Also, wenn ein Kind den halben Sandkasten okkupiert, und das andere Kind soll sich woandershin verziehen - im Sandkasten - finde ich das nicht ganz fair. Sicher hat Dein Sohn schön gebaut, aber ein Sandkasten ist halt für alle da. Und vielleicht konnte der 3jährige seinen Frust nicht anders Ausdruck verleihen, er war vielleicht noch zu klein, um zu verstehen daß er woanders spielen soll. Manche Kinder schmeißen halt mal mit Sand, das ist doch kein Verbrechen - eher das Zurückschlagenwollen mit der Schaufel ;-) Wenn die Mutter ihr Kind an den Ohren aus dem Sandkasten zieht, tut mir das Kind leid... LG Antje


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Hallo, tja, so tolle Spielplatzerlebnisse hatte wohl schon jeder und hat sich drüber geärgert. Ich kann dich verstehen. Du hälst deinen Sohn zurück, damit er dem Störenfried nicht noch eins mit der Schaufel gibt (was natürlich absolut nicht ok wäre) und als "dank" dafür muß dein Sohn noch zusehen, wie sein Bauwerk ruiniert wird. Ich kann meiner Vorrednerin hier nicht ganz zustimmen. Es stimmt zwar, dass der Sandkasten für alle da ist, aber wenn sich ein Kind ein Fleckchen zum spielen ausgesucht hat und dort friedlich spielt, dann kann eben dort kein anderer spielen und gleich recht keiner der stört. Das ist das gleiche, wenn sich die Kids gegenseitig die Spielsachen entreißen. Wenn meine Schlichtungsversuche das andere Kind nicht beeindruckt hätten, hätte ich meinen Sohn sein Bauwerk verteidigen lassen, allerdings nicht so lange, bis er mit der Schaufel zuhaut ;-) (obwohl man´s ja ein bißchen verstehen könnte...) Ansonsten hätte ich dann meinen Sohn dazu angeregt, woanders neu zu bauen. LG Cora


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kenne ich. ich finde es grausam, wenn eltern ihren kindern nicht beibringen wollen, das es unschön ist, die bauwerke kreativer kinderhände mutwillig zu zerstören. meine maus (3) tut das recht gerne. ich schreite ein, erkläre ihr, das es nicht schön ist. und wir helfen dann gemeinsam, das von meiner maus zerstörte bauwerk aufzubauen. so sind schon nette spielplatz bekanntschaften entstanden.ich an deiner stelle hätte die mutter angesprochen.ich versuche immer "nett" mit den fremden kids zu reden. aber bei den reaktionen einiger mütter,fällt einem manches mal nix mehr ein. lg


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ich möchte mich Frosch gern anschließen, schön gesagt. Ich wußte nur nicht, wie ich das so rüberbringen soll :o) Mein Sohn, auch drei, hat gestern z.B. genau neben der Rutsche angefangen Kuchen zu backen... da standen dann um den unteren Teil der Rutsche ca. 10 Sandkuchen, einer für Mama, einer für Simon... Nur waren da eben auch andere Kinder, die rutschen wollten und die beim rutschen eben unten auf seinen tollen Sandkuchen landeten. Klar war Simon da auch sauer aber sorry... wenn er im Weg hockt kann ich auch nichts dafür. Klar haben die Kids aufgepaßt, aber auch nicht alle. Beim nächsten Mal frag doch den Jungen einfach mal, wo seine Mama wäre? Ich kann Dich schon verstehen, wer hat das schon gern, wenn das eigene Kind aufm Spieli gehauen, geärgert oder seine Kunstwerke zerstört werden... Nur ich bin da auch ein Typ, der wesentlich toleranter mit dem Thema umgeht, dann wird halt neu gebaut, gemeinsam gebaut, woanders gebaut, wenns andere Kind gar keine Ruhe gibt. LG Sue


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Hallo, mir tut der 3-jährige eigentlich nur leid. Wie soll denn das Kind bei der "Erziehung", ein vernünftiges Verhalten lernen. Klar ist es für deinen Sohn ärgerlich, wenn er gestört wird, aber den anderen Jungen zu schlagen ist keine Lösung. Grundsätzlich versuche ich auf dem Spielplatz mit fremden Kindern auf die gleiche Art umzugehen, wie mit meinem eigenen Kind. Ich würde also ein Spielzeug anbieten oder zur Mithilfe animieren. Bis jetzt hat als letzter Ausweg auch ein deutlich ausgesprochenes, weniger freundliches Wort geholfen. Auf das Einschreiten anderer Mütter kann mann sich da nicht immer verlassen. Viele Grüße Jutta


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Hallo hm, schwierig. Kann nur schildern, wie Erzieherinnen in dem Fall auf dem Spielplatz reagieren: Sie sagen immer, so Dinge wie Tunnel, Rutsche u. der Platz drumrum ist für alle da (also in dem Fall auch der Brunnen), das darf kein Kind für sich alleine beanspruchen. Sand darf ein Stück an "neutraler" Stelle für sich beansprucht werden. Ich selbst hätte zwar auch darauf geachtet, dass mein fast 3jähriger da nichts zerstört, aber nicht alle Mütter denken da halt so..... viele Grüße


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Ich gebe Frosch Recht. Zuzuschlagen ist wohl kaum der richtige Weg. Und wenn ich meinen Sohn vergleiche, wie er mit 3 Jahren war und wie er heute mit 5 Jahren ist, liegen Welten dazwischen. LG Pat